Beiträge von l'eau

    ich krätsch hier mal mit einer Frage rein:

    Nachdem wir neulich in unserem Verein ein paar alte Geräte(teile) abgreifen konnten, hab ich auch noch einen Slalom bestellt, damit wir ein bisschen was auch daheim trainieren können.

    Im Verein trainieren wir den Slalom mit Bögen. Bögen hab ich (und werde ich) aber keine (aufgrund des Preises) bestellt.

    Bei einem Seminar wurde uns gezeigt, wie man den Slalom mit "Toren" trainieren kann.

    Macht es jetzt Sinn, den Slalom daheim über diese Tor-Methode zu trainieren oder würde das die Hunde nur verwirren?

    Finde da auch en Vergleich zur Biomechanik bei Pferden interessant: da sind nur die ausgesprochenen Sprinter sehr steil gewinkelt, schon bei den (eigentlich immer noch sehr kurzen) Mittelstrecken im Rennsport überwiegen sehr gut gewinkelte Pferde.

    Das finde ich wirklich interessant:

    Whippets sind DIE Sprinter unter den Windhunden - und gut gewinkelt.

    Ad hock fällt mit als schlecht gewinkelte Windhundrasse der Azawakh ein, da weiß ich grade aber nicht, ob das Sprinter oder Langstreckenläufer sind :???: Sloughis sind mWn auch eher steil. Muss ich heute Abend mal mein Windhundebuch rauskramen und nachschauen.

    Afghanen sind Langstreckenläufer und auch eher gut gewinkelt.

    Greyhounds sind wieder eher Sprinter und mWn gut gewinkelt.

    Aber ich finde Whippets gar nicht so biegsam, haha! Also auch nicht steif, aber im Vergleich zu vielen Hütis deutlich weniger flexibel im Körper (bezogen jetzt auf die Längsbiegung/ seitliche Biegung).

    ah, ok, die seitliche Biegung kann ich schlecht beurteilen, da fehlt mir der Vergleich. Ich meinte die "senkrechte" Biegung - ich kenn kaum eine andere Rasse, die sich im Galopp derart "zusammen rollt".

    Ansich ist der Whippet ja sehr wendig - aber ich weiß nun nicht, ob die Wendigkeit so sehr mit der seitlichen Biegsamkeit zusammen hängt.

    Wow :shocked: vielen Dank! Das ist unglaublich ausführlich und super verständlich! Danke schön :bussi:

    Und Danke für das tolle Lob, ich reiche es Jin weiter :herzen1:


    Wie schafft ihr das denn, dass Eure Hunde so still stehen :ugly:

    Da ich zu blöd bin, Jin ein Steh auf Kommando beizubringen, ist das eine Mischung aus Glück und Timing |)

    Was immer recht gut hilft: Jin auf einen Baumstamm, Balken, eine Bank oder (wie in diesem Fall) Mauer zu stellen. Dann positionier ich sie und sag "Bleib", (korrigiere die Position, sage "Bleib",) begebe mich schnell (und Gebete murmelnd) in Fotoposition (geh zurück, korrigiere die Position usw.) und knipse. Wenn Jin was halbwegs interessantes sieht/die Umgebung scannt, steigen die Chancen, dass sie stehen bleibt - daher schaut sie auch auf dem Foto nicht perfekt gerade aus sondern seitlich weg :pfeif:

    Idealerweise sollte die Lende 1/3 und die Länge des Brustkorbs 2/3 betragen. Eine lange Lende soll die Beweglichkeit einschränken und die Biegung erschweren. Ich persönlich teile diese Einschätzung aus eigenen Erfahrungen nur bedingt, ich kenne einfach sehr viele LZ-Hunde mit langen Lenden, die sich wirklich sehr gut biegen.

    :???: ich glaube, Whippets haben auch eine eher lange Lende, oder? Und biegsamer als ein Whippet geht kaum :ka:

    Magst du Jin auch mal so bewerten? :sweet: Das finde ich sehr interessant!

