Maulkörbe sollen Wunder wirken wenn man nicht so schnell aufarbeiten kann wie der Hund zubeißt.
nur blöd, wenn ein Hauptelement des Trainings aus Apportieren besteht - das beißt sich halt etwas mit dem Maulkorb ![]()
Maulkörbe sollen Wunder wirken wenn man nicht so schnell aufarbeiten kann wie der Hund zubeißt.
nur blöd, wenn ein Hauptelement des Trainings aus Apportieren besteht - das beißt sich halt etwas mit dem Maulkorb ![]()
ich würd jetzt nicht kompetent sagen, aber engagiert. Und stimme dir bzgl. dem richtigen Trainer absolut zu. Bis dann halt durch die Bisse das Vertrauen weg war
Hab ich das eigentlich richtig verstanden, dass es zu den Bissen erst nach Einschaltung der Trainerin/Beginn des Trainings kam?
ja, aber dneke das wäre auch ohne Einschalten der Trainerin passiert, irgendwo hin muss die Energie ja..
ja, das denke ich auch. Aber... so als Laie denke ich, dass es unter Trainerbegleitung nicht zu 5 Bissen kommen sollte.
Habe die Besitzerin von Baku irgendwie recht kompetent wahrgenommen. So a la, mit dem richtigen Trainer hätte ich ihr das zugetraut.
ich würd jetzt nicht kompetent sagen, aber engagiert. Und stimme dir bzgl. dem richtigen Trainer absolut zu. Bis dann halt durch die Bisse das Vertrauen weg war ![]()
Hab ich das eigentlich richtig verstanden, dass es zu den Bissen erst nach Einschaltung der Trainerin/Beginn des Trainings kam?
sowas hier müsste es sein:
Hättet ihr das Programm für Baku tatsächlich auf 0 runter geschraubt?
ja, weil alles draußen ja Stress für ihn ist. Wie willst du denn entspannt Gassi gehen, wenn der Hund so heftig auf Autos und Menschen reagiert? Und dann triggert ihn auch noch jede Art von Bewegungsreiz. Irgendwie muss der Hund aus der Stressspirale raus, damit sein Körper die ganzen Stresshormone abbauen kann.
Das Problem ist, dass du deine Umwelt einfach nicht gut genug im Griff hast - du kannst einfach nicht vermeiden, dass doch ein Reiz auftaucht, der den Hund so triggert, dass er wieder im Stresstunnel ist - womit wieder Stresshormone den Körper fluten und du quasi wieder von vorne anfangen kannst. Und der Garten war ja nicht ganz klein, es ist also nicht so, dass der Hund gar keine Bewegung/Anregung bekommt.
Edit:
Wie willst du das denn machen? Komplett 0 geht garnicht außer er kommt nicht mehr vor die Tür
Natürlich ist "0" sehr überspitzt. Aber halt wirklich Minimalprogramm, damit der Hund wirklich so wenig wie möglich in Stresssituationen gerät.
Braucht man heute noch Gebrauchshunde? Klar, es gibt immer noch Jäger, Schäfer, Polizei,... Die brauchen Triebstärke.
du vergisst den Hundesportbereich. Ganz viele dieser Rassen können auch in Privathände super gehalten werden. Das Problem sind die Leute, die sich einen solchen Hund holen, ohne sich vorher wirklich informiert zu haben.
Diese Hunde gar nicht/mit wenig Trieb züchten, damit im Zweifel Lieschen Müller sie bedienen kann, macht sie für die Arbeit untauglich.
In dem Moment, indem man Arbeitsrassen nicht mehr auf Arbeit selektiert, passiert es allzuoft, dass sich ihr Wesen zum Negativen verändert. Warum? Weil man nicht einen Hund züchten kann, der aussieht wie ein Arbeiter, aber dabei den Charakter nicht beachtet. Zumal sich der Verwendung des Hundes durch die Epigenetik auf seine Nachkommen vererbt, zu ihrem Charakter beiträgt.
Ich bürste Jin mit einem Silikon-Spülschwamm-Dings ![]()
Für so einen kurzhaarigen, trockenen Hund ist es gar nicht so einfach eine gute Bürste zu finden. Meine Mama hatte dann dieses Silikon-Spülschwamm-Dings und hat gefragt, ob ich das möchte - ihr taugt es zum Abspülen nicht. Fast hätt ich nein gesagt, aber als ich das Ding in der Hand hatte, dachte ich mir, dass das in etwa das ist, was ich schon immer als Bürste für Jin gesucht hab.
Mir hätte rein optisch auch ein Aussi oder Border Collie gefallen, aber niemals hätte ich mir das angetan. Optik sollte nicht das Hauptkriterium sein.
