Beiträge von l'eau

    Da er aber (noch) nicht angefangen hat, sein Gebiss irgendwo zu reiben oder zu knabbern, dachte ich, dass es noch dauert mit dem Zahnwechsel.

    Jin hat im Zahnwechsel vielleicht ein bisschen mehr auf Spielzeug rumgeknascht und sie mäkelte ein bisschen mit dem Trockenfutter (eingeweicht fraß sie es dann aber gut), aber sonst hat man's ihr nicht groß angemerkt.

    Oh, doch - aus'm Maul hat se derweil öfters mal ein bisschen unangenehm gerochen.

    Bei den Pflanzen aus dem Baumarkt/Gartencenter steht ja immer, dass man sie nicht umtopfen muss. Macht ihr das trotzdem? Also nach einer gewissen Zeit.

    Ich hab auf irgendeiner klugen Pflanzenseite gelesen, dass man gekaufte Pflanzen ca. 1-2 Jahre nicht umtopfen soll/braucht. Grund weiß ich nicht mehr |)

    Bei meiner Alokasie geht regelmäßig das/die ältesten Blätter ein, derweil ein neues wächst. Grad ist schon wieder ein gelbes Blatt an der Pflanze (ich lass die Blätter so lange dran, bis sie trocken werden, damit die Pflanze möglichst viele Nährstoffe retten kann - keine Ahnung, ob das so richtig ist).

    aber mit der Mutter kuscheln und Maulrangeln. Ich neige ja nicht zum vermenschlichen, aber das war wirklich als ob die beiden sich erkannt haben.

    haben sie auch. Ist zwar wohl strittig, aber ich habe schon mehrfach die Erfahrung gemacht, dass Hunde auf ihre Mutter/Hunde, die sie seit Geburt kennen, anders reagieren als auf spätere gute Freunde/Fremdhunde.

    Ihren Vater hingegen werden Hunde idR genauso erkennen, wie Menschen, die ihren Vater nie kennen gelernt haben - also gar nicht. Es geht dabei also mMn um das Prinzip "der/die hat mich aufgezogen" und nicht "der/die hat mich gezeugt/auf die Welt gebracht".

    Genauso reagieren ja auch viele Hunde, wenn sie ihre Züchter wieder sehen.

    Zu dem Thema mit dem räumlichen Sehen gibt es wohl Studien. Es wurde so erklärt, dass Hunde das räumliche Sehen nur in Kombination mit entsprechender Bewegung "in alle Richtungen", also auch mal Klettern nach oben, ausbilden können. Das fand ich auch überraschend, aber schon irgendwie einleuchtend. Das Gehirn muss ja bei vielen Dingen stimuliert werden, damit sich neue Synapsen bilden. Auch beim Menschen ist das räumliche Sehen nicht angeboren, sondern entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten durch Umweltreize.

    ja, das mag stimmen - allerdings erhalten die meisten Hunde noch Auslauf in unterschiedlichem Gelände mit unterschiedlichen Steigungen usw., so dass das räumliche Sehen auch ohne Treppe ausgebildet werden sollte.


    Meine Frage: sind die Unterschiede in der Kommunikation zwischen den Rassen wirklich so enorm?

    ja. Also, für uns Menschen nicht immer wirklich sichtbar, aber die Hunde sehen die Dialekte sehr genau.

    Bei Jin merke ich sogar durchaus Unterschiede zwischen Hunden ihrer Rasse und Hunden ihrer Rasse mit denen sie verwandt ist (bzw. liegt das vmtl. auch ein bisschen am Typ und ich treffe ihren Typ unabhängig von Verwandten wohl einfach nicht).

    Angeblich lernen Hunde das räumliche Sehen nicht, wenn sie nicht früh genug auch Treppen steigen

    Quatsch. Das Problem ist viel eher, dass Hundchen, wenn er immer vor der Treppe auf den Arm genommen wird, lernt, dass er nicht Treppenlaufen soll/kann/darf. Daher traut er sich dann das Treppenlaufen nicht, wenn er es "plötzlich" doch soll - häufig laufen diese Hunde auch draußen problemlos Treppen, aber drinnen eben nicht.

    Man sollte schauen, dass der (junge) Hund die Treppen langsam (im Schritt) überwindet und nicht wie irre hoch und runter rennt. Dann schadet Treppenlaufen auch nicht, so lange dies nicht im Übermaß geschieht (oder der Hund bereits eine Schädigung hat).

