Danke SabethFaber für's Rufen.
Whippet könnte ich mir schon vorstellen. Ja, der Jagdtrieb ist nicht zu unterschätzen (bitte, bitte nicht auf Züchter reinfallen, die mit wenig bis keinen Jagdtrieb werben, weil Showzucht! gibt es leider auch im VDH). Ob Show-, Show-und-Leistung oder reine Leistungslinie hat meiner Erfahrung nach nicht sehr viel Auswirkung auf den Jagdtrieb (wobei sowohl reinen Show- als auch reinen Leistungslinien teils weniger Kooperationsbereitschaft nachgesagt wird; von Showlinienhunden (von Züchtern, die eben mit kein/wenig Jagdtrieb werben) habe ich schon gehört, dass die Hunde recht ungerichtetes Jagdverhalten zeigen - z.B. am Himmel fliegende Vögel oder fahrende Autos).
Das Schöne am Whippet: der Jagdtrieb ist nur auf Sicht (sehr) schwer zu kontrollieren, alle anderen Reize sind wirklich gut händelbar.
Zum Will-to-please: Ich mache mit Jin Agility - und bin da unter den Whippethaltern kein Einzelfall. Jin kann diverse Tricks (das es nicht sonderlich viele sind, die teils recht schludrig ausgeführt werden, liegt mehr an meiner Kreativität und Ungeduld). Außerdem kann Jin Dinge suchen (entweder verworfenes Spielzeug oder auch "verlorene" Gegenstände); eine Wurfschwester und eine Halbschwester (oder war es eine Nichte?) von ihr sind sogar (professionelle) Flächensuchhunde. Whippets arbeiten idR gerne mit ihren Menschen zusammen.
In Großbritannien wird Whippets, die noch zur Jagd benutzt werden sollen, von Welpe an (noch beim Züchter!) das Apportieren beigebracht. Ich kenne auch ein britisches Video, indem ein Whippet einen Fasan aus dem Wasser apportiert (also, der Fasan ist wohl geschossen worden und ins Wasser gefallen - ansich sind Fasane ja keine Wasservögel und schwimmend sind Whippets dann auch nicht schnell genug, lebende Wasservögel zu erbeuten).
Mir ist beim Whippetzüchter wichtig, dass er Gassi geht (leider weiß ich zumindest von einem, der das nicht macht) und dessen Hunde (im Rahmen) frei laufen können. Außerdem sollte er möglichst Windhundesport betreiben oder zumindest einen S+L-Deckpartner wählen (kurz: ich bevorzuge Hunde aus S+L-Zuchten). Und dann finde ich es ganz gut, wenn die Whippets noch eine sonstige Beschäftigung haben (anderer Hundesport, Therapiehundearbeit, etc.).
Der Freilauf und die sonstige Beschäftigung sind mir aus epigenetischer Sicht wichtig - da werden die Anlagen zur Zusammenarbeit mit dem Menschen vererbt (oder eben nicht vererbt, weil sie (über Generationen) verkümmert sind).
Beim Whippet im Büro muss man ein bisschen aufpassen: Jin (sie ist der einzige Hund bei uns) ist bei uns mittlerweile die unangefochtene Göttin, die sowohl Kolleginnen, Vorgesetzte, als auch meinen Chef anmault, wenn diese ihr nichts von ihrem Essen abgeben/das Leckerchen nicht schnell genug rausrücken 
Spätestens, wenn der Whippet den Kopf (sabbernd) auf der Anzugshose ablegt und der Chef, auf Nachfrage, ob man ihn wegholen soll, sagt: "Nein, das schmeichelt mir!" hat man verloren - wer bin ich, dass ich meinem Chef widerspreche? 