Mein Tierarzt sagte mir übrigens, als ich mal spät dran war bei meinem Hund mit schwarzen Krallen (
) und mich nicht mehr selbst rangetraut habe wegen dem weiterwachsenden Leben und so: „das Leben wächst nicht weiter“?!??
Doch, tut es. Da ich einen Hund mit hellen Krallen habe, konnte ich das schon selber beobachten.
Wobei auch das sehr unterschiedlich ist. Bei manchen Hunden wächst das Leben schnell mit, bei anderen weniger. Jedenfalls kenne ich Bilder von zu langen Krallen, auf denen die Kralle selber deutlich länger als das Leben ist - bei Jin ist das Leben nie sehr weit vom Krallenende entfernt (was es sehr mühsam macht, wenn man mal nicht dazu kam, die Krallen wieder auf die normale Länge zu bringen).
Allerdings haben viele TAs nur ein sehr grundlegendes Wissen zum Thema Krallenpflege (kein Vorwurf, TAs müssen so viele verschiedene Tierarten und so viele verschiedene Krankheitsbilder behandeln, dass sie mMn nicht auch noch bei Pflegemaßnahmen super informiert sein müssen). Außerdem trauen sich viele TAs auch gar nicht, die Krallen (ausreichend) zu kürzen, weil es für viele Besitzer ein totaler Weltuntergang ist, wenn dann doch das Leben erwischt wird - denn auch ein TA ist kein Hellseher und kann daher bei schwarzen Krallen das Leben nicht sehen. Wobei es da auch einen Trick gibt: wenn man die Krallen scheibchenweise schneidet (oder dremelt), dann erscheint kurz vor dem Leben ein heller Punkt - dann ist es Zeit aufzuhören (oder noch minimal weiter zu machen, wenn man das Leben "ärgern" möchte, damit es sich zurück zieht). Aber für das scheibchenweise Schneiden muss man sich eben auch Zeit nehmen. Und das ist beim TA mit meistens noch wartenden Patienten und noch dazu einem zumeist gestressten Tier eher schwierig. Noch dazu kann ein TA den Zeitaufwand nicht so einfach in Rechnung stellen - und das fänden viele Besitzer wohl auch unangebracht. Ist ja "nur" Krallenschneiden.