Beiträge von l'eau

    Macht das bei Welpen wirklich Sinn die beim Fressen zu stören?

    nein, natürlich nicht.

    Wenn das Vertrauen da ist, kann man ganz selbstverständlich mal an den Napf (weil man z.B. ein Medikament vergessen hat), ohne dass der Hund Terz macht. Aber a) kann beim Welpen das Vertrauen noch gar nicht da sein und b) wird ja wohl jeder nachvollziehen können, dass es total nervig ist, wenn man beim Essen gestört wird.

    Genau! Da war ich auch alarmiert, frage mich aber, bei welchen Temperaturen die wohl gedreht haben? :hot: Die Menschen wirkten aber alle nicht sooo unter Hitzestress zu leiden wie der Border, der Schatten suchte und auf den Bodenplatten den Bauch kühlen wollte.

    Wenn so ein Border sich hochspult, kann er schon bei relativ moderaten Temperaturen an eine Belastungsgrenze kommen, die BCC auslöst - also natürlich nur, sofern dieser Hund von BCC betroffen ist.

    Es ist auch so, dass man den Hunden die Krankheit nicht von Welpenalter an anmerkt - das kommt häufig erst im Erwachsenenalter und dann schleichend. Am Anfang also nur so Symptome, wie die Hündin sie zeigt, dann mal ein Muskelzittern, mal eine Lahmheit - und irgendwann klappt der Hund komplett zusammen. Und je nach Ausprägung kann das dann schon bei sehr geringer Belastung vorkommen.


    Bei der Katze frag ich mich, wie Rütter auf Aggression kommt. Das ist reines Jagdverhalten. Da ist keine Aggression dahinter (außer vllt von Seiten der Katze, wenn sie sich verständlicherweise wehrt). Ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass dieses "Hund ins Kommando nehmen und dabei Reize aushalten" hier der Schlüssel zum Problem ist - Hund soll die Katze ja auch nicht jagen, wenn er grad nicht in einem Kommando ist.

    Ich hätte das Verhalten tatsächlich auch "einfach" nachdrücklich abgebrochen. Katze ist ein Familienmitglied und wird nicht gejagt. Punkt. Parallel eben ignorierendes Verhalten des Hundes gegenüber der Katze bestärken. Und gucken, ob die Katze evtl. provoziert und ggf. die Katze miterziehen - der eine Kater meines Schwagers hat es geliebt, Jin zu ärgern. Das können Katzen sehr subtil, da muss man gut ein Auge drauf haben, sonst wird's unfair.

    oha, bei einem Border, der sich selbstständig aus dem "Spiel" nimmt und sich selbstständig in den Schatten legt, wär ich echt vorsichtig - die haben ja eigentlich nicht so den natürlichen Ausschalter. Auch, dass die Hündin den Buch im Haus auf die Fliesen drückt, lässt mich vorsichtig sein. Beim Border kann es die Krankheit "Border Collie Collapse" geben - eine Erkrankung, die den Hund bei Belastung zusammenklappen lässt.

    Ich guck grad Rütter nach. Erste Futter-Szene mit dem Border Collie: sieht für mich danach aus, dass die Leute nach dem - leider auch in manchen Welpenratgebern stehenden - Rat gehandelt haben, dass man beim Welpen immer wieder an den Napf gehen soll, während der Hund frisst. Weil Hund soll ja lernen, dass man Chef ist und jederzeit ans Futter darf :roll:

    Hätt der Hund immer in Ruhe fressen dürfen, gäbe es das Problem evtl. gar nicht - und wenn man dann irgendwann mal aus irgendwelchen Gründen dem Hund den Napf doch mal wegnehmen muss, dann geht das idR problemlos.

    Jin und ich haben heut die letzte Quali für den Aufstieg in die A2 erlaufen :party:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Der Parcours ansich war echt schön. Hatte ein paar spannende Stellen. Ein paar Ecken hätte ich schöner führen können - wobei ich grad auch ziemlich angeschlagen bin, das spielt natürlich mit rein. Beim Abgehen hab ich manches auch einfach falsch eingeschätzt. Aber Jin ist einfach super-brav :herzen1:

    "mein Hund ist so krass, da funktioniert kein Jagdersatztraining"

    Quatsch. Es ging darum, dass jmd (du? weiß grad nicht mehr) geschrieben hat, dass es immer einen positiven Weg gäbe. Was aber meiner Erfahrung nach eben nicht für jeden Hund stimmt.