    Beim lesen in unterschiedlichen Fäden hier oder in Büchern, anderen Homepages zum Thema „Rückruf“, fällt öfter ein Satz in Richtung „wenn der Hund beim ersten Mal rufen nicht kommt, gehe ich hin und leine ihn kommentarlos an“.

    Das ist auch wieder genau so ein Satz aus Büchern, bei denen ich mich frage, ob die Autoren jemals einen Hund hatten :rolling_on_the_floor_laughing: . Ich habe solche Situationen schon so oft beobachtet und mich immer gefragt, warum ein Hund brav warten sollte, um angeleint zu werden, wenn er sich vorher schon dem Rückruf entzogen hat. Vielleicht klappt das bei Welpen, die einfach den Rückruf noch nicht raffen, aber eigentlich gar nicht "weglaufen" wollen?!

    oh, das klappt schon. Aber es ist sehr stark eine Frage des Wie. Man muss ruhig und erst bleiben - in der gesamten Körpersprache, der Körperhaltung, aber der inneren Einstellung. Ja, man wird dem Hund eine Weile hinterher gehen müssen, aber dann bekommt man ihn auch eingesammelt. Wichtig: niemals dabei Hektisch werden.

    Bei der Gartensituation würde ich allerdings nicht den Rückruf verwenden. Den Rückruf sollte grundsätzlich so verwendet werden, dass danach was tolles folgt (gerade bei einem jungen Hund/Hund, der noch nicht so lange bei einem ist). Im Zweifel kann man auch tricksen, indem man nach dem Rückruf noch ein paar Minuten mit dem (angeleinten) Hund etwas tolles/spannendes macht, bevor man den Spaziergang beendet/ins Haus geht etc.

    Wenn der Hund sich im Garten nicht (ausreichend) zu benehmen weiß und man keinen Einfluss auf ihn hat, muss er eben auch im Garten an der Leine bleiben bis er die Regeln verstanden hat.

    Allerdings würde ich schon schauen, dass der Hund reingehen nicht allzudoof findet - z.B. indem er drinnen einen leckeren Keks/Kausnack bekommt.

    Bei Jin hatte ich das Problem andersrum: abends zum letzten lösen wollte sie nicht aufstehen. Irgendwann war mir die ewige Diskutierei zu blöd; ich hab mir überlegt, wozu ich eigentlich das größere Gehirn habe, wenn wir doch jeden Abend den gleichen Streit austragen. Also die Vorraussetzungen geändert. Jetzt läuft es so: Ich geh zur Tür, rufe Jin einmal und hole dann einen Keks aus einer Keksbox (Anfangs bin ich dann mit Keks zu Jin, hab ihn ihr vor die Nase gehalten und sie damit vom Sofa "gezogen" - bekommen hat sie den Keks an der Tür). Hundi kommt herangeeilt, bekommt den Keks und wir gehen raus. Problem gelöst.

    Ich frage bei Bewerbungsgesprächen auch immer schon, ob die Leute Abneigungen, Allergien oder Ängste haben.

    Das find ich sehr gut!

    Bei uns wird den Leuten gar nix gesagt - die stehen dann an ihrem ersten Arbeitstag früher oder später einfach mal dem Hund gegenüber.

    Bisher haben wir in unsrer Niederlassung das Glück, dass alle Jin mögen (manche fast schon zu sehr - dann muss ich wieder Reihum auf die Finger hauen, dass dem Hund net so viel zugesteckt wird).

    Also Jin hat unsre neuen Werkstudenten gleich mal abgecheckt - den Hundehalter identifiziert und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass in seiner Jackentasche Kekse sind :sweet:

    Letzte Woche hatten wir eine Azubi zum Probearbeiten da, die sagte, dass sie unbedingt zu uns wechseln wollte (zieht um und hat in ihrer alten Berufsschule Kontakt zu Azubis eines andren Standorts von uns) - aber dass wir einen Hund haben wusste sie vorher nicht und will jetzt noch viel mehr zu uns. Schad, dass mein Arbeitgeber beim Thema Hund so verklemmt ist - sonst könnten wir mit Jin werben (dann würden wir vielleicht auch endlich mal eine neue ReFa finden) :lol: