Beiträge von l'eau

    Wenn man der Idee von diesem Buch folgt, dann sind wir Menschen da wo wir sind, weil wir in der Lange sind sehr lange zu laufen. Also Tiere so lange zu verfolgen, bis sie nicht mehr weiter laufen können. Und das dauert meistens so zwischen 3 und 5 Stunden, so die Aussage in diesem Buch.

    ja, diese Art der Jagd habe ich mal in einer Doku gesehen - sehr faszinierend! Leider wird das aber auch von Naturvölkern kaum noch praktiziert, weil auch viele Naturvölker nicht mehr so leben (müssen/können) wie früher.


    Nach einer laaaangen Laufpause bin ich jetzt auch mal wieder hier. Anfang Mai hat Jin ihr erstes Coursing dieses Jahr, das hat mir nun endlich die nötige Motivation verpasst, wieder mit dem Laufen anzufangen.
    Heute also das erste Mal seit irgendwann im Sommer. Da wir umgezogen sind, auch neue Laufstrecke: komplett auf einer Wiese, keine Steigungen, überwiegend Naturboden. Dafür nur 2,5km Länge. Das werde ich das nächste Mal ändern und direkt von daheim aus loslaufen - hat zwar den Nachteil, dass Jin und ich komplett durch's Dorf müssen und dann wohl knapp die Hälfte der Strecke auf Asphalt sein wird, aber immerhin haben wir mehr Strecke. Und auf dem Hinweg zieht Jin ohnehin nicht.
    Allerdings bin ich echt überrascht: ich konnte die komplette Strecke durchlaufen, brauchte keine Gehpausen - damit hat ich echt nicht gerechnet. Auf dem Hinweg hatte ich ein Tempo von ca. 8:07 min/km; auf dem Rückweg, als Jin dann ordentlich mitgearbeitet hat 5:23 min/km!
    Und Jin war beim Ziehen auch sehr brav und hat gut auf mich geachtet - aufgrund der Bodenverhältnisse (gefrorener Schnee, stellenweise Eis) musste ich manchmal abbremsen, was sie immer problemlos mitmachte. Und sie wählte den Weg auch so, dass wir möglichst nicht über Eisplatten liefen. Das war echt richtig zusammen laufen :herzen1:
    Wohlweislich hatte ich aber auch nicht meine (nahezu profillosen) Barfußschuhe an sondern meine Treckingschuhe, die auch extra Anti-Rutsch-Stopper haben. So bin ich sehr sicher gelaufen.

    Ich hab überlegt, morgen gleich wieder zu laufen - durch die Beiträge grad, bin ich mir nun aber nicht so sicher, ob das so gut für Jins und meine Muskeln wäre. Vielleicht verschieb ich die nächste Runde doch besser auf Freitag...

    Wobei Hunde ja kleinere Beute häufig am Hals packen und tot schütteln. Wird da dann also zwischen groß/klein differenziert?

    Ich glaube, es ging dabei nur um größere Beutetiere - es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Als ich das mit dem Kehlbiss las, kam mir nur die Erinnerung an die Erklärung in dem Buch.

    Ich glaube, als Erklärung, warum Katzen erst Töten und dann fressen, Hundeartige aber sofort mit dem Fressen anfangen, stand dort, dass es daran liegt, dass Katzen langsame Fresser sind, derweil Hundeartige Schlingfresser sind.

    jap - einziger Nachteil: ich hock den ganzen Tag in der Arbeit und kann so das neue Licht nur abends genießen.

    Hab dann gestern auch gleich mal entdeckt, dass ich zu blöd zur Einstellung von Zeitschaltuhren bin; so ging das kleine Licht vor den großen aus - hab das dann gleich mal korrigiert.
    Ich hoffe, frühs geht es auch richtig rum an - allerdings bin ich immer schon arbeiten bevor das Licht an geht, daher kann ich das erst am Wochenende beurteilen.

    Jedenfalls gibt's bald neue Fotos von den Bewohnern! Allerdings muss ich erst noch ein paar Bilder vom Nackt- und Windhundegassi letzten Sonntag bearbeiten...

    Gibt es beim Wolf eigentlich nicht sowas wie einen Kehlbiss, der die Beute tötet?

    Ich hab ein ziemlich altes Buch "Unschuldige Mörder" von Jane Goodall und Hugo van Lawick.
    Darin steht, dass hundeartige idR keinen Kehlbiss machen, sondern ihre Beute in der Bauchregion aufreißen.
    Katzen wie Löwen, Geparden etc. hingegen machen idR einen Kehlbiss und fressen erst, wenn die Beute tot ist.

    heute sind die neuen Lampen angekommen - und ich hab sie natürlich direkt angebracht. Geworden sind es nun zwei 39W-T5-HO-Röhren (natürlich mit UVB). Und dazu natürlich die beiden alter Strahler.

    So sah es vorher aus:

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    und so sieht es jetzt aus:

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    Der Unterschied ist in echt noch größer! Ich bin total begeistert!
    Ein wenig wärmer dürfte die Lichtfarbe für meinen Geschmack sein - aber ich befürchte, dass es das nicht gibt...

