Beiträge von l'eau

    jetzt wurde weiter schön verbreitet, dass gewürztes Essen für Hunde giftig sei. Wobei ich die Begründung mit den Gräten und Knochensplittern noch witziger fand - das isst Mensch ja (hoffentlich) auch nicht und daher ist "normales" Essen ja nun echt kein Problem.

    Dass vor Zimt gewarnt wird, find ich auch immer wieder interessant: in meiner gesamten Internetrecherche habe ich nur gefunden, dass Zimt krebserregend sein kann - was es dann aber auch für den Menschen wäre.

    Die Warnung vor Schokolade war zwar richtig und wichtig, aber ich finde, man hätte da auch was zur Dosierung sagen sollen - nicht, dass demnächst reihenweise die Leute mit Labradoren/Schäferhunden o.ä. beim TA stehen, weil der Hund 1 Dominostein gefressen hat...

    Weiß jemand, ob die Warnung vor Zitronat berechtigt ist? Hatte ich bisher noch nie gehört und mich auch etwas gewundert, dass Orangat nicht genannt wurde.
    Da ich beide Sachen eh nicht vertrage, ist die Gefahr, dass Jin sowas erwischt relativ gering, aber es würde mich interessieren.

    Wann belohne ich am besten.

    NIEMALS direkt wenn der Hund locker lässt - du baust sonst eine "schöne" Verhaltenskette auf |)

    Wenn der Hund hingegen sich vor Leinenende selbst zurück nimmt, dann belohn ich das schon - das Verhalten möchte ich ja. Oder auch sonst, wenn er ein paar Schritte brav neben mir läuft.

    Allerdings belohne ich Leinenführigkeit idR nicht sehr hochwertig, damit der Hund nicht aufdreht - es soll ja etwas ruhiges sein. Daher gibt's meist nur verbales Lob.
    Aber ich versuche Jin nur dann abzuleinen, wenn die Leine locker ist (außer beim Coursing, da könnt ich warten bis ich schwarz werde xD ).

    Jins und meine Leinenführigkeit ist auch nicht die beste, Jin darf an der Leine eigentlich alles machen außer (stark) ziehen. Wenn sie sich nicht benimmt, nehm ich die Leine entweder so kurz, dass sie neben mir laufen muss oder schicke sie hinter mich.

    Was auch manchmal in ganz schlimmen Phasen geholfen hat (aber einem unheimlich auf die Nerven geht): nur gaaaaanz langsam laufen - so kann man bei Zug schneller Stoppen, wodurch der Hund schneller eine Rückmeldung bekommt und durch das langsame Gehen ist er eh konzentrierter.

    Leinenführigkeit nur in "langweiligen" Gegenden trainieren - findet der Hund grad alles super-spannend, hat das eh keinen Sinn und man frustriert sich und den Hund nur.

    irgendwas sieht springt er trotzdem rein.

    na, das ist mMn etwas anderes - wenn ein Kaninchen rumhoppelt, dann denkt Jin auch nicht mehr dran, dass rennen und reinknallen verboten ist und ich erwarte es dann auch nicht von ihr. Allerdings drücke ich dann auch sofort bei Sichtung den Stoppknopf, so dass sie möglichst wenig bis gar keinen Anlauf hat.


    Aber es ist natürlich für Hunde, die viel Zeit an der Flexi verbringen, deutlich schwerer "brav" zu bleiben als für einen Hund wie Jin, die nur in meiner Mittagspause für 15 bis 20 Minuten an der Flexi hängt. Beim richtigen Gassi läuft sie entweder frei oder an der 3m-Leine - eine Flexi wäre da zu anstrengend und ggf. gefährlich.


    Mit Schleppleine kommen wir irgenwie gar nicht klar

    würde auch nichts am Reinknall-Problem ändern - im Gegenteil, derweil du bei einer Flexi jederzeit den Stoppknopf drücken kannst, hat man bei einer Schleppleine im Fall des Falles nicht die Zeit sie auf- oder entsprechend kürzer zu nehmen. Also beim Worst-Case: Hund befindet sich am anderen Ende der Leine hinter einem. Vor einem taucht Wild/anderer Hund/etc. auf und der Hund rennt an einem vorbei - mit einer Flexi kann man den Hund nun stoppen, wenn die Leine am kürzesten ist (also der Hund sich neben einem befindet). Bei einer Schlepp hat er nun die doppelte Leinenlänge bis er ins Ende knallt...

