Beiträge von Fiete + Frauli

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    Gibt es Neuigkeiten bei euch?

    Oh, danke der Nachfrage, ich hatte nicht gedacht, daß es hier doch noch Mitleser gibt. :ops:

    Ja, Fiete und ich sind immer noch dabei und es macht uns beide nach wie vor Spaß! Ich hatte Anfang des Jahres einen Bandscheibenvorfall und habe dann nach der Aktion mit dem zweimal hinfallen versucht, mit Fiete zu pendeln. Ich hatte einfach zu viel Angst, daß ich mir den Rücken noch mehr kaputt mache, wenn ich mich dauern hinlege. Wir haben es dann also versucht und er konnte sehr schnell umschalten und ist wunderbar bei den Anzeigeübungen gependelt. :gut:

    Aber irgendwie habe ich mich beim Pendeln nicht so wohl gefühlt. In einem Rettungshundeforum hatte ich dann auch eine Diskussion mitgelesen, in der es bei Freiverweisern über die Rückführung mit Leine ging oder lieber das Pendeln. Der allgemeine Tenor war einfach, daß ein Hund ja im Ernstfall (und selbstverständlich auch in den Prüfungen) evtl. recht lange sucht, manchmal bei heißem Wetter oder in steilem Gelände und daß auch irgendwann die Kondition des sportlichsten Hund erschöpft ist. Und ich wollte meinem Hund das einfach nicht antun, daß er dann auch noch pendeln muß, bis er mich zum Opfer oder der VP geführt hat.

    Also habe ich ihn beim nächsten beim Rückführen wieder angeleint und konnte sogar das Tempo bei ihm etwas rausnehmen. Er hat einen sehr starken Opferdrang, wartet aber immer seeeeehr geduldig, bis ich ihn angeleint habe (was ich ungeschicktes Frauchen immer wieder versemmel!!!). Irgendwie will der Karabiner am Ende der Leine nicht in die Öse von der Kenndecke :headbash: Aber da arbeite ich noch dran.

    Letzten Samstag haben dann die Leute von meiner Staffeln ein "Junghunde-Spezial" mit ihm gemacht: alle Hundeführer und der Helfer ohne Hund (waren insgesamt 5 Leute) haben sich im Unterholz versteckt, ich bin mit Fiete in das Suchgebiet gegangen und habe ihn losgeschickt. Nach und nach sollte er dann die VPs finden, bekam dann ein kleines Leckerchen und wurde von mir dann sofort weiter geschickt, bis er alle gefunden hatte. Bei der letzten VP bekam er dann den Jackpot (das erste Mal von mir und nicht von der VP).
    Wir haben das gemacht, um ihm einfach mal recht schnell viele Erfolgserlebnisse zu geben, damit er weiterhin so motiviert bleibt. Das hat ihm und mir echt Spaß gemacht, obwohl er am Anfang wohl nicht verstanden hat, warum er denn immer und immer wieder losgeschickt wurde.

    Das einzige, was nicht so gut klappt, ist die Anzeige bei mir. Ich halte mir ein Leckerchen vor die Brust, wenn Fiete von der VP zurück kommt, damit er mich anspringt zur Anzeige. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, er mag mich gar nicht anspringen. Er macht das echt zurückhaltend. Ich lobe ihn zurzeit immer schon, wenn er auf mich zugestürmt kommt, damit er weiß, daß er mich anspringen darf aber das kann's ja eigentlich auf Dauer nicht sein. Ich wüßte aber nicht, was er stattdessen zur Anzeige machen könnte :???: Vielleicht hat ja einer von Euch Ideen?! Bringseln scheint ja auch nicht so ohne zu sein (und außerdem haben die in meiner Staffel keine Erfahrung damit). In unserer Prüfungsordnung steht nur, daß der Hund zweifelsfrei "in seiner Art" anzeigen muß. Er könnte also vor mir auch einen Purzelbaum schlagen, wenn ich das richtig verstehe.

    Am Montag beim Training habe ich mich mal zur Abwechslung versteckt. Ich saß hinter einem Carport-ähnlichen Verschlag praktisch hinter in einer auf der Seite liegenden (umgekippten) Regentonne. Wenn man also auf die Rückseite des Verschlags ging, hätte man mich sehen können.

    Die erste Hündin ist auch hinter den Verschlag gelaufen, hat bei der Tonne intensiv geschnüffelt und ist dann los, um ihr Frauchen zu holen. Das hat sie ganz toll gemacht. Für den nächsten Hund sollte ich dann auch gleich dort sitzen bleiben. Woran ich aber nicht gedacht hatte, war, daß ich ja auch unter/durch die Rückwand des Verschlags meinen Geruch verbreite. Der nächste Hund ist nicht wie der erste, einmal um den Verschlag zur Rückseite rum gelaufen sondern in den Verschlag rein, hat meinen Geruch entdeckt und hat seine HFin geholt. Die hat mich natürlich (erst mal) nicht gesehen und war ... etwas ratlos. Sie hat schon an eine Fehlanzeige gedacht und wollte den Hund schon wieder weiter in die Suche schicken, da hat sie dann doch noch in einem Spalt in der Bretterwand meine rote Rettungshose gesehen. Gemeinsam sind sie dann um den Verschlag rumgegangen, damit der Hund mich dann auch sieht und hat dort dann seinen Jackpot bekommen.

    Wie gesagt, ich hatte mir da nicht so die Gedanken gemacht, war aber wohl für die anderen Hundeführer und mich sehr lehrreich. Man muß auch mal seinem Hund vertrauen und genauer nachschauen, auch wenn dort auf dem ersten Blick vielleicht niemand liegt.

    Im Juni sind wir mit unserer Staffel dann beim Workshop des ASB in Bad Segeberg (http://www.asb-rettungshundestaffel.de/ausschreibung.html). Da freue ich mich schon drauf. Das wird bestimmt furchtbar anstrengend aber bestimmt auch sehr interessant.

    Gerne schreibe ich hier hin und wieder unsere weiteren Fortschritte rein. Bestimmt kann ich mir hier auch den einen oder anderen Tipp abholen, falls wir Probleme haben.

    Unser Erbstück ist bei meinem SchwiePa leider fast nur in den Garten gekommen, daher nutzt sie auch unseren Garten zum Pischern. Haufen werden allerdings auf dem Spaziergang gemacht, seitdem sie regelmäßig Gassi gehen darf.

    Unser Rippchen hat anfangs in den Garten gepischert aber macht das jetzt fast überhaupt nicht mehr. Morgens mache ich ja als erstes die Terassentür auf, damit das Dringendste mal erledigt werden kann. Wie geschrieben, Madame nutzt das Angebot, der Herr, wenn's irgendwie geht, nicht.

    Ich finde es gut so: sie dürften, wenn sie wollten aber sie wollen nicht immer :D

    Ich würde es mal so sagen, daß Hund und Depression gut zusammen geht - es wird nämlich besser!!!

    Viele Ärzte und Therapeuten raten bei Depressionen zu Bewegung und Sport - perfekt mit Hund! Bewegung an der frischen Luft mit viel Licht hilft ungemein bei Depressionen! Im Winter bin ich viel mit unserem Hund draußen gewesen, auch wenn's rattenkalt war. Aber durch den vielen Schnee hier oben, war's auch recht hell und nicht so trübe wie in einem verregneten Winter. Wenn ich dann nach einem anstregenden Winterspaziergang, in dem ich durch den Schnee gestapft bin, nach Hause kam, fühlte ich mich gleich um Längen besser. Außerdem hat man mit Hund eine Aufgabe, muß sich um jemanden kümmern, der nichts dazu kann, wenn's einem dreckig geht.

    Hilfreich wäre natürlich vor allem für die Anfangszeit einen zuverlässigen Gassigänger, der auch mal kurzfristig einspringen kann. Wenn's denn mal wirklich gar nicht gehen sollte, weiß man zumindest den Hund versorgt. Aber es wird wirklich besser mit der Zeit, ich spreche da aus Erfahrung.

