Beiträge von bonitadsbc

    Gibt es einen Zeitpunkt wenn man zwei Hunde hatte und nur einer dann übrig bleibt, wo man keinen neuen Hund dazu holen würde aufgrund des Alters des verbliebenen Hundes?

    Für mich nicht.

    Ich reglementiere in der Anfangszeit sowieso viel, extra Spaziergänge und Training kriegen die Kleinen/Neuen auch sowieso.

    Mein Rüde (zum Zeitpunkt der Kastra 4J.) hat sich quasi nicht verändert seit der Kastra.

    Den Jagdtrieb bzw. die Appetenz auf Bewegungsreize nahm schon unterm Chip zu und wurde entsprechend trainiert.

    Sein Aktivitätslevel ist gleich geblieben.

    Im Haus ist er auch wie davor.

    Bisher ist auch sein Fell unverändert.

    Er neigt dazu, pummelig zu werden (unterm Chip) da hab ich ein Auge drauf.

    Fressverhalten normal.

    Er sucht keine Pipistellen, aber wenn er über eine von einer läufigen Hündin stolpert, schnattert er natürlich immer noch.

    Kastra ist jetzt bald 1 Jahr her.

    Meines Erachtens gehören die Appenzeller auf einen Bauernhof und nicht in einen Stadthaushalt.

    Da kannst aber das Verhalten auch nicht brauchen, außer du hast nen Zwinger.

    Es kommen Futterlieferant*innen, Tierärzt*innen Kund*innen usw. und der Hund will alles fern halten und meint das ernst. Das ging vielleicht vor 30/40 Jahren, heutzutage freut sich keiner über einen Hofwächter bzw. glauben alle nur, das sei fein bis sie einen haben..

    Lena Theinert wir haben einen Entlebucher-Appenzeller Mix vom Vermehrer, bzw. die Schwiegereltern im gleichen Haus haben die, 7 Jahre alt.

    Und die ist so gar nicht das, was sich erhofft wurde und die positiven Eigenschaften die angepriesen wurden sind im Alltag halt mühsam.

    Sie braucht irrsinnig enge, klare Führung, angepasst an ihre Sensibilität die sie sehr gerne aktiv einsetzt um sich aus Situationen zu ziehen, die sie nicht möchte. Wenn man sie eng und klar führt, ists aber machbar, wenn man sie nicht so eng führt (und das heißt, sie in vielen Situationen immer im Auge zu haben und bei jedem Schritt anzuleiten) dann ist sie gefährlich.

    Sie denkt wirklich null. Die sieht, sie reagiert. Sie schießt zu allem und jedem hin und bellt wie verrückt, hat dann keine Hirnzelle übrig zu checken ob sie die Person eh kennt, abgerufen wird oder irgendwas und packt schnell, rassetypisch!, die Zähne aus, wenn sie Situationen nicht so kontrollieren kann, wie sie das möchte.

    Generell will sie alles und jeden kontrollieren, hat dafür aber nicht mal ansatzweise die Nerven. Sie ist dann sehr verloren und man muss ihr wieder sagen, was sie tun soll weil sie sonst wieder anfängt zu (über)reagieren. Das ist sogar im Kontakt mit unseren Hunden teils mühsam, die leben alle im gleichen Haus, sind zusammen aufgewachsen und meine lassen sie eh auflaufen, aber im Zweifel wird sie sauer und knurrig/pöbelig wenn sie ihre Kontrollversuche nicht durchsetzen kann.

    Sie ist extrem stressanfällig und macht alles mit einer irrsinnigen Impulsivität, die man dann wieder regeln und pegeln muss. Sie nutzt wie gesagt ihre Sensibilität gezielt, um sich aus Situationen zu ziehen, Manipuliationen an ihr muss ich machen während sie gut gehalten und je nachdem mit Mauli gesichert ist (Krallen schneiden, Zecken ziehen, Wunden versorgen, Verletzungen kontrollieren, ...).

    Was heißt das für den Alltag:

    - kein Freilauf, weil sie instand reagiert und du schneller sein musst als sie, sonst wirds schwierig und gefährlich

    - Sicherung mit Maulkorb unter Leuten/räumliche Trennung von Leuten die sie nicht regelmäßig sieht zu Beginn, sie geht nämlich aktiv auf die zu, tickt dann aus und würde im Zweifel beißen

    - wenig Ausflüge mit ihr gemeinsam, weil der Bedarf an Führung dann nimma zusammengeht mit einem entspannten Ausflug

    - Management bei Hunde-/Menschenbegegnungen beim Spazieren gehen

    - noch mehr Kleinigkeiten die mit ihrer Impulskontrolle kollidieren und ihrer Explosivität

    Ich hatte viele spezielle Hunde in meinem Leben aber ich hab noch keinem so wenig vertraut wie dem Mix. Sie ist eine liebe Hündin, wenn alles passt, aber sie ist gleichzeitig so dauer-gestresst und reaktiv, dass es schon wirklich eine Aufgabe ist sie zu haben/mit ihr unterwegs zu sein.

    Ahja: die Hauptprobleme sind mit Menschen im direkten Kontakt und alles, was rund um unseren Hof passiert. Dieser 'Wachtrieb' auf den Hof bezogen ist völlig überzogen..

