Ich finde schon, dass Podencos, Pharaonenhund & Co. auch etwas in diesem Thread verloren haben - wenn es zu sehr stört, kann man ja den Thread-Titel entsprechend erweitern.
Podencos, Pharaonenhund & Co. werden ja auch vom DWZRV betreut.
Und verglichen mit den "typischen" Rassen gibt es schon einige Gemeinsamkeiten zwischen diesen unterschiedlichen Gruppen - u.a. das solitäre Jagen. Zwar auf unterschiedlichen Arten, aber doch komplett selbstständig und praktisch ohne größere Ausbildung (abgesehen vom Apport in die Hand, was wohl teilweise trainiert wird) - das findet man bei vielen anderen Jagdhundrassen eher selten.
Oder auch, dass diese Hunde meist im Haus (auch dies ohne großartiges Training) total angenehme und recht unauffällige Zeitgenossen sind und draußen dann - spätestens bei entsprechendem Jagdreiz - eine ganz andere Seite zeigen.
Mit den Galgos hier übe ich seit Monaten "Flugleckerli finden" Sie schauen ihm nach und wissen dann nicht weiter. Grad der Große konnte das anfangs gar nicht. Als wär er nasenblind. Isser nicht, aber irgendwie ist riechen in seiner Wahrnehmungsskala weit hinten gereiht. Das musste der regelrecht lernen, dass man nicht nur mit Glotzen und Durchstarten an Ziele kommt.
Damit haben die Whippets, die ich kenne absolut gar keine Probleme. Alle nutzen ihre Nasen hervorragend. Jin hat mal - ohne irgendein Training in diese Richtung - meine Schwester über die Nase im Baumarkt wieder gefunden.
Eine Schwester und eine Halbschwester von Jin sind sogar Flächensuchhunde.
Der Galgo-Bub von GhAres sucht definitiv mit hoher Nase nach Wild, wenn man ihm im Freilauf zu sehr machen lässt.
Vielleicht ist es ein Unterschied, ob man relativ reizarm in den Weiten Spaniens oder bei einem guten Züchter im doch recht beengten Deutschland aufgewachsen ist?
@pinkelpinscher ich verstehe deinen Groll gegenüber TS-Galgo/Podenco-Halter, die keinerlei Ahnung haben.
Ich unterscheide definitiv extrem zwischen TS-Galgo und Galgo Español. Da wir bei uns im Verein eine Galgo Español-Züchterin haben, hab ich ein recht gutes Bild davon, wie ein Galgo Español aussieht - und die meisten TS-Galgos sehen eben nicht so aus und sie dann als (reinrassige) Galgos zu vermitteln, ohne dazu zu sagen, dass es Mischlinge sind, kann für den Hund (und den Halter) ziemlich blöd enden.
Ganz abgesehen davon, wie viele "gerettete" Hunde (unabhängig ob Podenco oder Windhund) schließlich als arme Mastschweine mit Krallen, dass jeder Grizzly neidisch guckt, enden 
Wobei das Krallenthema leider oft auch aktive Coursinghunde aus (deutscher) Zucht trifft - allerdings selten so extrem, wie ich es schon bei manchem "geretteten" Hund gesehen habe.
Auch die Fettleibigkeit ist kein alleiniges TS-Problem, wenn auch man fette Windhunde/Podencos bei Coursings eher selten sieht, so gibt es auch in einem "Nicht-Sportler-Zuhause" gelandete, hierzulande gezüchtete Hunde, die recht "gut beieinander" bis fett sind - wobei auch hier zutrifft, dass sie meist nicht so extrem sind, wie manch "geretteter" Hund. Und dann ist im Ausstellungswesen ja ohnehin gerade der Trend "Substanz" mit "Fett" zu verwechseln 
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch ganz tolle TS-Hundehalter, die ihre Windhunde/Podencos schlank, muskulös und mit ordentlichen Krallen halten und dann noch auf möglichst artgerechte Auslastung achten.
Und ich denke schon, dass Coursing eine gute Auslastung auch für Podenco & Co. ist - aber bei diesen kann man sich u.U. eben nicht darauf ausruhen und muss dann noch eine weitere Beschäftigung für die Nase suchen.
Wobei auch dies nicht nur für Podenco & Co. gilt.
Wenn ich mir anschaue, mit wie viel Freude Jin dabei ist, wenn sie auch ihr Köpfchen benutzen darf. Wie gern sie ihre verlorene Frisbee sucht und mit wie viel Feuereifer sie beim Agility dabei ist - nein, nur mit Coursing wäre sie nicht so glücklich, wie sie es mit der Mischung ist.