    Vielleicht solltest Du Dir aber keinen allzu sportlichen Hund nehmen, der arbeiten will. Das kann dann nämlich echt zu anstregend sein. Aber einen normalen Begleithund, der gerne mal ein paar Stunden geht, sich aber auch mal ganz entspannt im Wohnzimmer lang machen kann, wenn's sein muß, wäre da perfekt. Vielleicht gibt es ja im TH solche Kandidaten.

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    Wegen der Anzeige, nehm dir zur Not einen Anwalt, der andere muß zahlen, auch wenn er arbeitslos ist muß er das in Raten abzahlen. So war das bei uns.

    Mhmh, und wenn Du Pech hast, gibt der Typ dann eine eidesstattliche Versicherung ab und dann ist da nix mehr zu holen. So war das bei uns. :mad2:

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    Öhmm zu einer richtigen Depression gehört aber mehr als nur keine Lust/Überforderung mit dem Hund raus zu gehen.
    Bevor man zu starken Medis rät, sollte man lieber versuchen die Probleme direkt anzusprechen mit der Familie.

    LG

    Naja, aber die starken Medis bekommt man auch nur von einem Psychiater verschrieben (im besten Falle) und der macht da schon Untersuchungen. Und wenn Antidepressiva über eine gewisse Zeit helfen können, dann ist das doch gut so! Selbstverständlich muß am eigentlichen Problem gearbeitet werden.

    Ich lese aus dem Post von Blueberry auch heraus, daß der Hund nicht das Hauptproblem ist sondern das ganze nur verstärkt. Wer ständig alles gibt, verbrennt irgendwann. Das ist als Hausfrau (ich weiß jetzt nicht, ob Blueberry Hausfrau ist, las sich so) wie auch als Arbeitnehmer so. Und wo bei jedem die absolute Obergrenze liegt, ist immer individuell. Der eine wuppt einen 60-Wochenstunden-Job, den Haushalt, hat noch Zeit für Sport, Freunde und Haustiere und ist wunderbar entspannt. Dem anderen wird es mit einem Halbtagsjob und Haushalt schon zu viel.

    Liebe Blueberry, ich nehme an, Du hast schon mit Deinen Lieben zu Hause gesprochen und nichts tut sich. Das tut mir sehr leid für Dich. Viele Tipps wegen Tiersittern und/oder Pensionen oder aber auch anderweitige Hilfe bei Deinen Problemen hast Du hier schon bekommen. Wäre natürlich wünschenswert für alle Beteiligten, wenn sich da was einrichten ließe. ABER, wenn das nicht klappt und Du immer noch die Leidtragende bist, dann mußt Du leider die Konsequenzen ziehen, auch wenn das evtl. bedeuten würde, daß Du ein gutes anderes Zuhause für Euren Hund suchst. Denn da ist Deine Gesundheit viiiieeel wichtiger!!!! Denn irgendwann wird Dir Dein Körper sagen, daß Schluß ist und das tut mächtig AUA!

    Fühl' Dich gedrückt!

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    NOCH EINE FRAGE:
    Wenn ich meine Freundin nächste Woche besuche, sie hat 3 Hunde, kann ich ihn da frei laufen lassen? Es heißt ja eigentlich beim Schleppleinentraining gibts keine Freigänge ohne Schleppleine. Aber da kann er doch gar nicht mit den Anderen spielen. ???

    Ich würd's mir anschauen: wenn er sich an den anderen Hunden orientiert und bei Euch bleibt, dann würde ich die Schleppe abmachen. Das mache ich bei Fiete auch, wenn wir Hundekumpels treffen. Es heißt ja nur deshalb, wenn Schleppe dann immer Schleppe, damit er keine "Erfolgserlebnisse" haben kann, wenn er meint, alleine auf Wanderschaft zu gehen.

    Wenn er aber doch meint, sein eigenes Ding machen zu müssen, dann würde ich ihn nur im gesicherten Bereich mit den anderen Hunden spielen lassen.

    Bedeutet also, erst mal Leine dran lassen und sich das ganze anschauen.