    Danke für euren Zuspruch!


    Aber wenn er mit Absicht rein brettert macht mich das einfach wahnsinnig.

    Bei mir gibt's an der Flexi die Regel, dass Jin maximal traben darf, sobald sie galoppiert (und selbst wenn das nur ganz langsam, kaum schneller als Trab ist) korrigiere ich sie ("laaaangsam" oder "a ah!" (Abbruchsignal), bei letzterem brems ich Jin mit dem Stoppknopf aus, wenn sie nicht reagiert).
    Trotzdem fand Jin es dann mal lustig mit Speed ins Ende zu brettern. Gab einen Anschiss. Kurz darauf wollte sie es nochmal probieren (keine Ahnung, was an dem Tag los war) und da hab ich sie noch während des Anlaufs am Schlawittel gepackt und zusammengefaltet - seitdem ist das Thema durch. Wäre das Reinbrettern trotzdem wieder vorgekommen, hätte ich die Flexi eingemottet - dann wäre mir persönlich die Nutzung zu gefährlich gewesen.

    das Problem ist: derweil wir allein unterwegs sind (oder mit Bekannten) wird alles wie immer sein - aber sobald ein Fremdhund am Horizont auftaucht :verzweifelt:

    Ich hatte das ja schonmal, damals hat der Fremdhund Jin aber nicht halb soweit gehetzt (und dem Besitzer war deutlich anzumerken, wie leid ihm das tat!). Trotzdem ist mir Jin dann am Tag drauf im Wald schon allein bei Fremdhundesichtung weggelaufen :verzweifelt:

    ich hab meinen Hund heute im Stich gelassen :(

    Freitags mach ich öfters früher Feierabend, damit Jin mit einem Tobekumpel zusammen 'ne Runde drehen kann. So auch heute. Alles war super. Bis wir einen kleinen Hang hoch kamen: dort waren mehrere Fremdhunde, Jin fand das doof und blieb etwas zurück. Normalerweise schau ich bei so Situationen, dass ich Jin anleine und ggf. ausweiche. Tja, nachdem der Besitzer vom Gassikumpel immer sehr entspannt ist und meint, ich solle Jin laufen lassen, die meisten Fremdhunde dich bei ihren Besitzern und z.T. angeleint waren, dacht ich mir, dass Jin uns ja im Bogen nachkommen kann und bin so weiter. Großer Fehler. Ein Aussi geht auf Jin zu, Jin weicht zurück und im nächsten Moment hetzt der Aussi Jin. Die Besitzerin ruft halblebig den Namen des Hundes (natürlich ohne weiteres Kommando), den Aussi interessiert es nicht die Bohne. Er hetzt Jin mehrere 100m über's Feld, bis sie um eine Kurve verschwindet - hinter der Kurve liegt der Parkplatz und ca. 20m weiter ist die Straße :dead: Zum Glück hat der Aussi aber kurz vor der Kurve abgelassen. Mein Bekannter und ich sind dann hinter Jin her. Die ist leider nicht auf den Parkplatz, weil da grad eine andere Frau ihre Hunde ausgeladen hat. Als wir an der Straße ankamen war auf der anderen Seite schon eine aufgeregte Frau, die uns dann die Richtung nennen konnte, in die Jin gelaufen ist - sie ist tatsächlich im Vollspeed über die (nicht gerade wenig befahrende) Straße gerannt :shocked:
    In dem Moment haben wir Jin dann schon ein Stück die Straße runter gesehen - Mitten auf der linken Fahrbahn stehend :shocked: Ein Autofahrer ist mit Warnblinker stehen geblieben - für die hinter ihm befindlichen Autofahrer natürlich kein Grund stehen zu bleiben, sie haben einfach überholt! Zum Glück war der Autofahrer ausgestiegen und hat beim Versuch Jin zu fangen sie zurück auf den Gehweg getrieben. Dann war ich schon da und konnte Jin in die Arme schließen. Ihr ist - außer einem Schrecken - nichts passiert. Wir hatten so ein Glück!

    Mein Bekannter hat mich dann dazu überzeugt den Spaziergang fortzusetzen, so dass Jin sich den Schreck etwas ablaufen konnte. Da zwischendurch heftiger Regen eingesetzt hatte, waren wir dann auch fast alleine unterwegs.
    Die Dame vom Parkplatz haben wir nochmal getroffen, sie hat ihre Hunde sofort angeleint als sie uns erkannt hat (Jin hatte ich schon deutlich vorher angeleint, sonst wäre sie wieder weg gewesen), die hat sich sehr gefreut, dass wir Jin wieder hatten und später haben wir noch eine Hundehalterin getroffen, die wir auch schon kannten und da konnte Jin dann nach kurzer Zeit frei laufen und ist dann auch merklich aufgetaut.

    Ich bin unglaublich wütend auf mich: hätte ich Jin nicht allein gelassen, so hätte ich ihr die Panik und uns den ganzen Stress erspart. Jetzt wird Jin bei Fremdhunden wieder richtig Angst haben - und ich kann es so gut nachvollziehen!
    Ab sofort werd ich sie auf jedenfall IMMER bei Fremdhundebegegnungen - egal wie weit der fremde Hund weg ist - anleinen und wenn möglich ausweichen...

    Gibt es da Tricks?
    Ich versuche Foxi schon seit geraumer Zeit das sitzen/stehen auf den Hinterbeinen beizubringen, aber sie findet die Balance nicht... Sie muss sich immer abstützen.
    Dadurch das sie so wackelig ist, macht sie es auch seeehr ungern.

    ich hab es so gemacht, dass ich Jin ins Sitz geschickt habe und dann mit einem Leckerchen an der Nase hochgezogen habe - immer nur soweit, wie sie es halten konnte - und sofort bestätigt. Dann erstmal die "Höhe" etwas festigen und dann langsam weiter hoch tasten.

    Abstützen hab ich immer unterbunden - durch das Stützen werden die Muskeln ja gar nicht dementsprechend genutzt und man muss die Stütze auch wieder abbauen.

    Mein Dackelrüde hatte damals seinen Bandscheibenvorfall weil er dem Wasserstrahl aus dem Schlauch senkrecht nach oben hinterhergesprungen ist (er war dabei keine 20cm mit den Hinterbeinen über dem Boden) und dann senkrecht auf seinen Hinterbeinen gelandet ist. Den hat es da quasi stark gestaucht.

    das dürfte mMn aber eher ein Problem fehlender Bemuskelung, fehlenden Trainings und/oder tatsächlich einfach blöd gelaufen sein.

    Ich lasse Jin absichtlich Tricks ausführen, bei denen sie senkrecht sitzt/steht - eben um die Muskulatur des Rückens zu stärken. Denn egal wie viel der Hund rum flitzt, viele Muskeln werden doch nur unzureichend in Anspruch genommen - daher machen menschliche (Leistungs-)Sportler oft viele verschiedene Übungen, die auf dem ersten Blick nicht unbedingt etwas mit ihrem Sport zu tun haben.

    Sprünge, wie sie dein Dackel ausgeführt hat, passieren Jin beim Spiel mit der Frisbee öfters - ich versuche sie zu vermeiden (indem ich die Frisbee in der Regel möglichst flach werfe), da ich weiß, dass diese Art von Sprüngen zu Problemen führen kann, wenn sie falsch ausgeführt werden, z.B. wenn der Hund sich verkalkuliert und die Frisbee sich dann (leicht) hinter ihm befindet und er daher nach hinten greift.


    Alerdings gibt es auch Rassen, denen die Senkrechte deutlich leichter fällt: z.B. die Chinesischen Schopfhunde meiner Schwester stehen/sitzen/gehen alle von alleine senkrecht, um zu betteln oder besser zu sehen - das haben wir ihnen nie explizit beigebracht. Das machen die einfach.
    Jin hingegen musste ich die senkrechte Körperhaltung ganz kleinschrittig beibringen, weil anfangs die Muskeln gefehlt haben um diese Position auch nur kurz zu halten.