Unser Tagesablauf:
- 4 Runden, eine davon 30 Minuten an der 10m Schleppleine (total 50 Minuten), 3 davon kleine Löserunden
- einen Teil ihres Futters muss sie sich erarbeiten (Schnüffelteppich, Klopapierrollen auspacken, Training Leinenführigkeit, etc.)
- Futterbeutel apportieren funktioniert bereits sehr gut
- Impulskontrolle: mittlerweile hat sie gelernt, sich hin zu setzen und zu warten, bis ich das "Jetzt" Signal gebe und sie sich auf ihr Futter, etc. stürzen darf.
- Ich versuche, mit ihr Entspannung zu üben.
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Ich finde das Gesamtbewegungspensum relativ wenig. Zumindest alle paar Tage sollte eine große Runde von mind. 1h drin sein.
Tägliche Kopfarbeit würde ich hingegen streichen. Das Hundchen ist gerade nach 7 Jahren in einem andren Haushalt gelandet - neue Menschen, neue Umgebung, neue Regeln, neuer Erziehungsstil. Das ist ohnehin viel zu verarbeiten.
Leinenführigkeit kannst du nicht einen kompletten Spaziergang erwarten. Trainiere das erstmal in ruhiger reizarmer Umgebung für jeweils nur ein paar Schritte.
Bzgl. des Pöbelns: Lies dich mal in Zeigen und Benennen ein (ich glaube, dazu gibt's auch hier im DF einige Threads).
Sie hat zwar 3 Liegeplätze, bleibt dort aber nie.
auch das muss ein Hund erst lernen. Da du sagst, dass dein Hund dir immer nachläuft, würde ich auf dieses Training ein erhöhtes Augenmerk legen. Evtl. kannst du als Management/Unterstützung vorerst auch mit Kindergittern/Welpengittern arbeiten.
Auch merke ich, dass sie gern ihr Köpfchen durch setzen will: häufig bellt sie mich "empört" an, z.B. wenn ich einen Weg einschlage, der ihr nicht passt.
Könnte aber auch sein, dass der Weg/die Reize/die neue Umgebung deinen Hund überfordert.
Wenn ich zu Hause lesen möchte, stupst sie mich immer wieder an, weil sie etwas essen möchte (sie kriegt genug Futter). Wenn ich sie dann ignoriere, fängt sie an zu bellen, und das hört sich an wie ein Trotzbellen.
Nun, dein Hund durfte (bzw. musste) wohl seine letzten 7 Jahre ziemlich viel bestimmen. Da musst du ihm jetzt halt klar machen, dass das nicht geduldet wird. Wobei man schon ein bisschen differenzieren muss: teilt der Hund ein ihm wichtiges Bedürfnis mit, ist das ansich gut. Wenn man das Bedürfnis aber nicht erfüllen kann, dann finde ich es nicht fair, diese Kommunikation durch Ignorieren ins Leere laufen zu lassen. Ich würde dem Hund da durchaus mitteilen, dass ich ihn wahrgenommen habe, aber er jetzt nichts zu futtern bekommt/sich woanders hinlegen soll etc.
Irgendwie fühle ich mich von ihr kontrolliert und "gemassregelt"
Vielleicht wäre es ganz gut, wenn du einen Trainer zu euch nach Hause kommen lassen könntest, der euren Umgang miteinander betrachtet und dir zeigen kann, wie du deinem Hund hilfst, in deinem Alltag zurecht zu kommen.