    Wegen der Wolfskrallen: wir haben sie Fiete auch abnehmen lassen, weil wir Rettungshundearbeit machen und uns alle sagten, daß die Verletzungsgefahr zu groß dabei sei, wenn er durch's Unterholz fetzt. Allerdings hatte er sich vorher noch nicht daran verletzt. Jetzt im Nachhinein würde ich es darauf ankommen lassen und mir erst mal anschauen ob überhaupt und wie oft er sich da verletzen würde. Das hat echt lange gedauert, bis die Wunden verheilt waren, weil an der Stelle die Haut direkt auf den Knochen liegt und die Haut dadurch ständig unter Spannung ist.

    Hört sich doch schon mal gut an, was Du geschrieben hast. Das wird schon. Wir haben Fiete Anfang August letzten Jahres zu uns genommen, da war er auch schon erwachsen. Ich finde, da dauert es einfach länger, die Bindung aufzubauen. Der Hund ist ja auch kein unbeschriebenes Blatt mehr. Aber mit der entsprechenden Anzahl an Leckerchen und Spaß, den er mit Dir haben wird, wird Eure Beziehung bald vertrauter sein.

    Am Anfang hat Fiete uns angeknurrt, wenn ihm was unheimlich war. Fieber messen ging gar nicht, als er eine Ohrentzündung hatte, mußte mein Mann ihn die ganze Zeit festhalten und füttern, damit ich die Ohrentropfen geben konnte. Nach ein paar Tagen "schönfüttern" konnte ich ihm die Ohrentropfen schon ganz alleine und ohne Murren und Knurren geben. Und heute "durfte" ich sogar bei ihm Temperatur messen *freu*

    Hallo Jente,

    herzlich willkommen hier!

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    lässt sich anstandslos sein Futter wegnehmen

    Warum nimmst Du ihm das Futter weg? Lass ihn einfach in Ruhe fressen. Wenn Du damit erreichen willst, daß Du ihm immer was (evlt. nicht so gutes) aus dem Maul nehmen kannst, empfehle ich Dir, mit ihm Tauschen zu üben. Gib ihm was langweiliges (Kaurolle o.ä.) und halte ihm dann was tolles zum Tausch hin (Pansen oder einen Ziemer). Dadurch lernt der Hund, daß es sich lohnt, wenn man Aus gibt.


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    Die ersten Tage war etwas ängstlich, vorallem wenn man ihn zu scharf ansprach, neben ihm auf den Boden trampelte (das war natürlich nicht absichtlich), wenn ich mich unterhielt und etwas ausschweifender gestikulierte und er stand neben mir ist er immer gleich in Deckung gegangen (er erschrak sogar beim knistern der Mülltüte).

    Nun ja, er ist neu bei Euch, kennt Euch noch nicht und kann Euch nicht einschätzen. Das wird sich bestimmt mit der Zeit geben.

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    Da wäre das erste Problem: er läuft aufgeregt umher und winselt sobald wir beide nicht im Raum sind oder er uns nicht sehen kann. Vor ein paar Tagen hat er sogar gewinselt als nur einer von uns nicht im Haus war. Durch ständiges Tür auf/ Tür zu in immer längeren Zeitabständen klappt das jetzt schon ganz gut. Außer abends wenn ich mit ihm schon eher reingehe und mein Mann noch draußen ist. Ich sage dann ruhig, dass er sich hinlegen soll und das funktioniert auch schon gut. Auf sein winseln reagiere ich absolut nicht. (auch wenn´s schwerfält…)
    Er kommt nur schlecht zur Ruhe und tippelt im Haus die meiste Zeit hinter mir her.

    Würde ich auch so machen. Immer mal wieder aus dem Raum gehen (kommentarlos), Tür zu und nach einer kurzen (später auch längeren) Zeit wieder in den Raum kommen - wie selbstverständlich. Hört sich so ein bißchen an, als wäre der Herr so ein kleiner Kontrolletti. Dem behagt das nicht, wenn er Euch beide nicht sieht, Ihr könntet ja etwas selbständig machen.

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    Auf dem Hof sieht das anders aus. Er schnüffelt oder liegt vor der Tür rum und ab und zu kommt er zu mir, guckt was ich mache und geht wieder.