So wurde es ein Labrador
natürlich sollte Optik nicht das Hauptkriterium sein. Aber wenn ich einen Hütehund möchte, dann bringt es mit 0,0 mir einen Jagdhund zu kaufen, nur weil das (angeblich) die einfachere Rasse ist. Ein Labrador ist vom Wesen her ganz anders als ein Border oder ein Aussi. Der Labbi bringt einem also in Vorbereitung auf einen Hütehund genauso viel wie ein Stoffhund.
Hauptkriterium sollte grundsätzlich sein, was für eine Art Hund (Wesen, Charakter, Einsatzzweck) man möchte. Und in diesen Gruppe sollte man dann die passendste Rasse wählen. Und daraus den passenden Züchter, weil es auch in jeder Rasse immer eine gewisse Bandbreite gibt. Oder eben den passenden Hund aus dem Tierschutz.
Das hat er am Anfang so gesagt und später meinte er noch, dass er nicht verstehen kann, warum solche Hunde überhaupt gezüchtet werden, die so reaktiv sind.
Aber wer weiß, vielleicht war es auch aus dem Zusammenhang gerissen.
Er sagte ganz klar, dass dieser Hund zu triebstark gezüchtet sei. Was ich so von dem, was wir sehen konnten, nicht glaube. Zu triebstark für den 0815-Hundehalter. Ja, das sicherlich. Allein schon, weil bei diesem Hund der Trieb noch mit ordentlich Aggressionspotential gekoppelt ist.
Aber für seinen Job oder auch Hundehaltern, die diesen Typ Hund genau so mögen und rassegerecht auslasten können, schien mir der Hund jetzt nicht extrem. Dass er schließlich gegen seine Halterin ging, lag vmtl. am für diesen Hundetyp unpassenden Training. Der Hund hatte ja mind. eine extrem stressige Situation pro Tag, weil die Übungen teilweise mit starken Bewegungsreizen zu tun hatten. Der konnte gar nicht seine Stresshormone abbauen. Das war ein elendiger Teufelskreis. Das hat sich immer höher geschraubt und irgendwann musste der Stress irgendwohin.
Bei der Situation, wo sie Hundebegegnungen trainiert hatten (die Halterin stand mit dem Hund halb hinter einem Auto, wenige Meter daneben ging einer mit zwei größeren Hunden auf einem Weg entlang - die Hunde tauchten also "plötzlich" hinter dem Auto auf), waren die Fremdhunde auch viel, viel zu dicht - das konnte nicht gut gehen.
Beim Training im Garten: Frauchen wirft Futterbeutel/Dummy. Hund soll apportieren. Trainerin kommt an den Zaun und verlangt, dass der Beutel in ihre Richtung geworfen wird. Ja, das ist das Rüttersche Trainingsprinzip - aber für einen so reizempfänglichen Hund, der noch dazu auf seinem Grundstück mit seiner Beute ist, ist das schon ganz hohe Schule. Zumal er zu dem Zeitpunkt schon durch das Apportieren hochgespult war. Konzentriert. Ja. Aber hochgespult. Das ist ja der Witz an diesem Hundetyp: dass er in hoher Erregungslage arbeitet. Aber dafür muss der Hund auch sorgfältig ausgebildet sein und hier fehlen Grundlagen - weil die Halterin es nicht besser wusste und die Trainerin es auch nicht besser weiß.
Ich glaube, wenn man den Hund wirklich einige Wochen auf 0 runtergefahren hätte. Nur Garten. Sonst nichts. Und dann dosiert ruhige Beschäftigungen etablieren, Umorientierung langsam aufbauen und das Training mit Reizen, die ihn triggern wirklich extrem kleinschrittig mit großem Abstand aufgebaut hätte, dann hätte das was werden können. Die Halterin wirkte ja durchaus engagiert. Dass sie das Vertrauen in den Hund verloren hat, nachdem dieser sie mehrfach gebissen hat, kann ich sehr gut verstehen und halte da auch die Abgabe für das Beste - gerade bei diesem Hundetypus, der so extrem sensibel auf seinen Halter und seine Stimmungen reagiert...
Ich bin ja so gar kein Freund von Wurfspielen jeder Art, finde das einfach öde, aber Baku soll ja nicht einfach nur hinterher rennen, da wurde ja auch über Impulskontrolle gearbeitet und ich finde, dass er dabei sehr konzentriert gewirkt hat. Zumindest was man von den Ausschnitten sehen kann.
Das Problem ist, dass allein der Reiz des fliegenden Spielzeugs bereits zur Ausschüttung von Stresshormonen führen kann. Auch das Rumfetzen beim Apportieren kann eine "berauschende" Wirkung haben. Das alles zusammen kann einen Teufelskreis ergeben. Und bei diesem Hund erscheint mir das ein Teil des Gesamtproblems.