    Einen Strahler hab ich in eine Zeitschaltuhr, die restlichen Lampen zusammen in eine andere Zeitschaltuhr. Den einzelnen Strahler lass ich etwas früher an und etwas später aus gehen - so wird es bei den Vögeln nicht plötzlich hell/dunkel. Gerade plötzliches Dunkelwerden kann die Vögelchen ja schon mal erschrecken und für unnötige Aufregung sorgen.


    Jedenfalls nochmal meinen Dank für eure Vorschläge, Ideen und euer Wissen!

    das "Strichlein" befindet sich auf der Taste mit dem Raute-Symbol :D


    Ich schätze, beim Hetzen wäre der Hund zielgerichtet hinter fliehendem Wild her. In meinem Fall war kein Wild sichtbar und der Hund stöberte "ziellos" durch den Wald.

    Ok, ich find es relativ interessant, dass Drückjagden auch in der Schonzeit der Rehe gemacht werden - die Rehe werden dadurch doch genauso gestresst? Oder merken die, dass sie nicht "dran" sind? Bzw. bezieht sich Schonzeit wohl eher darauf, dass sie nicht geschossen werden dürfen als darauf, ob sie Stress ausgesetzt werden dürfen - für "Normalmenschen" ist das alles ja erstmal schwieriger zu verstehen.

    Nur blöd, dass dann bei uns offensichtlich nicht vor Jagden gewarnt wird - im Wald waren jedenfalls keine Hinweise (wenn man davon absieht, dass Reifenspuren im Schnee waren) und ich habe auch beim Googeln im Nachhinein nichts gefunden... Naja, wenn ich den Jäger das nächste Mal treff, dann sprech ich ihn mal drauf an.

    ich kenne keine nicht-bellenden Whippets.

    Beim Windhundesport heißt es immer, dass man zwei Rassen hört, wenn sie dran sind: die Afghanen und die Whippets.

    Daheim schlägt Jin an wenn es klingelt und randaliert schonmal am Gartenzaun - wobei wir letzteres trainieren (wir haben erst seit diesem Sommer einen Garten) und ich ganz guter Dinge bin, dass das wir das Thema ziemlich weg bekommen.

    Im Büro schlägt Jin gar nicht an - meine Kollegen und Vorgesetzten glauben alle, Jin könnte gar nicht bellen :lol:


    Jin ist schon mal ohne mich im Garten, unser Garten ist relativ sicher eingezäunt (zur Straße 1,80m, zu den Nachbarn 1,20m). Natürlich könnte Jin den Zaun zu den Nachbarn problemlos überwinden - allerdings greift ab einer gewissen Zaunhöhe auch ein psychologischer Effekt, so dass Jin das von sichaus eher nicht macht. Bzw. einmal ist sie über einen ähnlich hohen Zaun gesprungen: wir waren die Pallid Dragon Whippets besuchen und wurden im Hof direkt vom ganzen Rudel begrüßt, das war Jin zu viel und nachdem meine Schwester gerade ins Auto stieg um es umzuparken ist sie über das Tor gesprungen und ebenfalls ins Auto eingestiegen |)
    Aber ansonsten hat sie es noch nie versucht. Auch nicht, wenn ich sie bei meinem Onkel alleine lasse. Und auch Katzen oder Nachbars Schildkröten reichen nicht dazu aus, dass sie über den Zaun geht. Nachbars Katze wird ja eh grundsätzlich über den Zaun gescheucht (was aber wie schonmal erwähnt bei Jin eindeutig Revier- und kein Jagdverhalten ist). Dicht am Zaun vorbei rennendes Wildwären u.U. ein Reiz, der Jin über den Zaun locken würde - die Wahrscheinlichkeit, dass hier Wild auftaucht liegt aber sicherlich weit unter 1%.
    Hätten unsere Nachbarn anstatt freilaufenden Schildkröten Kaninchen oder Meerschweinchen, würde ich tatsächlich erstmal mit Jin explizit trainieren - auf die Schildkröten hat sie beim ersten Anblick zwar mit Interesse reagiert, aber ohne Jagdtrieb. In Tierparks zeigt Jin bei Kaninchen oder Meerschweinchen aber schon etwas mehr als reines Interesse.

    Mit Hühnern ist Jin übrigens auch relativ problemlos. Als Welpe hat sie zwar (noch bei der Züchterin) mit ihren Geschwistern zusammen versehentlich ein Huhn getötet, aber das hatte keine große Auswirkungen auf "unsere" Hühner. Bei meinem Onkel hab ich nämlich zusammen mit ihm Hühner. Anfangs durfte Jin nur mit der Leine mit in den Garten oder musste im Hof bleiben. Mittlerweile kann sie (unter Aufsicht) frei zwischen den Hühnern rum laufen - und das, obwohl ich dort nur alle paar Wochenenden bin und mich nur bei angenehmen Wetter lang genug bei den Hühnern aufhalte, dass sich ein Mitnehmen von Jin lohnt.
    Ich bin mir sicher, wären es tatsächlich unsere eigenen Hühner, die Jin täglich sieht, könnte sie sogar ohne Aufsicht mit ihnen rumlaufen. Bei den Pallid Dragon Whippets gibt (bzw. gab, sie sind umgezogen und ich weiß nicht, ob sie jetzt noch Hühner haben) es auch Hühner, frei herum laufend. Auch absolut problemlos.


