Beiträge von l'eau

    Ich bewege Welpen überhaupt nicht aktiv. Die Leben doch eh noch den spielen, fressen, schlafen Rythmus. Lernen jeden Tag Neues kennen, probieren sich aus, Wachsen, usw.

    Von welchem Alter sprichst du? Jin ist bei mit 12 Wochen, Sookie mit 10 Wochen eingezogen. Beide hatten von Anfang an Spaß an Spaziergängen (im angepassten Tempo). Einfach nur wo hinsetzen und die Welt erkunden lassen, hätte beiden definitiv nicht gereicht.

    Als Sookie 4 Monate alt war, hatten wir Hundebesuch und sind eine etwas größere Runde gelaufen - 9 km waren's am Ende. Ich hab Sookie zwischendurch mal auf den Arm genommen - fand sie überflüssig. Sookie hat am Ende sogar noch die andren Hunde zum Rennen und Spielen aufgefordert. Das Tempo war freilich entspannt und wir haben zwischendurch mal Pause gemacht.

    Ich würde so große Runde definitiv nicht täglich oder häufiger machen. Aber mal sollte sowas für einen gesunden Hund kein Problem darstellen.

    Natürlich rede ich von Runden, bei denen die Welpen im Freilauf sind - an der Leine ist sowas nicht gut.

    Naja, das klingt ja gerade so, als sei Futter die einzige Möglichkeit für Belohnung? Ich finde, die*der Trainer*in wirkt in dem Punkt wenig kompetent. Außerdem kann es bei einem Hund, der sich im Konflikt befindet zu großem Stress führen, wenn das "Problem" das Futter hat, der Hund also gezwungen wird, sich dem Problem zu nähern, weil er sonst nicht ans Futter kommt. In dem Fall kann Futter sogar zur Bestrafung werden.

    Ist die Frage: muss dein Hund Kontakt zu andren Menschen haben? Das Thema könnte sich durchaus von alleine erledigen, wenn sie einfach nicht mehr kontakten muss. Also in eurem Fall könnte die beste Belohnung für deinen Hund sein, dass andre Menschen in ignorieren bzw. du dafür sorgst, dass andre Menschen nicht an ihn ran kommen.


    Sookie meint grad, dass mein "Nein" nicht immer gilt. Krankheitsbedingt bin ich halt auch nicht immer so fix, es durchzusetzen. Muss Sookie wohl nochmal nachsitzen. und ich auch :fear:

    Andrerseits muss man sagen: 30 Minuten bei leichtem Regen Gassi und Sookie konnte problemlos frei laufen, hat sich an mir orientiert, Rückruf immer prompt umgesetzt und auch das lose Alltagsfuß recht passabel umgesetzt, obwohl sie zu dem Zeitpunkt eigentlich vor zum Auto flitzen wollte. Also grundsätzlich klappt's recht gut - gerade dafür, dass wir zur Zeit Minimalprogramm haben.

    Natürlich wenn dann nur größere Hunderassen, kein Jacky oder so ;)

    Im Gegenteil. Gerade für wirklich große Hunderassen können solche Strecken körperlich problematischer sein als für Kleinhunde.

    Hunde sind Lauftiere. Rein körperlich stecken - gesunde - Hunde solche Strecken problemlos weg. Bei manchen Rassen/Individuen kann es sein, dass der Kopf das nicht mitmacht und sie von zu vielen Eindrücken/zu wenig Ruhephasen überdrehen.

    Niemand spricht von 100% Kontrolle. Ich hab auch nicht massig Zeit - ich bin alleine und arbeite 40 h/Woche. Meine Mädels bekommen keine 2 h Gassi + Training pro Tag - da hast du also deutlich mehr Programm für deinen Hund als ich.

    Es geht darum, dass dein Hund auf einem hohen Erregungslevel läuft und sehr viel unnötigem Stress ausgesetzt ist. Ein Hund, der sich bei jedem (!) Gassi für 10-15 Minuten nicht kontrollieren kann, ist nicht normal. Ein kurzer Rennflash hin und wieder (bei Junghunden öfters, bei älteren Hunden seltener) ist normal. Aber nicht 10-15 Minuten - schon gar nicht bei einem 4-jährigen Hund und erstrecht nicht jeden Tag zwei Mal.

    Es geht auch nicht darum, dass du die BH laufen musst oder Preise im Agi oder Dummy gewinnen musst. Es geht darum, dass man dir versucht hat dort an bildlichen Beispielen klar zu machen, woran man sieht, dass bei euch etwas nicht passt.

    Ganz abgesehen davon, dass ein Hund, der für einen speziellen Arbeitsbereich gezüchtet wurde, die genaue Arbeit in diesem Bereich braucht. Wischi-Waschi Dummy-Training ist für einen Retriever nicht halb so befriedigend, wie wenn man das ordentlich aufzieht. Der Hund will nämlich richtig arbeiten. Das liegt in seinen Genen.

    Da die Ihre Hunde dort auch Frei laufen lssen ist das entspannt.

    Ich lasse meine Hunde zwar frei laufen, will aber keinen Fremdhundekontakt - weil meine Große aufgrund blöder Erfahrungen dann je nach Situation entweder in Panik flüchten möchte oder den Fremdhund vermöbeln will.

    Ja, es mag bei dir grundsätzlich kein Problem für dich/deine Umwelt sein, dass dein Hund nicht kontrollierbar ist.

    Aber für deinen Hund ist das ein Problem. Dein Hund ist bei jedem Spaziergang - also 2x täglich (!) - auf einem so hohen Stresslevel, dass er sich nicht kontrollieren kann! Das ist hochgradig ungesund!