    Kann funktionieren, wenn man von Anfang an bei nem Trainer (keine Hundeschule) ist, der den Typ Hund kennt und kann. Und einem beibringt, wie man die führt und anleitet. Ohne das, tut man sich jetzt keinen Gefallen finde ich..

    Ich bin da bei dir. Unangenehmer Typ. Dem ich aber seine Erfahrung aus Praxis und Umsetzung unserer ganzen Theorien nicht absprechen kann.

    Was er als Erfahrung voraussetzt um andere Personen als diskussionsberechtigt zu kategorisieren (nämlich keine außer ihm) ist auch nicht meine Ansicht. Aber ich finde dennoch, dass eine gewissen praktische Erfahrung vorhanden sein muss, um sich urteilend in Diskussionen äußern zu können.

    Nur jetzt am Rande, findest du wirklich?

    Für ihn zählt ja nur (und ausschließlich) praktische Erfahrungen in der jagdlichen Ausbildung, zumindest präsentiert er sich so. Würde das Sinn machen, könnte der jagdliche Bereich nix von anderen Sparten lernen.. oder? Außer sie haben selbst eine intrinsische Motivation :pfeif: was zu lernen, aber nicht durch Diskussionen.

    Muss jetzt nicht besprochen/diskutiert werden. Mir kam nur grad der Gedanke.

    Ich hab einen schwierigen und einen (für mich) easy going Hund. Und das ist, für mich, eine ganz wichtige Kombination.

    Hätte ich nur Ally, würde ich glaube ich viel Freude an der Hundehaltung verlieren, weil vieles nicht so unkompliziert möglich ist, wie mit ihm.

    Aber, man muss halt entsprechend leben und dann diese zwei Hunde auch unter einen Hut bringen können.

    Ally ist ein fast 10-jähriger Herder. Reizoffen, Neigung zur Hysterie, braucht viel Anleitung mit fremden Hunden und Menschen.

    Sie hat aber auch wahnsinnige Qualitäten und vieles an ihr liebe ich sehr, anderes braucht halt Akzeptanz, Management und Führung.

    Ich hab gelernt, Maulkörbe, Boxen und in ihrem Fall in gewissen Situationen das Halti als Entlastung und wunderbaren Hilfsmittel zu erkennen, aber auch sie in gewisse Situationen nicht hineinzubringen. Es ist konstantes Training und dran bleiben, und es wurde um ein vielfaches besser mit den Jahren. Ich denke, von außen glaubt kaum einer, dass die überhaupt schwierig ist.

    Aber was uns dieser Hund Blut, Schweiß und Tränen gekostet hat..

    Aber nie hätten wir sie abgegeben. Wichtig ist auch die Akzeptanz, den Hund in kein Korsett bringen wollen, was man sich wünscht. Das ist für mich das A und O.

    Hier können doch Menschen Schönheitsdinge: ich hab rotflächige Ausschläge im Gesicht. Es ist wohl Rosacea. Ich will irgendwas an Puder, gerne mit LSF, was ich täglich benutzen kann.

    Es soll nicht riechen und gerne irgendwie nicht unendlich viel Geld kosten. Hat wer Ideen, wie ich sowas finde ohne 10 vers. Farbtöne kaufen zu müssen?

    Reinigst und pflegst du dein Gesicht?

    Lass dich da mal dazu beraten, ordentliche typgerechte Pflege ist das A und O, dann eine dazu passende Tagescreme mit LSF oder eine Gesichtssonnencreme die passt.

    Darauf dann Puder, wenn du welches nutzen möchtest.

    Und Reinigung/Pflege idealerweise 2x täglich, morgens und abends.

    Ist halt wieder ein Unterschied, ob erfahrene Halter ihre Rasse wahrheitsgemäß Beschreiben oder ob ein überforderter Halter von seinen Erlebnissen und Problemen schreibt.

    Das Zitat klingt klar nach letzterem.

    Ich hab auch grad wieder einen Fall einer LZ DSH Hündin, die vom Halter als "gestört, aggressiv und krank" beschrieben wird, wo ich und alle anderen, die sich mit der Rasse auskennen, einen normalen, offenen jugnen Gebrauchshund in den falschen Händen sehen.

    Ja. Das kann man halt mitunter auch schlecht unterscheiden, wenn man als plusminus Anfänger hier quer liest.

    Aber, nimms mir nicht bös, Aussagen wie deine zwischen Erfahrungsberichten und Aussagen von Haltern sind dann genau das, was diese 'ich glaub schon, dass das geht und ihr übertreibt alle'-Menschen lesen wollen und sich dadurch bestätigt fühlen. Und das fördert Tierleid, um beim Mali zu bleiben.

    Damit finde ich auch alles gesagt zum Thema, ich hoffe die Lady, die der Meinung ist es gäbe kein gesteigertes Aggressionspotenzial bei Hunden, informiert sich und ändert ihre Meinung. Und falls doch nicht, holt sie sich dann hoffentlich fachkundige Unterstützung und kneifft den Popo zusammen im Sinne ihrer Entscheidung (Lebewesen Hund).