    Ich glaube ja, das in manchen Punkten der Whippet (bzw. Windhunde allgemein) gerne schwieriger dargestellt werden als sie es tatsächlich sind. Leider herrscht noch oft das Vorurteil, dass Windhunde nichts lernen können.
    Letzte Woche war ich bei einer Hundewanderung und Jin lief sehr viel frei - wofür ich unglaublich viel Bewunderung erhielt. Die Leute (Hundehalter!) waren total überrascht, dass ein Windhund gehorchen kann.
    Nunja, jedenfalls für den Whippet finde ich es eher überraschend, wenn nicht.

    Auch Windhunde sind nur Hunde, die als solche natürlich gerne mit ihrem Menschen zusammen arbeiten - die einen mehr, die anderen weniger; die einen brauchen mehr Motivation, die anderen bringen von sich aus schon gut Motivation mit.
    Die Kooperationsbereitschaft hört nur grundsätzlich dann auf, wenn ein stark genuger Jagdreiz auftaucht - bei dem einen Windhund mag das schon der Hauch eines Wildgeruchs sein, beim anderen ist es (erst) der Anblick von Wild.

    also, ich kenne 3 Whippet-Züchter persönlich, 2 davon haben Katzen (True Type, wo Jin her ist (da kommt der Wurf dieses Jahr aber wohl nicht vor Herbst, da Jins Schwester immer recht spät läufig wird, eigentlich bevorzugt Claudia Würfe im Frühjahr) und Pallid Dragon).

    Auf den Homepages der Züchter sieht man das aber nicht unbedingt. Manche Züchter haben auch gar keine Homepage (mehr) oder pflegen diese nur (noch) rudimentär, so dass man mehr Infos auf Facebook bekommt.


    Ich persönlich bevorzuge Whippets, die auf Show und Leistung gezogen sind. Von reinen Show-Whippets hab ich nun schon recht oft gehört, dass die relativ ungefiltert Jagen (auch fliegende Vögel am Himmel oder gar Autos), von reinen Renn-Whippets hört man gelegentlich, dass die Geländetauglichkeit eingeschränkt ist. Das sind so die Hauptpunkte, ab von optischen Vorlieben. Wobei es natürlich auf jeder Seite sicher auch "gute" Züchter/Hunde gibt!
    Die Finger auf jeden Fall weglassen würde ich von Zuchten, die damit werben nicht-jagende Whippets zu züchten - zum einen ist das absolut am Wesen der Rasse vorbei, zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie das Versprechen nicht halten relativ hoch (ich hab schon mehrere Hunde aus solchen Zuchten getroffen - alle hatten sie ordentlich Jagdtrieb, einer war bei seinem ersten (!) Coursingtraining praktisch nicht mehr vom Hasen zu trennen).


    Bestimmte Erziehungs-Tricks habe ich mit meinem Whippet nicht gemacht. Von Anfang viel Wert auf den Rückruf gelegt, ein bisschen (dem Alter des Hundes angepasste) Impulskontrolle - also eigentlich nichts, was man mit einem Hund einer anderen Rasse nicht auch machen würde.
    Außer: mir war es besonders wichtig, dass mein Hund im Welpen-/Junghundealter auch in unwegsameren Gelände tobt. Im Welpen-/Junghundealter sind Whippets (natürlich) noch nicht so schnell, die Gelenke sind noch weicher, der Hund insgesamt weniger verletzungsanfällig. In diesem Alter zu lernen, damit umzugehen, wenn man beim Rennen plötzlich in ein Loch tritt, Bäumen auszuweichen etc. ist mMn sehr wichtig um einen auch im Erwachsenenalter trittsicheren Hund, der sich auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht so schnell verletzt, zu erhalten.

    ich kann Lisa sehr gut verstehen: das Problem ist da halt, dass man nicht ausweichen kann, weil auf der anderen Seite vom Weg Feld ist - sonst könnte man ja einfach im Bogen drum rum laufen und so nach und nach testen, wie weit man tatsächlich vom Zaun entfernt sein muss.

    Der Weg selber ist eben auch direkt am Zaun - da gibt es keine Pufferzone wie bei dir. Wobei mir beim ersten Mal bei dir auch etwas mulmig war :tropf: Ohne mein Vertrauen in dich, wär ich net so ruhig an der Fläche vorbei.
    Ich erinner mich noch gut, ich lief auf die Fläche zu, die Rinder und Hunde bei dir oben. Als ich dann parallel zur Fläche war (ihr damit seitlich, leicht hinter mir), hörte ich donnerndes Galoppieren aus eurer Richtung und dachte überrascht, die Rinder kommen mit den Hunden runter gesaust - es waren aber tatsächlich nur die beiden Mc's :shocked: