Beiträge von Angel21

    Also ich habe jetzt eine ganze Weile hier mitgelesen und mich raus gehalten.
    Meine persönlichen Erfahrungen beziehen sich lediglich auf einen Dogo Canario...aber nachdem was ich so gehört habe soll der Dogo Argentino damit verglichen die "leichtere" Variante zu sein, auch wenn es viele Paralellen gibt.

    da ich mit der Halterin in recht engem Kontakt stehe versuche ich mal ein paar Dinge zu beschreiben:

    Ja diese Hunde sind groß und stark. Und die Hündin die ich kenne ist ne ziemliche Jagdsau. Wie alle Molosser hat sie einen Dickschädel und eine besondere Art Humor. Man muss diesen Hund zu nehmen wissen. Will to please hat sie leider noch nix von gehört.
    Aufgrund eher suboptimaler Aufzucht (sie stammt aus Brandenburg..) ist sie sehr unsicher und schreckhaft. Sie neigt dazu "gruselige" Dinge zu verbellen.
    Sie braucht einen ruhigen, selbstsicheren Halter

    ABER es ist kein Monster...es ist ein ganz normaler, im Grundsatz sehr freundlicher, verschmuster und intelligenter Hund.
    Man muss mit dieser Art Hunde "können"...aber nach auführlicher Information und mit Hilfe und Beratung eines Trainers an der Seite ist es sicher nicht die schwierigste Rasse...da finde ich Malis zB wesentlich wesentlich schlimmer.
    Anfängergeeignet halte ich sowieso bei jedem Hund für relativ...da würde mir wenns nach den Maßstäben vieler hier geht GAR KEINE Rasse einfallen. Jede Rasse kann in den falschen Händen ein enormes Problem werden.

    Insofern @TS: Informiere dich weiter über die Eigenschaften dieser Rasse. Besuche Züchter, sprich mit Haltern..brich nichts übers Knie. Aber wenn du dann sicher bist "deine" Rasse wirklich gefunden zu haben schau nach dem passenden Hund.
    So sollte es immer laufen.

    Ich mach vor der Stunde ansich gar nichts mit ihr :/
    Ich komm ja direkt von der Arbeit, sammel die Hunde ein und fahr auf den Platz. Da gehts dann eben los mit Arbeiten und auch hier zuhause mach ich extra nur kurze Einheiten, wo sie eben schön motiviert dabei bleibt. Bei ihr ist das Problem einfach die Länge, diese 50 Schritte direkt am Anfang der Freifolge. Sie ist einfach kein Arbeitstier und braucht quasi die ständige Bestätigung von mir, dass das richtig und toll ist, was sie da macht.

    Hab schon mit Jackpot gearbeitet, Spieli unterm Arm geklemmt, Leckerlie in der Hand, nicht in der Hand, mit Zergeln danach bestätigt etc.pp. Alles nur mit kurzen Erfolgen, wenn überhaupt xD

    Hast du vielleicht mal versucht am Ende des Trainings mal richtig mit dem Hund zu "powern" als wirklich intensiv zergeln...Ball spielen oder sowas? Das sie beim nächsten mal wenn sie auf den Platz geht wirklich denkt: Geil hier steigt die Party!!!
    So habe ich Zera soweit bekommen, dass sie wirklich gerne und mit Spaß bei der Sache ist.
    Wenn dein Hund einfach noch nicht so weit ist musst du evtl wieder mehr nach kleinere Sequenzen belohnen

    Das stimmt..Unterordnung ist nicht ihr Lieblingssport..auch wenn sie da einen guten Job gemacht hat...Manchmal hat sie Spaß dran..manchmal findet sie es öde.
    Klassische UO braucht sie jetzt nicht mehr machen...wir werden jetzt auf Fährten- bzw allgemein Nasenarbeit gehen.
    Aber die BH brauchten wir halt :ka:

    Man muss aber auch bedenken, dass Zera als Bernermix eh nicht zu den Rassen gehört die für tolle Unterordnung bekannt sind...egal was ich mache..die wird keine UO laufen wie ein Mali oder Herder...ist einfach so.

