Beiträge von l'eau

    Ich wär für Nr. 3 :sweet:

    Ich schlepp es raus, ich muss es bringen, ich kriege Lecker.

    Vielleicht sollte ich mal schauen, ob sie das lässt, wenn es fürs Bringen kein Lecker mehr gibt.

    Es kommt drauf an, wie tief die Verhaltenskette verankert ist - und ob tatsächlich das Leckerchen die Motivation für den Hund ist, dieses Verhalten zu zeigen.

    Jin schnappt sich auch manchmal vor'm Gassi ein Plüschtier und will dieses mitnehmen, was ich dann aber nur (freundlich) untersage. Trotzdem probiert Jin es immer wieder.


    Hunde denken durchaus selbstständig über problemlösungen nach. Manche mehr, manche weniger.

    Beim Coursing kann man beobachten, dass manche Hunde mehr abkürzen, manche laufen hasentreuer. Gesehen werden möchte letzteres. Tatsächlich intelligent ist aber ersteres: wer abkürzt, erwischt eher den Hasen (was aber beim Coursing erst am Kill erwünscht ist).

    Nun ist aber idR jeder Parcours anders gesteckt, d.h um sinnvoll abkürzen zu können, muss ein Hund den Parcours und das Gelände 'lesen' können. Das geht nicht ohne Denken.

    Wie bei der echten Jagd: würde ein Raubtier nur nach bestimmten Schemata/Verhaltensketten agieren, ginge sein Jagderfolg gg. 0. Das Raubtier muss Gelände und Beutetier 'lesen' und aus den Gesamtumständen die richtigen Schlüsse ziehen, damit er Erfolg hat.

    Natürlich wendet ein Raubtier dafür keine hochkomplexen Formeln an, aber andrerseits sind in früheren Zeiten von Menschen Kirchen und Kathedralen ohne Berechnungen oder gar mit falschen Berechnungen in imposanten Größen erbaut worden und diese Gebäude stehen noch heute.

    Würde irgendjemand behaupten, die Architekten damals seien weniger zum Denken in der Lage gewesen, als die Architekten heute?

    Nochmal zum Spiegeltest:

    Man muss sich bewusst sein, dass Hunde nicht so sehen wie wir. Hunde sehen unscharf, ihr Sehsinn ist auf das Sehen von Bewegungen ausgelegt. Daher ist der Spiegeltest für den Hund schwieriger als für den Menschen.

    Als Kind war ich mal in einem Spiegellabyrinth. Dort ist das Licht schlecht, die Spiegel sind teils verbogen, so dass das Spiegelbild verzerrt wird. Und als zusätzliches Handicap war meine Zwillingsschwester mit dabei - zwar waren wir unterschiedlich angezogen, aber als auf Gesichter fixierter Mensch, wird das in so einer Situation vom Gehirn nicht direkt registriert.

    Kurz: es war für mich nicht immer eindeutig, ob ich gerade auf ein Spiegelbild zu lief oder meine Schwester auf mich zu lief - je nach Verzerrungsgrad des Spiegels sogar, ob mein Bruder oder gar ein ganz fremder Mensch auf mich zu lief.

    Der Spiegeltest dürfte für das Sehen eines Hundes ähnlich sein, wie für mich damals das Sehen im Spiegellabyrinth. Daher ist es absolut nicht verwunderlich, wenn ein Hund auf ein plötzlich auftauchendes Spiegelbild (z.B. in einer Schaufensterscheibe) erstmal mit Nicht-Erkennen seiner selbst reagiert.

    Bei Jin kann ich aber durchaus beobachten, dass sie sich im Spiegel selber erkennt - und sie erkennt auch mich im Spiegel. Wir könne über den Spiegel miteinander mit Gesten kommunizieren.

    Diese Beobachtungen kenne ich auch von anderen Hundehaltern.

    Ein weiteres Problem des Spiegeltests ist, dass er darauf basiert, dass es dem Probanden etwas ausmachen muss, ob er da nun einen Fleck auf der Stirn hat oder nicht - was ist, wenn Hunden solche Äußerlichkeiten einfach absolut egal sind?


    Allerdings gibt es Studien, die sich der Selbstwahrnehmung von Hunden anders genähert haben - nämlich über den Geruch. Hunde leben - was unbestritten sein dürfte - deutlich mehr in einer Geruchswelt als wir. Und so ist das Ergebnis der Studie ansich nicht sehr überraschend: die Hunde haben signifikant anders auf ihren eigenen Urin reagiert, als auf Urin von Fremdhunden.

    Das ist eine Beobachtung, die ich bei Jin auch machen kann. Ihr Urin und auch der von "Familienmitgliedern" (also der Hunde meiner Schwester, mit der wir in einer WG leben), wird von ihr idR intensiver untersucht als der Urin fremder Hunde.


    Zum Thema Denken:

    Natürlich können Hunde - wie die meisten Tiere (dazu zählen auch Menschen) - denken. Sie werden halt nicht in Worten denken. Aber man spricht ja auch (heutzutage!) gehörlosen und/oder stummen Menschen nicht das Denken ab.

    Auch meine Vögel denken, obwohl es sich um verhältnismäßig "dumme" Prachtfinken handelt.

    Ich würde ein längeres Brett nehmen

    Ja, das dachte ich mir beim Training auch - Jin hat ja teils das Brett bis zur Zone komplett übersprungen. Allerdings hab ich kein anderes. Das Brett hab ich als Leihgabe von unserer Trainerin bekommen, das hat sie früher für ihren Cattle (der mittlerweile in Sportrente ist) genommen, für ihren Border hat sie wohl jetzt auch ein andres. Aber das Brett ist schonmal besser als nix; ich hab mir vorgenommen zukünftig weniger Entferung & Geschwindigkeit, sondern mehr verschiedene Winkel zu trainieren - da dürfte das kurze Brett dann nicht gar so arg sein. Im Verein werden wir dann mit dem Steg/dem Stegaufgang trainieren.


    Den Namen finde ich klasse xD , mein "roter" Flaschengeist wird auch Jin gerufen.

    witzig - Jin ist immerhin verdünntes rot. Ein gemeinsames Training würde sicher sehr lustig xD

    Aber ich kann nix für ihren Namen, den hat se schon von ihrer Züchterin bekommen (auch als Papienamen), weil das das gälische Wort für Gold ist.

    ich schleich mich mal mit einem unproffessionellen Video von unsrem Zonentraining rein:

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    Das Trainieren der Runnings hab ich schon länger angefangen, aber recht inkonsequent, teils wochenlang nix gemacht. Jetzt versuch ich es grad wieder konsequenter zu trainieren. Das Video zeigt unsre 3. Einheit, bei der das Target auf dem Brett (Stegersatz) liegt.

    Am Anfang bestätige ich einmal falsch - eines meiner größten Schwächen, dass ich schneller den Knopf drück als zu denken |)

    Ein paar mal sieht es so aus, als hätte Jin getroffen, aber ich würde nicht bestätigen - das liegt an der Perspektive/Qualität.

    Lt. Hühnerbuch sollte man mind. 10qm pro Huhn rechnen. Finde ich deutlich zu wenig |)

    Ich würde eher das doppelte rechnen und dann noch möglichst zwei Flächen, so dass sich eine Fläche zwischendurch erholen kann.

    Aber unsre Hühner haben auch ca. 100qm/Huhn zur Verfügung - also schon extrem viel.

    Sie finden abends auch immer selber zurück in den Stall - ich glaube, es haben noch nie welche versucht draußen zu schlafen (genug Büsche und Bäume zum Aufbaumen gäbe es).