Beiträge von l'eau

    Mein Onkel hat so eine Wandheizung im Stall, damit temperiert er den Stall, damit es nicht zu kalt wird (ich glaube so auf +4 Grad), so bleibt auch die Tränke eisfrei, mehr macht er nicht. Ach, doch eine Wärmelampe hat er letztes Jahr gekauft, da hat die alte Agathe derart gemausert, dass sie fast kahl war und es war auch sehr kalt zu dem Zeitpunkt - ob sie die Lampe genutzt hat, weiß ich grad nicht mehr.

    Bei Schnee gehen unsere Weichei-Hühner aber praktisch eh nicht mehr aus dem Stall raus - dabei haben wir auch Lachse, die ja ansich sehr witterungsbeständig sein sollen :ka:

    ich sagte "grundlos". Dabei ist wirklich egal, ob mündliche oder schriftliche Genehmigung. Wenn ein Grund vorliegt, ist es tatsächlich etwas anderes - wobei auch hier nach der Schwere des Grunds unterschieden werden muss.

    Es gibt sowas wie Gewohnheitsrechte (darunter fällt auch, wenn man ohne Genehmigung des Vermieters einen Hund hält und der x Jahre (genaue Anzahl weiß ich nicht) davon weiß, dann darf er die Haltung auch nicht mehr verbieten).

    Ich persönlich sähe es z.B. gar nicht ein, wg. Ängste meinen Hund nicht mehr mitzubringen und würde das auch deutlich zum Ausdruck bringen. Solange ich meinen Hund bei mir behalte, braucht sich keiner drüber zu beschweren. Hat jemand Angst, weil ich einen Hund angeleint mit mir führe, soll halt der an seinen Ängsten arbeiten.

    Das klingt jetzt empathieloser als es gemeint ist - ich bin bereit da Kompromisse zu schließen (wie Leine am Hund, derzeit darf Jin sich komplett frei in unseren Räumlichkeiten bewegen) und demjenigen MA bei der Bewältigung seiner Ängste zu helfen. Aber ich bin nicht bereit, wegen den Ängsten eines anderen, meine Lebensqualität und die meines Hundes einzuschränken.

    Mein Gassihund darf nun nach 7 Jahren nicht mehr mit ins Büro, neuer Chef der das nicht will.

    Nach 7 Jahren kann man jemandem nicht mehr grundlos die Mitnahme des Hundes ins Büro verbieten - egal, ob schriftliche oder mündliche Genehmigung. Man muss sich dann halt dagegen wehren - ggf. mit anwaltlicher und evtl. auch gerichtlicher Unterstützung.


    Edit:

    Ich persönlich finde den Jagdtrieb eines Beagles sehr viel schwieriger als den Jagdtrieb eines Whippets. Auf den Wiesen, auf denen wir oft Gassi gehen, ist z.B. tagsüber praktisch nie sichtbares Wild. Jin kann also problemlos frei laufen. Nunja, die Spuren des sich ab Dämmerung dort befindlichen Wilds sind aber auch tagsüber da und ich weiß daher von vielen Nasenjägern, die dort eben nicht so einfach bis gar nicht ableinbar sind.

    Danke SabethFaber für's Rufen.

    Whippet könnte ich mir schon vorstellen. Ja, der Jagdtrieb ist nicht zu unterschätzen (bitte, bitte nicht auf Züchter reinfallen, die mit wenig bis keinen Jagdtrieb werben, weil Showzucht! gibt es leider auch im VDH). Ob Show-, Show-und-Leistung oder reine Leistungslinie hat meiner Erfahrung nach nicht sehr viel Auswirkung auf den Jagdtrieb (wobei sowohl reinen Show- als auch reinen Leistungslinien teils weniger Kooperationsbereitschaft nachgesagt wird; von Showlinienhunden (von Züchtern, die eben mit kein/wenig Jagdtrieb werben) habe ich schon gehört, dass die Hunde recht ungerichtetes Jagdverhalten zeigen - z.B. am Himmel fliegende Vögel oder fahrende Autos).

