Bei uns hat alles mit Spatzendame Toni angefangen, die Snaedis als nackigen Jungvogel im Stall gefunden und aufgezogen hat. Wegen einer inkompetenten TA wurde ihr Beinbruch nicht richtig geschient, so dass es komplett schepps angewachsen ist und Toni nicht auswilderbar war.
So lebten Spatzen bei uns, als wir nach Ausbildung/Studium zusammen gezogen sind.
Sie hatten einen großen (selbstgebauten) Käfig (150 x 90 x 50 (LxBxH)) im Wohnzimmer und gelegentlich Freiflug. Dazu eine Tageslichtlampe.
Nach Tonis Tod und der Auswilderung des letzten Spatzes (der nur wg. Handaufzucht über den Winter bei uns war) wollten wir den Käfig aber nicht wegwerfen; also überlegten wir uns, was für neue Bewohner einziehen sollten. Gegen Kanaries haben wir uns wegen der Lautstärke entschieden und so zogen 4 Zebras aus dem TH ein. Einige Zeit später nochmal zwei Mädels von Jins Züchterin.
Als wir in getrennte Wohnungen zogen, war klar, dass ich die Geier mitnehme, weil Snaedis mit ihrem jetzigen Mann zusammen gezogen ist und der Katzen mitbrachte. Da Freiflug in meiner neuen Wohnung nicht möglich ist, haben wir dort die große Zimmervoliere (200 x 130 x 190) reingebaut.
Da hab ich mich dann auch begonnen mehr mit der Beleuchtung zu beschäftigen und so ist u.a. dank IngoK mittlerweile eine artgerechte Beleuchtung in der Voliere (auch, wenn meine Geier das irgendwie nicht zu schätzen wissen und entgegen Beschreibungen anderer Halter Sonnenbaden eher nicht zu beobachten ist).
Außerdem bin ich dann mit Jins Züchterin auf einen Vogelmarkt gefahren, weil ich noch zwei Hähne wollte, da ich ja Mädelsüberschuss hatte. Auf dem Vogelmarkt sah ich das erste Mal Silberschnäbelchen und hab mich in diese verliebt. Kurze Zeit später zogen dann auch welche bei mir ein.
Weil mir der Boden der Voliere so "unbenutzt" vorkam, zog dann noch ein Pärchen chinesische Zwergwachteln bei mir ein.
Als Jins Züchterin mich vor zwei Jahren mal zu einem Ziervogelstammtisch mitgenommen hat, hab ich mich in die Forbes Papageiamadinen verliebt. Irgendwann mal wollte ich solche haben.
Nachdem nun der Züchter, bei dem der Stammtisch war, neulich Mischlinge aus Forbes und rotköpfigen PAs hatte, sind zwei solche bei mir eingezogen - beides Hähne, aber weiterzüchten möcht ich mit Mischlingen ja eh nicht.
Hin und wieder hab ich die Zebras schon züchten lassen, aber das mach ich nicht mehr - die sind schlimmer als Kaninchen
und es ist schon schwer gute Zuhause für Zebras zu finden. Oft werden Zebras ja einfach noch in kleinen Käfigen gehalten.
Momentan hab ich wieder Nester drin, aber ich werd die Zebra-Eier alle unfruchtbar machen und lass nur die Silberschnäbelchen Küken bekommen - die gehen dann alle an Jins Züchterin, die noch ein paar für ihre riesige Freivoliere möchte.
Joa, was ich nie wieder wie in der Anfangszeit machen würde: Licht! Das war früher deutlich zu wenig. Gerade, weil Vögel da UV-Strahlung optisch wahrnehmen, diese aber durch Fenster gefiltert wird. Natürlich macht das - gerade so eine große Voliere wie meine - die Vogelhaltung schon etwas teurer, weil auch (anders als bei Fischen) keine LEDs gehen. Aber den Geiern ist das ja egal
Und das wichtigste ist einfach, die Vögel artgerecht und gesund zu halten.
Außerdem hab ich die Fütterung etwas verändert, es gibt jetzt mehrere verschiedene Körnermischungen. Immer mal wieder Grünzeugs gab es hier aber schon immer.
Zwergwachteln werden bei mir keine neuen mehr einziehen. Die sind mir doch etwas zu hysterisch und der leichte Hühnervogelgeruch ist im Wohnraum schon manchmal nervig. Außerdem sind die durch die monogame Haltung schwierig, wenn ein Tier stirbt. Dann muss man theoretisch wieder ein neues kaufen und vergesellschaften - und bei der Vergesellschaftung hoffen, dass die sich auch vertragen, die können da wohl auch sehr aggressiv werden.
Außerdem lass ich die Zebra-Haltung auslaufen, weil mir die mit ihrer dauernden Legelaune auf die Nerven gehen
Durch die angepasste Fütterung ist das zwar nicht mehr ganz so schlimm, wie es zwischenzeitlich schon war, aber ganz weg bekomm ich es nicht.
Bei der Bodenstreu bin ich der Buchenholzspäne treu geblieben. Hab zwischendurch auch mal andres Einstreu probiert, das hat mir aber nicht getaugt. Manchmal kauf ich einen Sack "Kräuterstreu" oder "Waldboden" oder was es so in der Kaninchenabteilung gibt und werf das noch mit rein - bringt einfach etwas Abwechslung für die Geier.