Ich konnte heute schon wieder problemlos knapp 4km weit Gassi gehen
zwar immer noch langsamer als normal, aber trotzdem recht entspannt. Bald bin ich wieder ganz gesund ![]()
Beiträge von l'eau
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Wirkt das denn andersrum, also wenn er regelmäßig den falschen Hasen jagen darf das dann die Motivation auf richtige Hasen etwas gemildert wird?
Manche sagen das. Ich treffe zu selten auf echtes Wild um das tatsächlich beurteilen zu können.
Fakt ist, dass Jin jede Menge Spaß daran hat und danach auf eine andere Art zufrieden ist, als nach Freilaufgassi - selbst, wenn sie beim Gassi gleichwertige Tobekumpels dabei hatte.
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Wenn Hasenscharf bedeutet scharf auf Feldhasen... das brauchen wir ihm nicht angewöhnen.
Äh, ne. Missverständlich ausgedrückt

Im Windhundesport rennen die Hunde hinter einem Knäul aus Flatterband (indem sich ein Stück Fell befindet) hinterher - dieses Knäul nennt man "Hase". Das sichere Verfolgen dieses "Hasens" nennt sich "Hasenschärfe".
Wobei man schon sagen muss: wenn ein Hund Spaß am Hetzen des "Hasens" hat, dann hat er idR auch Spaß am Hetzen von echten Hasen und anderem Wild.
Allerdings wird mMn die Motivation echtes Wild zu hetzen nicht durch das kontrollierte Hetzen im Windhundesport verstärkt. Aber es kann sein, dass ein Hund zwar echtes Wild hetzt, aber den "Hasen" nicht hetzt - in vielen Fällen kann man dem Hund dann das Hetzen des "Hasens" beibringen, allerdings nicht bei allen Hunden (gerade bei den orientalischen Windhunden gibt's immer wieder Exemplare, die zwar wg. Jagdtrieb nicht ableinbar sind, aber auch null Interesse am Windhundesport haben).
Ja, Fahrradfahren hatte ich auch schon überlegt, aber ich habe Angst das er mich vom Fahrrad holt. Wenn ein Hase im Graben sitz, also sehr spät oder besser sehr nah erst von Blizz entdeckt wird, dann fehlt mir das Fixieren und er hechtet gleich los. Da habe ich schon zu Fuss gut zu tun und muss auch ein Stück mit bevor er mich hört.
Oh, in diesem Fall ist Radfahren wirklich nicht zu empfehlen - jedenfalls nicht, wenn man an seiner eigenen Unversehrtheit hängt

Was mir grad noch einfällt: Viele Hundevereine haben auch sicher eingezäunte Gelände - vielleicht kannst du hier zu gesichertem Freilauf für Blizz kommen.
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Ich glaube kaum, dass der Salat danach noch groß verwendbar wäre - je nach Hund bliebe doch kaum mehr als ein labberig, matschiger Haufen übrig?
Ne, echt eine absolut unnötige Lebensmittelverschwendung!
Außerdem hat mich der Satz genervt, dass die Hunde durch das Schnüffeln besser ausgelastet wären als durch Gassi. Toll: Nase und Kopf ausgelastet. Muskeln schlaffen ab
Da fehlt mir schon der Hinweis, dass Hunde beides brauchen! Und bevor man dann einen Salat "vergewaltigt" kann man die Leckerchen auch beim Gassi ins Gras werfen. -
weil die manchmal Mischmasch machen oder so mit den vielen Gängen
Jap, ich kann mich noch gut an die erste Reitstunde auf Nökkvi erinnern - Nökkvi fand es lustig Trab und Pass zu mischen
War gar nicht so einfach das zu reiten... -
Ich mag den Isländer

Bin früher selber auf Isländern geritten und die haben einfach... Liebhaber nennen es "Charakter"

