Usambaraveilchen: You made my day 
Vielleicht sollte ich dich mal einen Tag lang meinen "Rentnerjob" machen lassen - wird bestimmt witzig für dich, zehn bis zwölf Hunde, von denen fast alle irgendein innerartliches Problem haben, gleichzeitig leinenlos durch den Wald zu führen. Da muss man sich ja nicht konzentrieren, ne?
Ich hol mir dann schon mal Popkorn und Chips

Gewerblich arbeitende Hundesitter müssen Steuern und Versicherungen zahlen. Für 10 Euro am Tag werden sie dies kaum tun können.
In den meisten Fällen muss ein Auto mit allem drum und dran mitfinanziert werden - irgendwie müssen die Mäuse ja abgeholt werden.
Einige haben ein eigenes Gelände, das bezahlt werden muss.
Hinzu kommen Weiterbildungen bzw. Ausbildungen, die alles andere als günstig sind.
Wenn man sich dazu noch eine Höchstzahl an Hunden gesetzt hat, die man betreuen kann und möchte, muss man ebenfalls schauen, wie teuer der einzelne Gruppenplatz sein muss.
Ergo: Wer sich nen billigen Hundesitter nimmt, hat an einem dieser Punkte oder manchmal auch an allen Einbußen.
Ein Hundesitter ohne Versicherung? Schlecht.
Ein schwarz arbeitender Hundesitter? Wenn man sich in rechtliche Grauzonen stürzen möchte...
Ein Hundesitter ohne Versicherung? Prost Mahlzeit- da lass mal was passieren. Dann ist das Geschrei groß.
Ein Hundesitter ohne Gruppenmitgliedermaximierung? Masse statt Klasse - das gibt es mittlerweile sehr häufig. Und aus diesem Grund sieht man dann eben Dogwalker, die mit 25 Hunden durch den Grunewald heizen, von denen kein einziger für fünf Cent hört. Solche Leute gefährden ihre gesamte Umwelt und machen es irgendwann komplett unmöglich, dass irgendjemand noch als Dogwalker arbeiten kann. Aber hauptsache billig, ne?
Ein Hundesitter, der sich nicht weiterbildet? Wär auch nix für mich - vor Betriebsblindheit ist keiner geschützt und hier hilft nur der regelmäßige Blick über den Tellerrand.
Wenn man eine vernünftige Dienstleistung haben möchte, muss derjenige, der diese anbietet, auch davon leben können.