Beiträge von l'eau

    Was genau verstehst du unter Welpentempo?

    kein strammes Spazierengehen sondern eher Schlendertempo; genau so:

    Zum Freilauf: ich werden den Zwerg ins Auto packen und mit ihm in den Wald fahren oder ähnliches, wo er frei laufen kann und einfach die Welt erkunden kann. Gerade jetzt im Herbst eh wunderschön und mit dem ganzen Laub hat er genügend zu tun dort die Welt zu erkunden.

    Dass dein Hund dabei rumflitzt und tobt ist absolut normal und soll auch so sein! Anders kann dein Hund kein gutes/gesundes Körpergefühl lernen. Der Hund muss lernen, was passiert, wenn man über unebenen Untergrund läuft, wenn der Untergrund weich/schlammig/hart/steinig/rutschig/hubbelig usw. ist. Der Hund muss lernen, dass es Objekte gibt, die sich nicht bewegen (Bäume, Poller, Steine o.ä.) und Subjekte, die sich wohl bewegen und ihm auch mal ausweichen (Menschen, Radfahrer, Tiere,...).

    Versteh ich das richtig, dass dein Welpe draußen immer an der Leine ist und nicht frei laufen darf? An der Leine laufen ist extrem anstrengend für Hunde - das erfordert ein hohes Maß an Konzentration und noch dazu kann der Hund sich an der Leine nicht natürlich bewegen.

    Die Spieleinheiten auf 5 Minuten zu begrenzen macht mMn keinen Sinn. Bisher hatte dein Welpe 24h am Tag seine Geschwister als Spielpartner zur Verfügung und da stand niemand daneben und hat ihnen nach 5 Minuten Ruhe verordnet ;)

    Trainingseinheiten hingegen sollten tatsächlich nicht länger als 5 Minuten (besser kürzer) andauern.


    Ich vermute, dass dein Welpe nach dem Gassi derart aufdreht, weil er sich beim Gassi nicht körperlich ausreichend bewegen konnte, aber gleichzeitig vom Kopf her stark gefordert wurde - das ist dann eine Kombi aus "nach müd kommt blöd" und körperlicher Langeweile.

    Daher würde ich den Tagesablauf so ändern, dass es ein "größeres" Gassi von 30 Minuten bis 1h (Welpentempo) in einem sicheren Gebiet ohne Leine gibt. Die restlichen Gassis dann nur kurze Löserunden (das geht auch an der Leine). Das große Gassi kann auch mal durch einen Sozialisierungsrundgang durch die Stadt o.ä. ersetzt werden. War ein Tag besonders spannend (aufregende Fremdhundbegegnungen, Stadtrundgang, Restaurantbesuch o.ä.) kann es auch mal sinnvoll sein, dem Hund 1-2 Ruhetage ohne großes Gassi zu gönnen.

    ich hätte bei ihm auch statt auf körperliches Powern an ruhiges Arbeiten (Obedience z.B.) gedacht - daher fand ich es ganz gut, als sie schließlich das Apportiertraining von Werfen zu Verstecken umgewandelt haben.

    Bei einem Hund seiner Größe und seines Gewichts muss man immer bedenken, dass körperliches Powern mit Wendungen/Stopps die Gelenke unnötig belastet - Schmerzen können schließlich auch zu dem gezeigten Verhalten führen.

    Allerdings muss der Hund sich natürlich auch irgendwo mal austoben können - ist halt die Frage, ob der Hund überhaupt frei laufen kann (da immer Flexi oder Schlepp am Hund waren, sah das für mich nicht so aus).


    Ich finde es bei diesem Fall einfach unglaublich schade, dass die Halterin mit dem Hund in einer Hundeschule war (also genau das, was man Anfängern ans Herz legt gemacht hat), dabei aber offensichtlich an eine derart schlechte geraten ist - und selber zu unerfahren war, um zu merken, dass die "Experten" in dieser Hundeschule keine Ahnung haben.