    Jau, da bist Du ja auch unter seiner Kontrolle, er sieht Dich ja und kann "im Notfall" zu Dir hin :p


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    Das Kommando „komm her“ klappt schon gut im Haus und auf dem Hof. Beim Spaziergang allerdings überhaupt nicht, er zeigt absolut keine Reaktion. Seine Nase ist nur auf dem Boden, er registriert mich nicht. Beim wandern lasse ich ihn ohne Leine laufen, er bewegt sich immer in einem bestimmten Radius um mich herum, kommt aber auch nicht wenn ich ihn rufe.

    Bitte nimm ihn beim Spazieren gehen an die Schleppleine. Es wäre mir persönlich viel zu gefährlich den Hund so laufen zu lassen, ohne daß ich ihn kontrollieren kann. Arbeite an der Schleppleine weiter an dem Kommando "Komm her", mit viel Lob und Leckerchen. Immer mal wieder zwischendurch auf dem Spaziergang den Hund rufen und wie Bolle freuen, wenn er kommt. Falls er das Kommando nicht beachtet, hast Du dann ja immer noch die Kontrolle über die Leine.
    Wenn er das Kommando nicht beachtet, nicht noch einmal rufen sondern kommentarlos umdrehen und in die andere Richtung gehen. Er muß Dir dann ja folgen und dann gibt es wieder große Party und Leckerchen. Sieh zu, daß das Kommando "komm her" kein leeres Kommando wird. Wenn er es des öfteren nicht beachtet und Du es nicht durchsetzen kannst, dann lernt er dadurch nur, daß es ein "Vielleicht"-Kommando ist (vielleicht muß ich kommen, wenn ich aber keine Lust habe, dann nicht) und kein "Muß"-Kommando.

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    An der Leine laufen kannte er vorher gar nicht, nach 6 Tagen täglichem üben ist es schon deutlich besser geworden. Zumindest wenn er sich vorher ausgetobt hat und wir eine bekannte (daher denke ich langweilige) Strecke gehen.

    Dann würde ich es erst mal so weiter machen. Nimm' Dir immer wieder mal kleine Übungszeiten für das Trainieren der Leinenführigkeit. Wie Du schon schriebst, am besten, wenn er schon ein wenig müder ist und nicht total aufgeregt. Mach es erst mal in langweiligen Gegenden oder im Garten ohne Ablenkung. Am Anfang reichen auch erst mal so 5 - 10 Minuten Üben. Wenn Du es auf dem Spaziergang machst, dann nimm danach wieder die Schleppleine.
    Meinem Hund hilft es auch, wenn er die kurze Leine, an der er vernünftig gehen soll, ans Halsband bekommt. Wenn er laufen und schnüffeln darf, dann ist die lange Schleppe immer (!!!!) an seinem Geschirr. Bitte nie die Schleppe ans Halsband!!

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    Seit gestern geht er tagsüber streunen, quetscht sich durch die kleinsten Löcher im Zaun. Er rennt nicht sehr weit weg und kommt nach höchstens einer halben Stunde wieder, aber ich mache mir immer riesen Sorgen. Nicht allzu weit weg befindet sich eine Landstraße, zwar wenig Verkehr, aber er zeigt keinerlei Angst vor Autos . Wenn er etwas riecht oder eine Maus sieht sprintet er los… Zweimal kam er jetzt mit Schafsknochen wieder (Überreste des Osteressens der Nachbarschaft). Hab schon überlegt Strom auf den Zaun zu legen, habe nur Angst, dass er dann lieber drüberspringt, theoretisch würde er das schaffen. Unser restliches Grundstück hat leider meist Stacheldratzäune. Will gar nicht dran denken wenn er dort hängen bleibt.

    Puh, ich kann mir echt vorstellen, was Du da mit durchmachst, wenn der Herr mal alleine auf Wanderschaft geht. Strom auf den Zaun, ich weiß nicht. Könnt Ihr den Zaun nicht einfach erhöhen? Wir haben jetzt bei uns zu der einen Seite eine 1,80m hohen Sichtschutzzaun aus Holz. Auf der anderen Seite zu den Nachbarn ist eine dichte Hecke. Allerdings ist Fiete (bisher, *klopfaufHolz*) nicht so der Ausbrecherkönig.