    Ja, bei viele Hunde funktioniert das "normale" Jagdersatztraining mit dem Anzeigen von Reizen. Aber eben nicht bei allen - mangels Erfahrung kann ich nicht sagen, ob das bei Jin an der Rasse liegt oder an ihr selber. Fakt ist: bei einem Hund, der gerne Verhaltensketten bildet und gerne seine Menschen manipuliert, kann dieses Anzeigen von Reizen ziemlich nach hinten los gehen.

    Oder um es mit Rütter zu sagen: "Kauf niemals einen Hund, der intelligenter ist als du." Blöd nur, dass man das bei einem Welpen in der Wurfkiste nicht unbedingt sieht. Jin findet's gut |)

    Aber wenn wir jetzt im Wald sind und er mir alles möglich anzeigen will, why not. Ist doch schön wenn er dran Spaß hat (und vor allem wir bei was gemeinsamem). Also ich stör mich da nicht dran.

    Das Problem ist, dass mein Hund sich dadurch immer mehr in eine Jagdstimmung reinsteigert. Sie hält dann richtig Ausschau. Und nein, wenn der Hund alle 2m was anzeigt, dann empfinde ich das weder schön, noch entspannt. Die Gefahr, dass sie dadurch einen Jagdreiz sieht und sich nicht mehr zurückhalten kann, ist viel höher, als wenn der Hund entspannt durch den Wald trabt.

    Ja, ich weiß, dass das System bei vielen Hunden funktioniert. Ich hab das selber schon gesehen. Aber bei meinem Hund funktioniert es eben nicht.

    Hm, Cheese kann sich auch so jederzeit nen Keks bei mir abholen kommen wenn ihm danach ist

    Könnte Jin das, wäre sie kugelrund :pfeif:

    Sie kriegt bei mir viel nebenher, auch mal einen Keks fürs Schöngucken. Aber ich habe bei meinen Kollegen gesehen, was passiert, wenn Jin einen Menschen zum Keksautomaten macht - und dann das Füttern durch die Kollegen verbieten müssen.

    Wow! Was für tolle Läufe!

    Glückwunsch!

    Den letzten Parcours vom Video hat unsre Trainerin uns geschickt (also den Plan davon): fand es sehr spannend zu sehen, wie du ihn geführt hast! und bin gleichzeitig sehr froh, dass unsre Trainerin diesen Parcours nicht im Training stellt.

    und er mir im Idealfall Wild anzeigt. Dh anstatt durchzustarten "zeigt" er es mir und steht vor. Vorstehen kann er ja dann auch so lang er will, er wird währenddessen gelobt und kriegt nen Keks.

    Cheese nimmt auch gerade im Wald ständig was wahr, wir müssten also ständig abbrechen, das frustriert ja nur uns beide.

    Die Methode aus deinem ersten Zitat hat hier zu dem Ergebnis aus deinem zweiten Zitat geführt. Jin hat im Wald nur noch Ausschau nach Reizen gehalten, laufend irgendwas angezeigt. Ich sag's ja: Hunde, die Verhaltensketten bilden, können die Pest sein :roll:

    Ich belohne daher mittlerweile grundsätzlich nur noch das Abwenden von Reizen oder das entspannte Rumlatschen. Steigert Jin sich in Jagdmotivation rein, gibt's einen Abbruch. Meist fährt sie dadurch direkt wieder runter und es geht entspannt weiter.

    Allerdings bleib ich fair: wenn die Umgebung sehr spannend ist, kommt die Leine dran. Dann verlange ich weniger Selbstbeherrschung von Jin, sie darf mehr gucken und mehr Jagdverhalten ausleben.


    Und dann, wenn du deinen Windhund im Durchstarten vom Jagen abbrechen kannst

    zur Klarstellung: nur, solange es keinen Sichtreiz gibt. In diesem Punkt habe ich zu viele Anfängerfehler gemacht.

    Den (aversiven)Abbruch setze ich beim Durchstarten auch grundsätzlich nur, wenn es klar ist, dass Jin grad einen Rückruf (und damit Kekse) provozieren will oder sie ein andres Signal ignoriert hat.