    Da mit den 50 Schritten hast du Recht..die muss der Hund erstmal durchhalten.
    Das wurde hier auch geübt. Nur nicht direkt am Anfang immer 50 Schritte geradeaus...dann Kehrtwende...dann Tempowechsel etc.

    Es wurde jede Aufgabe an sich traniert..nur nicht immer in derselben Reihenfolge.

    Klar muss ICH den Schema im Schlaf können...aber im Training mit Hund sehe ich keinen Vorteil darin die Übungen im gleich ablaufen zu lassen. Kommt vielleicht auch auf den Typ Hund an...Zera schaltet eh gerne zwischendurch ab...wäre es immer dasselbe Schema würde ich gar keinen Elan mehr aus dem Hund gekitzelt kriegen

    Einziger Fehler den wir gemacht haben (es ist aber rechtzeitig aufgefallen) wir haben immer erst traniert und dann gings in die Ablage..jemand anderes traniert...und dann ist Feierabend.

    War nicht bewusst so gestaltet, hatte sich bei uns aber zufällig so ergeben. Mit dem Erfolg, als Zera dann mal zuerst in die Ablage sollte sie das zwar hervorragend gemacht hat, aber als sie danach dann "arbeiten" sollte hatte sie keinen Bock mehr und ist nur so dahingelatscht.. Klar sie hatte im Kopf: nach der Ablage ist Ende

    Zum Glück konnten wir das noch rechtzeitig korrigieren

    Exakt so war es hier auch. Das komplette Schema ist in 6 Monaten Training genau 3 mal gelaufen worden... 2 mal mit Hund und einmal als Trockenübung ohne Hund (zum Schritte zählen, Abstände beachten, Winkel und Kehrtwendungen korrekt laufen etc etc)

    Wir sind immer wieder das blöde Schema gelaufen mit der Folge, dass die Hunde nix gelernt haben, außer dass Schema laufen stinkelangweilig ist. Aber unser Training war eh für die Tonne und mein schönes freudiges Fußlaufen meines Hundes hatte ich mir auf dem Platz versaut.

    Uns wurde gesagt das ist bei sehr vielen so.
    Schade eigentlich

    Mal was anderes: Seid ihr im Training eigentlich immer wieder das komplette Schema gelaufen?

    Wir haben dies bewusst vermieden...weil wir im Training 2 Hunde haben die an dem Schema "totgelaufen" wurden.
    Unser Trainer meinte, die Hunde würden dann entweder total abgestumpft und verlieren die Lust (so war es bei den beiden die nun bei uns trainieren) oder sie würden unzuverlässig, weil sie nicht mehr auf das Kommando warten (sie wissen ja was kommt)

    Wir haben also die einzelnen Übungen bewusst immer in anderer Reihenfolge und in anderer Richtung geübt. Auch bei der Fußarbeit waren die Winkel selten an den Stellen wie es in der BH später sein soll (eher haben wir viel viel mehr Winkel eingebaut..in der BH gehts ja viel gerade aus...irgendwie nicht optimal im Winkel zu üben oder?)

    Es war aber wohl früher gang und gebe den Hund immer und immer wieder Schema laufen zu lassen?!

    Wie war das bei den anderen?

    Im Prinzip ja, in der Praxis bekommt man auch da noch eine weitere Chance, es wird geschaut wie der Hund ansonsten im Gehorsam steht, es wird die Rasse berücksichtigt, wie der HF damit umgeht....

    Also nur weil dein Hund den Jogger fixiert und evtl knurrt bist du nicht automatisch sofort draußen.
    Dann wird nochmals wert auf diese Situation gelegt mit mehrere Menschen zum Beispiel oder die Aufzug Situation simuliert und wenn der Hund dann da brav ist, kann man es trotzdem schaffen.
    (Liegt natürlich am Richter)

    Kommt immer ein bisschen drauf an...manche Richter sind da netter als andere. Fixieren und leichtes Knurren wäre glaube ich noch im Rahmen...solange der Hund unter Kontrolle bleibt. Aber wildes ankläffen und die Leine schmeißen war bei den Prüfungen die ich gesehen habe ein k.o Kriterium.