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    Was kann ich am besten tun? Einerseits ist er sehr anhänglich, andererseits geht er streunen und kommt nicht auf Zuruf. (außer im Haus und im Garten)

    Ich würde ihn erst mal nicht ohne Aufsicht alleine auf dem Grundstück lassen, wo er ausbrechen könnte. Solange er noch nicht verläßlich auf Dein Rufen hört, geht das halt nicht. Dann muß er halt im Haus bleiben, wenn Du keine Zeit hast, ihn zu beaufsichtigen. Ist zwar blöd aber davon stirbt der Hund nicht ;)


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    Waren gestern 4 Stunden mit Jargo im Fjell wandern. Anfangs hab ich ihn an die Leine genommen (klappte natürlich nicht gut, da er sich noch nicht ausgetobt hatte, aber ging eben ncht anders). Oberhalb der Baumgrenze habe ich ihn losgemacht. Er auf und davon, allerdings entfernt er sich nicht weiter als ca. 200 m. Schnüffel hier, schnüffel da- abrufen klappt draußen gar nicht. Ich weiß, vielleicht sollte ich ihn dann nicht frei lasen, aber wie soll er sich sonst austoben? Und Leinentraining mit einem energiegeladenen Hund klappt ja auch nicht wirklich. Auf einmal blieb er stehen und bellte. Ich hin und was hatte er da- einen toten Lemming (hätte nie gedacht das er die erwischt...) Ich hab ihn gerufen das er mitkommen soll, klappte nicht und da hab ich ihm das kleine tote Nagetier abgenommen und ihm dafür Futter angeboten. Wusste nicht was ich in der Situation machen sollte. Heute früh hatte ich ihn extra kein Futter gegeben (er bekommt eigentlich früh und abends), damit er vielleicht mehr Ansporn hat in unserer Nähe zu bleiben und sich ab und zu sein Futter zu verdienen. Mh, das war wohl nichts. Draußen ist irgendwie alles interessanter als ich Frown

    Wie vorher schon gesagt, auf Wanderungen würde ich den Hund an die Schleppe nehmen. Und die Idee, dem Hund sein Futter nur beim Üben mit Dir zu geben, ist sehr gut :gut: Über das Futter, das er sich dann erarbeiten muß, kannst Du auch super die Bindung zu Dir aufbauen. Es kann natürlich etwas dauern, bis Hundi genug Hunger hat, um sich kooperativ zu zeigen. Zur Not, wenn Du auf dem Spaziergang uninteressant bist und er keine Übungen mit Dir machen will, hungert er einfach bis zum nächsten Spaziergang. Da ist dann DEIN Durchhaltevermögen gefragt: kein Futter mehr in den Futternapf, auch, wenn Hundi schon einen Tag nix gefressen hat. Hunde können ein paar Tage Fasten gut vertragen, solange immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Irgendwann wird er Hunger haben und verstehen, daß es das nur bei Dir gibt und auch nur, wenn er sich kooperativ zeigt.
    Bestätige ihn am Anfang ruhig oft für jedes richtige Verhalten (also auch für Sitz, Platz, etc., Sachen, die er sowieso schon kann). So weiß er, wo die "Futterquelle" ist ;)


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    Hab mich mal ein wenig, mit Hilfe des Internets, übers Schleppleinentraining informiert. Gibt es dafür irgendwelche Voraussetzungen? z.B.: das er vorher an der normalen Leine perfekt läuft? Und was ich auch nicht verstehe: Ich möchte ja das er auch draußen und unter Ablenklung auf Zuruf zu mir kommt, dies soll ja mit Schleppleinentraining u.a. geübt werden. Warum soll ich dann kurz bevor er in die Leine läuft wortlos die Richtung wechseln? Da gebe ich ja gar nicht das Kommando "Komm her"?? (http://www.beaglaender.de/Schleppleinentraining.pdf)

    Das eigentliche Schleppleinentraining ist dazu gemacht, daß der Hund lernen soll, einen vorgegebenen Abstand nicht zu überschreiten. Er soll lernen, sich an Dir zu orientieren, was im Umkehrschluß bedeutet, daß er halt in die Schleppleine rennt, wenn er nicht auf Dich achtet. Würde er auf Dich achten, dann würde er nämlich mitbekommen, daß Du Dich kurz vor Ende der Schleppe umdrehst. Es geht hier erst mal nicht darum, daß der Hund zu Dir kommt sondern daß er einfach nur in einem gewissen Radius bei Dir bleibt und sich an Dir orientiert.

    Ich persönlich belohne (am Anfang!) JEDE Orientierung zu mir, bedeutet, wenn der Hund kurz zu mir schaut, gibt es ein Lob und Leckerli oder mal ein kleiner Sprint zusammen oder mal ein Zerrspiel, oder....

    Die Kommandos wie "Komm her", Sitz, Platz, etc. auf Entfernung kannst Du halt zusätzlich noch an der Schleppleine trainieren, weil er immer irgendwie unter Kontrolle ist. Das hat aber mit dem eigentlichen Schleppleinentraining nichts zu tun (naja, irgendwie doch, ich hoffe, Du verstehst, was ich damit sagen will).

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    Auch weiß ich nicht so richtig WIE ich ihn belohnen soll. Ich sage meistens mit engelsgleicher Stimme fein oder prima, streichel ihn oder gebe Leckerlie. Aber oft nimmt er es nicht, obwohl er Hunger hat. Lieber die Nase auf dem Boden und schnüffeln... Auch spielen mag er nicht so richtig, er rennt zwar dem Stock hinterher, bringt ihn aber nicht wieder.

    Finde heraus, was Dein Hund gerne macht und was ihn belohnen würde. Meiner mag zum Beispiel gerne in frischen Maulwurfshügeln büddeln. Also lasse ich ihn manchmal, wenn er was gut gemacht hat und gerade ein Maulwurfshügel in der Nähe ist, zu dem Hügel hinlaufen und buddeln.

    Wenn er sowieso immer mit der Nase auf dem Boden ist, warum legst Du nicht Futter aus und läßt ihn danach suchen? Du kannst dann so tun, als hättest Du was gaaaaanz tolles entdeckt, richtig jauchzen und freuen, Hundi kommt angerannt, Du zeigst ihm Deine Entdeckung und Hundi lernt nebenbei, daß Frauchen wohl doch die bessere Jägerin ist, weil die immer Sachen findet, an denen er wohl vorher vorbei gelaufen ist ;)

    Sorry, sieht man schlecht: ist das an dem Ballen neben der Daumenkralle? Fiete hatte vor ca. einer Woche ein Stückchen (wie Hornhaut) da abgerissen und das hing noch so halb daneben. Vielleicht kannst Du es abschneiden? Dann stört es Deinen Odin vielleicht nicht so. Ansonsten würde ich das Lecken unterbinden, damit er sich das nicht noch wundleckt. Oder kannst Du ihm vielleicht einen Strumpf drüber ziehen?

    Bei Fiete war nach einem Tag alles wieder okay. Es hatte auch nicht geblutet und beim Laufen hat ihn das auch nicht behindert. Allerdings hat er da nicht die ganze Zeit dran rumgeleckt.

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    Muss man das beim Barfen irgendwie "einrechen" oder ist das Zusatz, eben wegen der schlanken Linie?

    Einrechnen brauchst Du's nicht, ist ja reines Fett und nicht essentiell, wie zum Beispiel die Öle, die ja schon nach Bedarf gegeben werden.
    Taste Dich mit der Menge mal vorsichtig ran. Zuviel Fett gibt dünnen Output. Aber zwei Teelöffel am Anfang dürfte schon in Ordnung sein. Wenn der Output noch okay ist, kannst Du ihr ruhig mal mehr geben. Ich glaube, Morrigan hatte hier mal geschrieben, daß einer ihrer Hunde so eine ganze 250 g Packung innerhalb von 3 Tagen aufgebraucht hatte.

    Aber Deine Hündin ist ja auch noch im Wachstum, oder? Kann auch sein, daß sie in ein paar Wochen wieder besser aussieht und nicht mehr so knochig ist. Beobachte sie einfach genau.