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Gewicht lässt sich recht einfach beurteilen: kannst du mit der flachen Hand praktisch ohne Druck die Rippen spüren? Dann passt das Gewicht. Ansonsten muss was runter.
Wie fit der Hund sonst ist... im Zweifel einfach anfangs nur Kurz-Strecke laufen lassen. Man merkt seinem Hund ja dann an, inwieweit ihn das anstrengt.
Je nachdem, welche Rasse durchschlägt, kann es durchaus sein, dass ihr am Anfang auch erstmal den Hund hasenscharf bekommen müsst - viele Wolfhounds sind nicht sooo begeistert im Windhundesport unterwegs...
Da euer Hund nicht frei laufen kann, ist es halt wichtig, dass er ansonsten ausreichend Bewegung bekommt. Perfekt wäre außer Gassi-Gängen eben auch Laufen oder Radfahren - wobei man da schon auch schauen muss, ob man als Mensch das mit einem so großen Hund leisten kann (ich für meinen Teil bin jedenfalls beim Laufen sehr froh, dass ich nur 15kg Whippet vorgespannt habe - bei plötzlichen Wildbegegnungen ist es da nämlich nicht ganz einfach zu bremsen).
Als Mischling hat dein Hund im Windhundesport nur zwei Nachteile: er darf nicht auf Wettkämpfen laufen und er wird vermutlich nur alleine und nie mit anderen Hunden zusammen laufen dürfen (wobei letzteres aus Sicht des Hundes nicht unbedingt ein Nachteil sein muss).
Ach, und achte darauf, dass die Krallen nicht zu lang sind (das sollte unabhängig vom Sport aber so sein).
Übrigens verlasse ich mich bei den Themen Gewicht, Bemuskelung und Krallen nicht auf die Aussage von einem Tierarzt - die meisten TAs sind entweder sehr vorsichtig in ihren Aussagen und teils auch einfach durch das, was sie täglich sehen (dickleibige, schlecht bemuskelte "Familien"hunde, die kaum mehr als die Runde um den Block kennen) in ihrer Wahrnehmung verschoben. Auch kennen sich nicht alle TAs mit Sporthunden aus. Ich bin mir sicher, dass auch mein TA Jin selbst wenn sie schlecht in Form und (läufigkeitsbedingt) moppelig ist und die Krallen zu lang sind, sie immer noch absolut in Ordnung findet - er kennt sich mit Windhunden einfach nicht sonderlich gut aus. Schon gar nicht mit solchen, die im Sport laufen. Das ist aber nicht schlimm - als "Dorf"-TA ist er eben ein Allrounder, der sich vom Meerschwein über die Katze bis zum Hund um alle Familientiere kümmert. Für spezielle Sachen hab ich andere Ansprechpartner.
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Nur auf dem Hundeplatz des Trainers mit Trainer. Freilaufen war das erklärte Ziel und hier laufen die Jagdhunde halt auch überwiegend frei. Daher ist bzw. war das für mich eine Selbstverständlichkeit das unser das auch irgendwann können muss.
Ohje, dann seh ich tatsächlich eher schwarz für Freilauf. Wenn der Hund noch nichtmal als Welpe und (junger) Junghund frei laufen durfte, es also nie gelernt hat, auch auf Entfernung auf den Menschen zu achten, dann fehlen einfach ganz wichtige Grundlagen. Der Irish Wolfhound ist hier mMn gar nicht so das Problem, weil diese Rasse eh sehr gemütlich ist, aber Huskys sind freilaufmäßig einfach sehr, sehr schwierig - die gehen leider auch ganz gern mal selbstständig los um sich was jagbares zu suchen.
wäre das ggf. was für Blizz um mal die "Beine strecken" zu können oder ist das noch wieder was anderes?
Coursing/Rennbahn sind schon was anderes als Freilauf - aber hier kann der Hund eben einmal richtig auspowern und seiner Leidenschaft nachgehen.
Wichtig wäre, dass er vorher schon in einem recht guten Trainingszustand ist. Also ausreichend Muskulatur vorhanden (das ist bei einem Hund, der gar nicht frei läuft etwas schwierig. Viel/langes Gassi und Laufen/Radfahren hilft hier.) und nicht übergewichtig. Je nachdem wird er auch Anfangs nur recht kurze Strecken laufen dürfen - das können die im Verein aber meist ganz gut einschätzen.
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Habt ihr vielleicht einen Windhundverein in der Nähe? Dort könnte der Hund beim Training mal einer seiner Interessen (Hetzen) gefahrlos nachgehen.
Manche Windundvereine haben tatsächlich auch gesicherte Freilaufmöglichkeiten oder die Halter dort können euch Tipps dbzgl. geben.
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Maulkorb haben wir, üben wir auch jedes Wochenende beim Tierarzt-Training, aber ich finde das sieht so unheimlich brutal aus.
Maulkorb ist einfach nur ein Hilfsmittel - nichts anderes als eine Leine. Ein gut sitzender Maulkorb schränkt den Hund nicht großartig ein und tut auch nicht weh.
Gibt es ein Thema wie man seinem Hund beibringen kann das kleine Hunde keine Leckerchen sind? Brauche ich dafür jemanden mit Kleinhund als Trainingspartner? Vermutlich sogar mehr wie einen oder?
Ich würde hier tatsächlich einfach mit Verboten arbeiten. Er hat Kleinhunde nicht zu beachten. Aber: wirklich sicher mit Kleinhunden wird der Hund dadurch nicht, ihr werdet ihn hier immer führen müssen. Aufgrund der Größe deines Hundes würde ich aber so oder so keinen Kontakt zu Kleinhunden zu lassen - selbst ein Hund, der Kleinhunde nicht als Beute ansieht, kann für Kleinhunde durch eine unbedachte Bewegung gefährlich werden.
So komplett ohne Freilauf ist das Hundgerecht? Oder sollte ich mich dann zum Ausgleich nach größeren Flächen umschauen die abgesperrt und Wildfrei sind? Wir haben ein paar sogenannte Hundewiesen in der Nähe, aber die haben zumindest bei den Nachbarn keinen guten Ruf.
Durfte der Hund den bisher (bei eurer Tochter) frei laufen?
Zum Freilauf gehören grundsätzlich zwei Sachen: Hund bleibt (von sich aus) in eurer Nähe (wobei "Nähe" je nach Umgebung variieren kann) und hört auf einen Rückruf.
Gibt es bestimmte Situationen, in denen der Hund nicht in der Nähe bleibt und/oder nicht auf den Rückruf hört, so muss man schauen, ob man diese Situationen im Freilauf vermeiden/managen kann. Meine Hündin (Whippet) z.B. bleibt bei mir (auf großen Wiesenflächen aber gern auch mal 20m oder weiter entfernt) und kommt auf den Rückruf. Von Wildspuren/-geruch ist sie abrufbar. Nicht mehr abrufbar ist sie allerdings, wenn sie Wild sieht. Also heißt es für mich: Freilauf nur in Gegenden ohne sichtbares Wild und immer ein Auge auf die Umgebung haben.
Außerdem reagiert meine Hündin manchmal auf Fremdhunde (mal mit Aggression, mal mit Panik) - hier heißt es grundsätzlich mit offenen Augen Gassi gehen und den Hund bei Fremdhundesichtung entsprechend führen (je nach Tagesverfassung, Umgebung, Fremdhund, Entfernung, etc. einfach nur in die Nähe beordern oder auch anleinen).
Eine Hundewiese würde ich aufgrund eures Kleinhundeproblems wirklich nicht empfehlen - außer, ihr könnt gewährleisten, dass nur ihr und keine anderen Hunde in dem Bereich sind.