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Warum kein Golden aus Arbeitslinien? Steht dem Border Collie in Sachen Führigkeit in nix nach, belegt regelmäßig vordere Plätze bei Obedience Wettkämpfen (WM Niveau), gleiche Fitness, und leicht durch Dummyarbeit auslastbar.
Wie gesagt, ich hab mir den Border nicht erst vo 2 Tagen in den Kopf gesetzt.
Und Goldi und Border sind meiner Meinung nach nicht zu vergleichen.
Über den Retriever hab ich sehr wohl auch nachgedacht, wär dann aber entweder ein Flat oder ein Labi aus Arbeitslinien geworden. Wobei ich hier die gleichen Bedenken habe wie Dodo es unten angeführt hat.
Die sind dann wieder kaum ohne Jagt auszulasten.
Ne Freundin von mir züchtet Toller und führt diese auch jagtlich. Sie meint Dummy is ein Ersatz, aber nicht auf Dauer.
Und nicht falsch verstehen, ich schaffe mir diesen Hund nicht an, weil ich irgendwelche Wettkämpfe bestreiten will oder sonsiges.
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Ich muss auf der anderen Seite sagen (hat jetzt nichts mit dir persönlich zu tun!!), dass ich ein bisschen mit Bauchschmerzen diesen neuen Trend beobachte, dass "Hinz&Kunz" sich Border und passend dazu dann Hobbyschafe, sozusagen als Trainingsspielzeug FÜR den Hund, anschaffen. Das finde ich ziemlich daneben. Also diesen Gedankengang -> ich schaff mir ein halbes Dutzend Schafe an, damit mein Border was zu tun kriegt. Ich habe es jetzt aber auch nicht so verstanden, dass du genau DAS vorhast, sondern ich finde es klasse, dass du die Möglichkeit in Betracht ziehst, bei echter Arbeit zu helfen!
Ist mir schon bewusst, deshalb hab ich hier ein Lesezeichen.
Ich hab mir also sehrwohl auch schon heir alles mögliche rausgesucht was passen könnte. 
Bei echter Arbeit zu helfen würde ich sehr spannend finden ja, der eine Bauer hier in der Nähe ist ein guter Freund der Familie, wohnt 2km von mir und hat mehrere Schafherden, die auch immer wieder die Weideplätze wechseln. Auch andere hier in der Umgebung haben, wie bereits geschrieben, Schafe. Außerdem ist meine zukünftige Trainerin, sollte ich mir diesen Hund holen, Schäferin, die sicher auch was zu helfen hat. Wohnt auch nur 15 Minuten entfernt.
Abgesehen davon wäre ich ja auch bereit weiter zu fahren, muss ja nicht im gleichen Ort sein. Wird sich dann alles zeigen, wenns "ernst" wird.
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Das andere, was ich ehrlich gesagt etwas doof finde, ist, dass viele sich nun Border anschaffen, um mit denen gezielt einen bestimmten Sport auszuüben - sei es Obi, Agy, Flyball oder was auch immer. Da steht der Sport dann auch schon vor der Anschaffung fest und die Enttäuschung ist groß, wenn der Hund sich nicht eignet, oder aber, weil der Border ja sehr fügsam ist - es wird ihm einfach aufgedrückt, fertig. Das ist jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, aber oft so zu beobachten. Man gehe mal auf ein größeres Agy-Turnier und mache die Augen auf... Ursprünglich wurde eine Disziplin wie Obedience mal als Zweit/Alternativjob für Gebrauchshunde, die grad nichts zu tun haben, entwickelt. Heute ist es andersrum - Obedience/Agy/..... ist der HAUPTjob vom BC und weil man ja gnädig ist und wenigstens ein bisschen die Anlagen vom Hund bedienen will, geht man 1 X pro Woche an Schafe und macht den Hund platt. So bitte nicht! (Auch das ist nicht auf dich persönlich bezogen, sondern stößt mir allgemein etwas auf, wenn ich das mal so sagen darf).
Und das ist der Punkt worüber mein Züchter und ich uns einig sind.
Meiner Meinung nach ist der Border der beste und gleichzeitig allerschlechteste Hund (eher zum zweiteren hingezogen) für Agility überhaupt.
Ich bin viel auf Turnieren unterwegs weil ich selbst mit Bonnie Agility betreibe (allerdings auf nem anderen Level, mein Hund kann neben den Geräten ALLES machen und liegt gechillt neben mir am Boden und döst während die anderen laufen), man sieht dort nervliche Wracks von Hunden und natürlich sind der Großteil davon Border.
Andererseits kenne ich auch Border Collies die weder an Schafen arbeiten noch Hundesport betreiben, die einfach bei großen Wandertouren dabei sind, joggen und Rad fahren gehen und Tricks und andere Denkspielchen betreiben. Freundliche Hunde, frei von Neurosen bzw. Zwang-/Übersprungshandlungen etc. Wiederum kenne ich auch wieder welche, die zB Tricks und Obedience machen und total super sind.
Ich glaube, dass es sehr abhängig von Einstellung des Halters, Erziehungsmethoden sowie -einstellung aber auch zum Teil von der Abstammung ist.
So viel allgemein zum Border Collie (wobei da die Grenze zwischen Genie und Katastrophe ja irgendwie bereits im Namen steckt
).
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Was ich an deiner Stelle machen würde.... Ich würde mir die Verpaarung wirklich genau angucken, hinsichtlich Anspruch der Tiere, Temperament und "Klarheit im Kopf", und dann würde ich tatsächlich bei deinen Bauern/Schäfern, die du so bei dir hast, nachfragen, ob es wirklich gewünscht ist, dass du mit einem Border, der vielleicht kein Hüteass ist, auch noch helfen kannst/darfst/sollst, wie so eine Ausbildung aussehen könnte, was dein Hund mitbringen muss usw.
Das werde ich auf alle Fälle machen. Danke!