Der Ehrgeiz liegt bei mir im Agi bei einem tollen Lauf mit dem Hund, den Parcours zu meistern. Je nach Parcours auch darin, platziert zu werden - also oft sieht man ja schon beim Ablaufen, wie gut der Parcours einem liegt/wo die Schwierigkeiten sind/wie "schlimm" die Schwierigkeiten sind. Gerade mit Jin hatte ich (wg. Ausbildungsfehlern meinerseits) halt auch einige Schwächen. Aber wenn der Parcours ansich für uns gut laufbar war, dann ging ich auch mit der Ambition platziert zu werden, in den Parcours. Jetzt mit Sookie ist's noch anders, wir müssen in Turnieratmosphäre noch etwas zueinander finden (was aber schwierig ist, weil ich dauernd krank bin und wir daher nicht starten).
Und so in etwa ist's bei den meisten Agi-Sportlern, die ich kenne. Man läuft schon mit dem Willen platziert zu werden - das deckt sich ja idR eh damit, den Parcours bestmöglich zu meistern. Am Ziel wird eigentlich jeder Hund bestätigt - ob man letztlich platziert ist, weiß man ja oft eh erst am Ende aller Läufe. Fast immer wird mit einem Hund trotz Disqualifikation weiter gelaufen, damit der Parcours für den Hund gut endet.
Vereinzelt gibt es auch mal Leut, die ihren Frust am Hund auslassen, indem sie z.B. nicht loben. Korrekturen im Parcours gibt es aber tatsächlich auch hin und wieder. Manchmal gerechtfertigt, manchmal nicht.
Übrigens, weil irgendjemand das erwähnte: ich hab Jin bei der Wippe auch immer angebrüllt - weil die Wippe je nach Winkel für den Hund wie der Steg aussieht und Jin ein einfaches "Wippe" nicht so richtig wahrgenommen hat, was zu Flugwippen (Absprung am Kipppunkt - nicht sehr gesund für die Gelenke) geführt hat. Mit "WIPPE!" hingegen hat sie die Wippe als solche erkannt und die nötige Vorsicht walten lassen. Als Strafe hat Jin den Ruf nicht wahrgenommen, nur als Hinweis, dass sie aufpassen muss. Also manchmal kann manches für den Aussenstehenden schärfer wirken, als es es für den Hund tatsächlich ist.