    Danke dir. Bei der Wespe war ich mir nicht sicher, ob das ein anderes Flügeltier ist, was eine Wespe "antäuscht" :D

    Die war so arg schlank.

    Ist eigentlich ganz einfach: Hautflügler (Wespen, Bienen, Hummeln, Ameisen) haben immer 2 Flügelpaare, (Schweb-)Fliegen haben nur das vordere Flügelpaar, das hintere ist zu Schwingkölbchen umgebildet =)

    kann es sein, dass die Winkelung der Hinterhand mit der Rutenhaltung verbunden ist? Ist mir vorhin schon aufgefallen: hoch getragene Ruten scheinen mit einer steileren Hinterhand einherzugehen, derweil tief getragene Ruten mit stärkerer Winkelung einhergehen.

    Jin hat - wie alle Whippets - eine recht stark gewinkelte Hinterhand. Sie verkörpert den kräftig-muskulösen "Bodybuilder" Typ des Whippets:

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    Mit Jin war ich nicht oft auf Ausstellungen und bin auch kein Ausstellungsmensch, daher kann ich sie nur schlecht bewerten.

    Was ich weiß: sie ist sehr maskulin, selbst einer ihrer Brüder wirkt neben ihr wie eine Hündin - zwischen ihren anderen Brüdern sieht man nicht, dass sie eine Hündin ist. Ich hab bisher nur einen Rüden kennen gelernt, der wirklich maskuliner als Jin wirkt |)

    Mit ca. 51cm Schulterhöhe ist Jin 4cm über Standard.

    Winkelungen sind mWn alle super, die Pfoten gut aufgeknöchert, wie es sein soll.

    Ihre kräftigen Oberschenkel sind mMn genau das, was der Standard verlangt.

    Lt. einem Richterbericht aus Welpenzeit fängt ihre Rückenwölbung etwas zu weit hinten an - wurde aber später nie wieder angesprochen. Wobei mMn der Rücken nicht weniger geschwungen sein sollte, die Bauchlinie könnte für mich ein wenig geschwungener sein - aber die doppelte S-Linie (s-förmiger Ober- und s-förmige Unterlinie) ist vorhanden, die Ausprägung dürfte Geschmacksache sein.

    Rutenansatz und -länge sind standardgemäß.

    Halslänge und -form passt.

    Typisches Rosenohr. Relativ ausgeprägter Stopp - da gibt es beim Whippet verschiedene Typen mit mehr oder weniger Stopp. Lt. Standard soll der Whippet einen "leichten Stopp" haben - was darunter gemeint ist, ist wohl wieder Auslegungssache.

    Aber ich bin wie gesagt kein Profi und vermutlich auch nicht ganz objektiv :ops:


    Edit: Jin ist aus einer Show+Leistungszucht (dafür gibt es beim Windhund extra den S+L-Titel), mMn leistungsbetont.

    Whippets sind für mich einfach der Inbegriff der "Anatomie" - man sieht einfach alles!

    ja, durch das fehlende Unterhautfett sind (gut trainierte) Whippets unglaublich plastisch - was man da alles an Muskeln sehen kann ist unglaublich. Ich liebe es, Jin "Hase" oder "mach dich groß" (auf den Hinterbeinen stehen) machen zu lassen, weil man da die tolle Rückenmuskulatur besonders gut bewundern kann.

    Wenn die doch nur charakterlich besser passen würden, haha!

    Nachdem meine Agi-Trainerin Jin neulich beim Training geführt hat, hat sie das gleiche gesagt - scheint als seid ihr Hütehundeleut euch einig :p

    Ich glaube auch, dass der Rutenansatz eher mit der Neigung und Länge der Kruppe zusammenhängt, statt ausschließlich mit der Hinterhandwinkelung. Wobei das schon stimmt, dass viele Terrier echt kurz und steil sind.

    Wobei sich die "Form" Kruppe doch auch wieder auf die Winkelung der Hinterhand auswirkt, oder?

    :denker: Vermutlich ist die Kruppe sowohl "schuld" an Rutenhaltung als auch Hinterhandwinkelung.