Beiträge von l'eau

    wobei ich fast vermute, dass der Hund nichts ins Kommando Platz, sondern auf seinen Platz geschickt wurde - immerhin ging es bei dem Exemplar wohl um einen grade mal halbjährigen Hund.


    Aber insgesamt gleiche Story wie letztes Mal:
    Person x sieht bei Person y ein gut erzogenes Exemplar der seltenen Rasse z. Anstelle sich mit der Rasse auseinander zu setzen, wird mit (viel Aufwand) ein Züchter gesucht und (mit viel Geld) ein Welpe gekauft. Und jetzt wundern sich die Halter, dass der gekaufte Hund sich nicht wie das gut erzogene Exemplar verhält.


    Überhaupt ähneln sich die Storys vom Grundprinzip diesmal oft - und Rütter zeigt (zumeist) jeweils ein etwas abweichendes Training.
    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass diesmal den Erklärungen mehr Raum gegeben wird.

    Da kann man nur hoffen, dass durch diese Wiederholungen vielleicht ein wenig die Botschaft (macht euch vor und nach der Anschaffung Gedanken) auch bei den Zuschauern (die es nötig haben) ankommt.

    das kann ganz unterschiedlich sein:
    Als Jin einzog, fand Puck das sofort in Ordnung, Grenzen setzte er Jin aber keine, so dass wir ihn hier unterstützen mussten.
    Als Flip einzog brauchte Puck über eine Woche um das zu akzeptieren. Jin liebte den kleinen vom ersten Moment an - allerdings war sie ihm gegenüber trotzdem ziemlich futteraggressiv, so dass wir hier den Welpen vor dem Ersthund schützen mussten; ansonsten hat sie ihre Grenzen deutlich, aber soweit nett gesetzt. Puck hingegen mussten wir vor dem Welpen etwas schützen, der setzte erst nach einiger Zeit Grenzen, weil er den Welpen "eklig" fand und lieber Abstand zwischen sich brachte.

    Das muss man also ganz individuell angehen und kann sich auch mit der Zeit ändern bzw. wird sich einiges mit dem Älter- und schließlich dem Erwachsenwerden (beim Shiba mWn mit 3 bis 4 Jahren) ändern.

    An Sturköpfigkeit ist ein Shiba übrigens etwas komplett anderes als ein Terrier - ein Terrier soll immer noch mit dem Menschen zusammen arbeiten, derweil der Shiba niemals auf Kooperationsverhalten selektiert wurde.

    Meine Hündin hat sich mal bei einer zu engen Kurve beim Reizangel-Training die Daumenkralle eingerissen und komplett umgedreht.

    deshalb bin ich so hinterher, dass mein Hund kurze Krallen hat und v.a. die Daumenkralle kurz ist - bei manchen meiner Coursingbildern kann man sehen, wie stark der Daumen in Kurven z.T. genutzt wird.
    Und nicht umsonst wird im Windhundsport bei Hunden mit abstehenden/losen Daumen während der Läufe der Daumen ans Bein getapt - so ist er zwar relativ funktionslos, aber besser als ein abgerissener Daumen ist das allemal.

    Dachte wirklich das Whippets sehr zart beseidet sind.

    Kommt tatsächlich aber auch drauf an. Manche Whippets sind weicher, manche härter. Und mit wie viel Motiivation/Adrenalin die Situation verbunden ist. Gäbe ich Jin im Haus für das Gucken nach Essen auf dem Tisch, den gleichen Anranzer wie draußen für das Gucken ins Gebüsch, könnte sie das schon leicht verstören - allerdings nicht lange, Jin hat absolut kein nachtragendes Gemüt.

    ach, ich glaube nicht, dass die Zuschauer durch einen Hundetrainer im TV so stark beeinflusst werden - wer vorher schon ohne Verstand und Bauchgefühl an die Hundeerziehung ist, macht es auch hinterher. Davor wurde der Hund halt mit der Zeitung verkloppt (weil Hand darf man ja nicht, weil Hund das sonst mit seinem Mensch verbindet :roll: ) oder mit der Leine (am Stachelhalsband) geruckt, jetzt wird eben die Wasserflasche genutzt. Macht für die Hunde keinen wirklichen Unterschied.
    Höchstens, dass die Halter mit etwas Glück das Wort "Timing" aufgeschnappt haben, nicht für eine chinesische Stadt halten und daher nun die Strafe nachvollziehbarer erfolgt.


    Edit:

    Ich denke mit einem zb Whippet könnte man das sicher nicht machen.

    Doch. Im Whippet fließt Terrierblut. Je nach Linie sind die recht hart im Nehmen.

    Großartig!
    Ich finde Angst mutwillig als Trainingsmittel einzusetzen so übel, nicht wirklich besser als Schmerz, dass ich grad ganz gerührt bin, wie ernst das in Österreich genommen wird!

    Nunja, ich setze Wurfgegenstände durchaus als Erziehungsmittel bei Jin ein. Gegen Kette/Wurfdiscs habe ich sie halt früh desensibilisiert, da ich eben miterlebt habe, was für Folgen das haben kann, wenn es von einem anderen Menschen falsch eingesetzt wird.

    Mein Hund wird durch Wurfgegenstände auch nicht verängstigt. Würde er auch nicht, würde ich eine Kette/Trainingsdiscs nehmen. Man muss sie halt richtig anwenden (und natürlich nicht bei auf Strafe/Geräusche sehr sensibel reagierende Hunde). Bei mir kommt immer erst ein Abbruchsignal und wird das ignoriert, folgt halt eine Sanktion - das ist situativ ganz verschieden, kann von einem bösen Blick, einem Brüller, einem vehement bis böse zustapfenden Frauchen bis eben zu einer geworfenen Leine (oder was ich sonst in der Hand habe) gehen.

    Und bevor einer fragt: ja, Jin kannte auch einen positiv aufgebauten Abbruch (Geschirrgriff). Offensichtlich bin ich zu blöd, diesen richtig zu timen, jedenfalls war das Ergebnis schließlich (nach zweimaliger (!) Verwendung), dass sie den Abbruch absichtlich provozierte um an die Belohnung (Frisbee) zu kommen. Und auch jetzt noch, 3 Jahre später fällt sie in ganz seltenen Situationen (wenn sie sehr überreizt ist) in dieses Verhalten zurück.
    Finde ich übrigens auch sehr bemerkenswert, da einem ja jeder (überzeugte Positivler) erzählt, man könne mit dem Geschirrgriff nichts falsch machen.