Leider kann ich dazu auch ein paar Punkte ergänzen.
Samson - ein Australien Sheperd kommt auch vom Vermehrer.
Obwohl ich mich über die Rasse informiert hatte und wir uns auch bewusst dafür entschieden haben, sind wir absolut blauäugig an die Sache reingegangen. Im Prinzip muss ich sogar sagen, ich habe mich nicht genug informiert. Denn wenn ich das getan hätte, hätten bei mir diverse Alarmglocken läuten müssen.
Nachdem wir beschlossen hatten uns einen Hund anzuschaffen (Bedingungen, Zeitpunkt etc. stimmten) haben wir im Internet nach Aussie Welpen gesucht. Im Prinzip eigentlich die schlechteste Methode. Weil natürlich - Bilder von so kleinen Stöpkes gesehen, verliebt, angerufen, hingefahren. Völlig unüberlegte Spontanaktion. Aber fühlte sich toll an. Heute eher idiotisch, aber das stellte sich natürlich erst hinterher raus.
Die Vermehrer waren am Telefon total nett, wirkten sehr interessiert und freundlich. Mein Gedanke: Die können gar keine "schlechten" Hunde abgeben.
Wir also hingefahren. Sah alles gut aus, wohlhabende Gegend, großes Grundstück mit Garten, Pferden, anderen Tieren, Sandgrube, Spielzeug überall, Welpenauslauf, Zugang zur Wohnung etc. Ich dachte: Top! Warum Papiere, wenn doch hier alles toll aussieht? Braucht man nicht...Ja nee, ist klar!
Dann noch das absolute No Go - Hunde kamen, bevor ich auch nur einmal die Nase in sowas wie Gesundheitsuntersuchungen stecken durfte, bevor ich überhaupt irgendwas fragen konnte...
Ja scheiße, ein Hund gefiel uns besonders (natürlich vor allem von der Farbe, was sonst...), der kam direkt zu uns und schien auch charakterlich zu uns zu passen (klar, stellt man natürlich auch so direkt fest nach einmal sehen).
Die Vermehrerin (am Telefon hatten wir ihren deutlich entspannteren Mann) schien sehr gestresst und man merkte deutlich (ich damals natürlich nicht, hatte ja auch eine Million Herzchen vor meinen Augen, Ohren und sonst was...(!), dass sie vor allem aufs Geld aus war. Im Haus zeigte sie dann nur mir (mein Freund saß leider noch draußen) die Papiere des Vaters und die Augenuntersuchung von Samson. In einem Bereich war er nicht frei: Sie sagte uns: Es handele sich lediglich darum, dass der Hund kleinere Augen habe. Ich: Und der kann nicht Blind werden, Folgeerkrankungen haben etc.? Sie: Nein. Ich (mit Herzchen in den Augen): Okay, dann nehmen wir den. Kurz sagte sie noch: Wenn sie einen anderen wollen, hier sind auch noch ein paar, die komplett frei sind. Ich: Nee, wenn es sich nur um kleinere Augen handelt...Ich hätte von ihr jeden Hund haben können.
Dann kam noch der Preis 550 wollte sie erst, aber nur, wenn wir zwei (????) Hunde nehmen. Und der sei natürlich nur so teuer, weil er ein Merle sei. Die anderen seien viel günstiger. ALLLLLES KLAR! Wir hatten uns verliebt, demnach hätten wir vermutlich alles gezahlt...
Die Eltern durften wir sehen, aber fraglich ist, ob das wirklich die Eltern waren, sicher ist da sicherlich nichts.
Wir sind, bevor wir ihn mitgenommen haben nochmal hingefahren , schien soweit alles gut. Drei Welpen hatten aber einen Nabelbruch (auch Samson, aber nicht schlimm), der sollte erst noch verheilen.
Das Ende vom Lied: Die "kleine Augen" Diagnose stellte sich als erbliche Augenerkrankung heraus, die sogar zur Blindheit führen kann. (Laut TA, aber nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 2% - Hund sieht bisher tiptop). Samson kannte nichts, kein Auto, keine Bahn, kein Halsband, keine Kinder, keine Gruppen an Menschen - im Prinzip kannte er gar nichts. Aber hey, die Welpen hatten doch soviel Auslauf und so...Das zu einer guten Sozialisierung auch noch mehr gehört, als ein großes Grundstück, viel Spielzeug etc., konnte man ja auf den ersten Blick nicht riechen.
Ich muss aber leider sagen: Es gibt immer einen, der bescheißt und einen, der sich bescheißen lässt, demnach spreche ich mir hier nicht frei. Wäre ich mal so klug gewesen mich vor dem Hundekauf in einem Forum wie diesem anzumelden, hätte ich vielleicht auch anders gehandelt - so bin ich LEIDER erst hinterher schlauer geworden.