Beiträge von l'eau

    Die meisten Afghanen haben einfach zu viel Fell - da hat man dann schon einen enormen Pflegeaufwand.

    Ableinbarkeit ist bei ihnen recht schwierig bis unmöglich. Fremdhunden gegenüber sind sie oft nicht sonderlich nett.

    Und beim Windhundsport fehlt Afghanen manchmal der nötige Ernst - heißt, sie brechen einfach ab/laufen gar nicht erst los.

    Würde es dann evtl Sinn machen, das Signalwort zu geben wenn er zufällig mal zu mir gerannt kommt ohne dass ich ihn mit seinem Rückrufwort geholt habe?

    kann man natürlich auch.

    Ich dachte, dass das vielleicht dazu führt, dass es merkt, dass es Sinn macht, näher bei mir zu bleiben.

    Das könntest du mit der Zeit darüber erreichen, dass du das auf dich Achten im angemessenen Radius hochwertiger belohnst, als wenn er weiter weg ist oder nur noch im angemessenen Radius belohnst.

    Könnte allerdings auch je nach Hund dazu führen, dass er dann bei größerer Entfernung wieder anfängt Mist zu bauen.

    Dixie gehts gut. Sie ist unverletzt, was für mich einem Wunder nahe kommt.

    Das muss kein Wunder sein. Hier haben 15kg-Whippet den vllt 1,5kg-Zwerg heftig gemaßregelt - heißt, der Zwerg war praktisch komplett in Jins Maul verschwunden, die knurrend über dem schreienden Zwerg stand (hatte hier den Grund, dass der Zwerg jede andre Form eines Neins nicht ernst genommen hat).

    Es gab nie Verletzungen. Warum? Weil Hunde ihr Maul recht genau dosieren können.


    Ich habe es aber geschafft, einigermassen ruhig und klar zu bleiben, und nach dem 3 Hund wars dann etwas weniger schlimm.

    sehr gut!

    Gemeint ist damit einfach, dass ich ihn dafür belohne, dass er in meiner Nähe ist und auf mich reagiert, oder?

    beim Wartekommando soll der Hund in etwa dort bleiben wo er ist, bis man sich in seiner Nähe befindet (oder das auflöst) beim Gummirückruf soll er sich in die Nähe des Menschen begeben - also trainieren würde ich es schon so, dass es das Lob für's Kommen direkt zum Menschen gibt, aber im Alltag nimmt man's dann nicht ganz so eng, ob der Hund ganz ran kommt oder nur auf 1-2m ran.


    schon einige Wochen und habe leider nicht den Eindruck, dass es die Radius"ausreißer" ändert..

    damit trainierst du auch "nur", dass der Hund auf dich achtet - nicht die Entfernung des Hundes zu dir.

    Würde es evtl. Sinn machen, sein in meiner Nähe bleiben und nach mir schauen bzw. von sich aus wieder zu mir zurückzukommen sehr hochwertig zu belohnen (zB Leberwurst oder so)? Oder sollte ich auch das (wie auch die Aufmerksamkeit auf mich bei Ansprechen und Fremdreizen) mal mit clickern versuchen?

    Kann man sicher klickern - ich habe das "normal" belohnt. Mal "nur" Lobwort (fein, gut, prima - nach Lust und Laune), mal mit (fliegendem) Keks, mal nur ein Erwidern des Blickkontakts, ein Nicken.

    Je mehr Probleme der Hund mit den gewünschten Verhalten hat, desto höherwertiger sollte die Belohnung sein (also anfangs gibt's praktisch immer Kekse, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt).

    Bei meiner ehemaligen Sitterhündin hab ich Anfangs gar nicht dran gedacht, sie darin zu bestärken auf mich zu achten - in der Pubertät hat sich das dann natürlich gerächt. Da hab ich anfangs sogar ein Zucken des Ohrs in meine Richtung bestätigt.


    Ich muss nochmal zu diesem Gummirückruf fragen: Also ich spreche ihn mit seinem Namen an? und wenn er reagiert (muss aber kein Anschauen sein?) gebe ich das entsprechende Wort (was nehmt ihr da?) und werfe ein Leckerli? Dann macht man das aber logischerweise nur wenn der Hund relativ nah bei einem ist?

    Nicht so arg verkopfen, das machen, was zu einem passt. Name sagen ist halt sinnvoll, damit der Hund weiß, dass er gemeint ist. Als Gummirückruf kann man nutzen, was man mag (komm, bleib in der Nähe, ran, nicht so weit,... aber man könnte auch Fantasieworte oder so nehmen - wie bei jedem Kommando eben).

    Anfangs natürlich dann sagen, wenn der Hund schon in etwa das gewünschte Verhalten zeigt - wenn der Hund bereits 100m entfernt ist, stehen die Chancen halt schlecht, dass er das Wort mit dem gewünschten verknüpft.

    Ich hatte hier relativ zu Beginn mal nachgefragt, ob eure Hunde während des Spaziergangs zusätzlich "entertaint" werden und da war die relativ einhellige Meinung: Nein.

    Da ist immer die Frage, wen man fragt/wer antwortet.

    Wenn die Hunde einen Job haben, indem sie ausreichend ausgelastet werden, dann ist es recht logisch, dass beim Gassi nichts gemacht wird.

    Aber bei Hunden, die die meisten Tage nichts machen außer auf dem Sofa rumliegen? Jin bekommt während des Gassis mal mehr mal weniger Bespaßung. Mal latschen wir nur durch die Gegend und Jin darf weitestgehend ihr Ding machen. Mal spielen wir zwischendurch Frisbee. Mal darf Jin verstecktes Spielzeug suchen. Mal darf sie "verlorene" Gegenstände suchen. Mal darf sie auf Bänke, Steine, Äste springen/balancieren. Mal üben wir kurz ein bisschen Unterordnung.

    Manchmal gibt's auch mehrere verschiedene Bespaßungen auf einem Gassi.

    Allerdings muss man auch aufpassen: es gibt Hunde, die dann anfangen nach Beschäftigung zu geiern - da wäre Bespaßung beim Gassi natürlich nicht so gut. Die meiste Zeit sollte der Hund ja schon sein Ding machen.


    Bei deinem Problem würde ich es so machen, dass ich den Hund maximal 3-4x dran erinnere, in einem akzeptablen Radius zu bleiben (mit Wartesignal, Gummirückruf o.ä.) und dann käme die Leine dran.