Beiträge von l'eau

    ja, das Hauptaugenmerk der Sendung lag auf dem Tierschutz - nicht auf dem Galgo als Rasse, seinem (tatsächlichen) Charakter, seinen Bedürfnissen...

    Aber eine so umfassende Dokumentation wäre in der Zeitspanne auch nicht möglich gewesen und so hat man sich den Aspekt herausgepickt, der die meisten Zuschauer vor dem Fernseher am meisten emotional fesselt

    ist das ironisch gemeint? Ich fand das Argument sehr schlüssig, dass es die Auslandshunde eh schon schwer genug haben, sich hier an das Leben als Familienhund zu gewöhnen und darum nur möglichst unkomplizierte Exemplare auf die Reise geschickt werden...


    nunja, am Anfang wird es so dargestellt, als seien alle Galgos total tolle Hunde, die
    egal was sie schlimmes erlebt haben, total menschenfreundlich wären.

    Und am Ende sieht man - was ja nur natürlich ist! - das dem eben nicht so ist

    nunja, es wird nicht ohne Grund so geschnitten/so aufgezogen worden sein - man hätte ja auch in Spanien anfangen und schließlich die Ankunft in Deutschland zeigen können und nicht andersrum.


    Aber so, wie es dargestellt wird, haben die beiden Damen da schon meinen Respekt! Sie gehen unheimlich respektvoll mit der spanischen Kultur/den Menschen um - obwohl das (natürlich) absolut ihrer Kultur/ihrer Vorstellung von Hundehaltung widerstrebt!

    die Hunde HABEN dort ein gutes Leben! Sie dürfen das machen, was ihre Leidenschaft ist!

    Aber sie sind dort Nutztiere. Und das führt dann eben zur Abgabe - der Galguero ansich kann nichts für die Praktiken der dortigen Tötungsstationen, es gibt in Spanien nunmal keine "normalen" Tierheime.

    Und ja, das finde ich auch schlecht. Aber ich maße es mir nicht an, eine andere Kultur derart zu verurteilen. Und schon dreimal nicht, da mir durchaus bewusst ist, dass in unserer Kultur Nutztiere, die keine Leistung mehr bringen deutlich weniger Chancen auf ein neues Zuhause haben, als die Galgos in Spanien.
    Abgesehen von Legehennen, die doch ganz gern mal gerettet werden, landet in Deutschland jedes andere Nutztier sofort beim Schlachter, wenn es keine Leistung mehr bringt.
    Pferde haben auch bessere Chancen nicht beim Schlachter/Abdecker zu landen, sind aber in unserer Kultur eher ein Zwischending zwischen Nutz- und Haustier.


    Leider ist die "Rettung" für viele Galgos auch nur eine scheinbare Rettung - zu oft sehe ich dick bis hoffnungslos fett gefütterte Galgos, Galgos mit zu langen bis viel zu langen bis extrem zu langen Krallen. Viele Galgos dürfen in Deutschland nie wieder frei laufen - der Jagdtrieb ist zu stark...

    dass die Galgos so freundlich Menschen gegenüber sind, hängt natürlich nicht nur an der Rasse! Die meisten werden durchaus gut behandelt - vielleicht nicht auf dem Sofa, aber beileibe nicht jeder Galguerro prügelt seine Hunde.

    Und auch die Welpen (sofern gewollt) werden nicht schlecht aufgezogen - schließlich sollen aus ihnen mal Jäger werden und das geht nicht mit einem Hund, der schlecht aufgezogen wurde. Irgendwie muss man dem Hund ja das erjagte Wild auch wieder abnehmen.

    Hm, nach den ersten Minuten: es wird einfach mal komplett vergessen, dass ein Galgo in Spanien ein Nutz- und kein Haustier ist.
    Viel anders gehen wir hier im "tollen" Deutschland mit unseren Nutztieren auch nicht um :ka:


    Ich hoffe allerdings, dass vielleicht doch nicht alle Galguerros über einen Kamm geschoren werden - es gibt auch viele, die ihre Hunde schon haustierähnlicher halten...

    ah, ok.

    Aber gut, die Aufnahme von "großen Mengen" Zimt ist ja nun mit Plätzchen usw. nicht wirklich gegeben - und vermutlich wäre es für den Menschen genauso gefährlich wie für den Hund.

    wenn ich flotten Schrittes Richtung Ziel B laufe, ändert das aber am Ziehen meines Hundes nichts, außer, dass ich alle naslang stehen bleiben muss, da der Hund in der Leine hängt. Wenn ich nun stehen bleibe und warte bis der Hund die Spannung von der Leine nimmt/zu mir zurück kommt und dann im flotten Schritt weiter gehe, wird es eher hibbelig/stressig.

    Jin und mir hat es beim Erlernen der Leinenführigkeit tatsächlich sehr geholfen richtig langsam zu gehen - also nicht zu schlendern, sondern zu schleichen (so, dass man vermutlich auch von älteren Damen mit Gehwagen überholt wird). Das geht natürlich nicht über hunderte Meter. Aber es hilft zwischendurch die Achtsamkeit des Hundes auf sich zu erhöhen. Da ich aus dem Schleichtempo heraus auch deutlich abrupter Stoppen kann als aus dem schnellen Schritt (oder auch meinem normalen Tempo) kommt auch die Rückmeldung für beginnenden Zug beim Hund direkter an.


    Edit: wo habe ich geschrieben, dass Langsamgehen ein Allheilmittel sei?