    Im Freilauf funktioniert das abrufen oder fuß gehen am anfang sehr schlecht...wird dann aber besser. So nach 10-15 Minuten gehts dann sofern nicht grade andere Hunde entgegen kommen oder sonstige Reize da sind die er als spannend erachtet.

    Dein Hund brauch also bei jedem Gassi 10-15 Minuten, um soweit runterzufahren, dass er halbwegs auf euch reagieren kann? *uff. Da stimmt mMn was gewaltig nicht.

    Meine Mädels sind gerade mega-unausgelastet, weil ich seit knapp 6 Wochen mit einer Erkältung mehr oder weniger flach liege. Montag bis Mittwoch gab's nur Garten. Mittwoch am späten Nachmittag sind wir zum Hundeplatz gefahren - Agi-Training. Ja, beide Hunde waren mega-flitzig. Aber beide haben auch jedes Signal von mir prompt umgesetzt - auch Sookie mit 1,5 Jahren. Und ebenso ist es, wenn ich mit ihnen Gassi gehe. Ich kann unmittelbar nach dem Ableinen die Mädels wieder zu mir rufen, kann dann auch Tricks abfragen. Könnte ich das nicht, würde ich die Hunde gar nicht erst ableinen - hab keinen Bock, dass ich ableine, dann kommt ein Reiter um die Ecke und ich hab keine Möglichkeit zu verhindern, dass sie zum Pferd durchbrennen, dieses zum Scheuen oder Durchgehen bringen oder von diesem getreten, getötet werden. Oder es kommt ein Auto um die Ecke und fährt sie platt. Oder ein Radfahrer. Oder...

    Ich gebe zu, mir ist eine gute Leinenführigkeit nicht sonderlich wichtig (Whippets neigen eh nicht großartig zum Zerren). Aber mit einem halbwegs erzogenen Hund, kann man die kurze Zeit bei der BH-Prüfung eigentlich auch ganz gut schummeln, z.B. durch Alltagsfuß, Hund bei Sichtung von aufregenden Situationen (Tauben, spielende Kinder o.ä.) ablenken etc. Auch eine ganz kurz gefasste Leine kaschiert leichtes Ziehen recht gut. :pfeif:

    Nachdem ich lese, dass ihr das Unterordnungsgedöns auf'm Platz abrufen könnt: könnt ihr das auch draußen? Kurze Einheit Fußarbeit im Garten, Wald, in der Stadt? Könnt ihr das beim Dummytraining? Während andre Hunde arbeiten? Nachdem der Dummy für euren Hund ausgelegt wurde und bevor ihr ihn in die Suche schickt?

    Und grade in einem Forum gebe ich da wenig drauf und wenn erwarte ich dann statt überheblicher Sprüche eher konstruktive Hilfe.

    Kleiner Hinweis: du reagierst viel auf Beiträge, die (aus deiner Sicht) nicht hilfreich sind/dich angreifen, aber wenig auf hilfreiche Beiträge. Ist ein bisschen so wie beim Leinenführigkeitstraining: Wenn du auf den Fehler (das Ziehen) reagierst, denn erhöht sich dieses Verhalten, weil du darauf die Aufmerksamkeit legst. Wenn du hingegen auf das gewünschte Verhalten (Nicht-Ziehen) reagierst, so wird sich dieses festigen.

    Naja, es ist wie ichs oben schon geschrieben hab.....
    Bleiben wir stehen...tut er es auch...kann dann auch die leine fallen lassen....mit dem kommando "bleib" bleibt er auch da wo er grade ist...auch wenn wir uns entfernen.

    Das hat nichts mit Leinenführigkeit zu tun.

    Die Aussage das der Hund jetzt 4 Jahre lang das ziehen gelernt hat ist so auch nicht richtig.
    Wir haben es ja immer wieder mit verschiedenen Methoden versucht zu unterdrücken....Nur ohne Erfolg.

    Also zieht euer Hund seit 4 Jahren erfolgreich an der Leine - denn er kommt immer zum Ziel.


    Vielleicht hilft es euch auch, wenn ihr eure Gedanken ändert: nicht den Hund fürs Ziehen sanktionieren, sondern den Hund für's Nicht-Ziehen belohnen. Euer Hund scheint mir einfach gar keine Idee davon zu haben, was genau verlangt ist; evtl. glaubt er sogar im Gegenteil, dass er ziehen soll.

    Leinenführigkeit ist für den Hund hoch komplex. Damit ein Hund wirklich gut leinenführig ist, muss er nicht nur ein Gefühl für die Länge der Leine haben, sondern auch permanent wissen, in welchem genauen Abstand er sich vom Leinenhalter befindet, muss sich der Geschwindigkeit des Leinenhalters bewusst sein und sich dieser anpassen. Weiterhin muss er auch zeitnah auf Richtungswechsel reagieren.

    Aus eigener Erfahrung: ich war früher ziemlich flott unterwegs. Wenn ich mit einer Freundin unterwegs war, musste sie mich alle paar 100m daran erinnern, nicht so schnell zu laufen, damit sie mithalten kann. Mittlerweile bin ich (leider) nimmer so flott unterwegs und wenn ich mit einer Hundefreundin Gassi bin, deren Grundtempo deutlich höher ist als meins, so ist es an mir, sie in regelmäßigen Abständen um ein langsameres Tempo zu bitten.

    Kurz: auch wenn wir Menschen doch eigentlich recht intelligente Lebewesen sind, fällt es uns trotzdem schwer, uns längere Zeit dem - langsameren - Tempo eines andren Menschen anzupassen. Warum sollte es da einem Hund leichter fallen?