Ich glaube, wenn man einen Welpen zu bereits vorhandenen Katzen aufnimmt und ihn richtig erzieht, ist die Gefahr, dass es zu schlimmen Jagdverhalten kommt, gering.
Hunde und Katzen dürfen und können ruhig miteinander agieren. Kontaktliegen, sich gegenseitig putzen usw. ist erlaubt (wird teilweise auch sehr genossen). Jede Form von "Spiel" sollte untersagt werden. Außerdem ist es wichtig, dass ganze nicht einseitig zu sehen, sondern für beide Parteien Regeln aufzustellen und diese durchzusetzen.
Mein Schwager hat Katzen, wir wohnen seit 3 Jahren im gleichen Haus, ich bin fast täglich bei ihnen in der Wohnung (Jin kannte aber schon vorher Katzen; zum einen von ihrer Züchterin, zum andren von Besuchen bei Freundinnen). Einer der Kater hat schnell gemerkt, dass es Jin unangenehm ist, wenn er auf sie zu geht (Jins Züchterin hatte eine Katze, die unvermittelt bös wurde). Und das hat er ausgenutzt, indem er sich immer wieder "freundlich" Jin genähert hat und versucht hat sie "freundlich" anzuköpfeln. War natürlich weder freundlich, noch so gemeint. Ich hab das immer unterbunden, aber offenbar nicht deutlich genug. Einmal war ich dann zu langsam und Jin hat abgeschnappt. Der Kater ist geflitzt. Außer, dass er etwas Fell verloren hat, ist nichts passiert (ok und sein Ego hat einen ganz schönen Dämpfer bekommen).
Diese Situation hätte auch anders ausgehen können. Wenn wir nicht dabei gewesen wären und Jin wäre - ihrer Rasse entsprechend - auf den Bewegungsreiz angesprungen...
Und man muss immer im Blick haben: nur, weil der Hund die eigenen Katzen im Haus akzeptiert, heißt es nicht, dass er sie auch draußen akzeptiert. Und fremde Katzen sowieso nicht (Jin würde draußen Katzen jagen, wenn sich die Gelegenheit böte - vmtl. auch die Kater meines Schwagers).
Ich glaube, in dem Thread ist es v.a. deshalb eskaliert, weil die Katzen alles durften - evtl. sogar den Hund (subtil) ärgern -, der Hund ein großes Problem mit Impulskontrolle sowie Bewegungsreizen hatte und (trotzdem) "Spiele" zwischen Hund und Katze erlaubt waren.