    Das Schöne am Whippet: der Jagdtrieb ist nur auf Sicht (sehr) schwer zu kontrollieren, alle anderen Reize sind wirklich gut händelbar.

    Zum Will-to-please: Ich mache mit Jin Agility - und bin da unter den Whippethaltern kein Einzelfall. Jin kann diverse Tricks (das es nicht sonderlich viele sind, die teils recht schludrig ausgeführt werden, liegt mehr an meiner Kreativität und Ungeduld). Außerdem kann Jin Dinge suchen (entweder verworfenes Spielzeug oder auch "verlorene" Gegenstände); eine Wurfschwester und eine Halbschwester (oder war es eine Nichte?) von ihr sind sogar (professionelle) Flächensuchhunde. Whippets arbeiten idR gerne mit ihren Menschen zusammen.

    In Großbritannien wird Whippets, die noch zur Jagd benutzt werden sollen, von Welpe an (noch beim Züchter!) das Apportieren beigebracht. Ich kenne auch ein britisches Video, indem ein Whippet einen Fasan aus dem Wasser apportiert (also, der Fasan ist wohl geschossen worden und ins Wasser gefallen - ansich sind Fasane ja keine Wasservögel und schwimmend sind Whippets dann auch nicht schnell genug, lebende Wasservögel zu erbeuten).

    Mir ist beim Whippetzüchter wichtig, dass er Gassi geht (leider weiß ich zumindest von einem, der das nicht macht) und dessen Hunde (im Rahmen) frei laufen können. Außerdem sollte er möglichst Windhundesport betreiben oder zumindest einen S+L-Deckpartner wählen (kurz: ich bevorzuge Hunde aus S+L-Zuchten). Und dann finde ich es ganz gut, wenn die Whippets noch eine sonstige Beschäftigung haben (anderer Hundesport, Therapiehundearbeit, etc.).

    Der Freilauf und die sonstige Beschäftigung sind mir aus epigenetischer Sicht wichtig - da werden die Anlagen zur Zusammenarbeit mit dem Menschen vererbt (oder eben nicht vererbt, weil sie (über Generationen) verkümmert sind).


    Beim Whippet im Büro muss man ein bisschen aufpassen: Jin (sie ist der einzige Hund bei uns) ist bei uns mittlerweile die unangefochtene Göttin, die sowohl Kolleginnen, Vorgesetzte, als auch meinen Chef anmault, wenn diese ihr nichts von ihrem Essen abgeben/das Leckerchen nicht schnell genug rausrücken |)

    Spätestens, wenn der Whippet den Kopf (sabbernd) auf der Anzugshose ablegt und der Chef, auf Nachfrage, ob man ihn wegholen soll, sagt: "Nein, das schmeichelt mir!" hat man verloren - wer bin ich, dass ich meinem Chef widerspreche? :pfeif:

    Erziehung vererbt sich ja nicht mit :hust: Für mich sind das total verschiedenen Ebenen.

    Jaein. Epigenetisch können zumindest die Grundlagen dafür vererbt werden oder eben auch nicht...

    Das ist der Grund, weshalb für mich nur ein Züchter infrage kommt, der mit seinen Hunden Gassi geht und dessen Hunde (im gewissen Rahmen) frei laufen können.

    Leider gibt es auch im VDH schwarze Schafe und Züchter, die ihre Hunde wenig erziehen.

    Allerdings sagt der Erziehungsstand der Hunde nur bedingt etwas darüber aus, wie gut der Züchter beim Thema Zucht ist (also passende Wurfpartner, Genpool im Blick behalten, Krankheiten vermeiden, etc. und schließlich Welpenaufzucht und -sozialisation).

    Mir persönlich ist aus epigenetischer Sicht allerdings schon immer wichtig, dass bei den Zucht-Hunden ein gewisser (Grund-)Gehorsam da ist.