Beiträge von Saltimbanco

    Grundsätzlich würde ich sagen, ja. Allerdings wäre eine Unterbringungsmöglichkeit unter einer Stunde Fahrt sehr erstrebenswert, wenn nicht sogar dringend notwendig. Man hat öfter als man glaubt einen "Notfall", wo der Hund doch viel zu lange alleine bleiben müsste oder oder oder. Für den Fall sollte jemand Deinen Hund nehmen können und zwar schnell und direkt. Stell Dir nur mal vor, Du müsstest ins Krankenhaus - Dein Hund könnte erstmal keiner bei xy Freundin eine Stunde entfernt abliefern.

    Ich würde Dir auch zu einem älteren Tier aus dem Tierschutz raten, denn da hat man auch die Möglichkeit auf Probe Gassi und ausführliche Gespräche mit erfahrenen Mitarbeitern.

    Bevor Du Dir einen Hund zulegst, informiere Dich nochmal rundum hier im Forum, es gibt wirklich zu allem und jedem etwas, was man gebrauchen kann. Sicherlich auch viele nette Boxer Besitzer, die Dir weiterhelfen.


    Nochmal zu den Kosten.

    Die Vorrechnungen kann ich hier nicht ganz unterschreiben (natürlich auf uns bezogen).

    Bei uns:

    Steuern 156 pro Jahr (auf den Monat gerechnet wirklich nicht die Welt wie ich finde...)
    Impfen (60 Euronen 2x im Jahr) und Wurmkur (13 Euronen 2x im Jahr)
    Futter pro Monat (BARFEN): 30 Euro (mal mehr, mal weniger)
    Leckerlies: Ich kauf immer nen Sack Trockenfutter, der hält ein paar Monate und kostet einmalig (von Josera beispielsweise) 30 Euronen.
    TA: Je nach bedarf. Aber wenn ich mal so überlege, kam nicht besonders viel zum Impfen, Wurmkur etc. dazu. Samson musste kastriert werden (aber nun gut, das muss ja nicht jeder Hund) und er hatte einmal ne Op, weil sich eine Gralle entzündet hatte (200 Euro - natürlich noch in unserer drei Monate Probezeit der OP Versicherung). Einmal gabs Flöhe (80 Euro). Joar - und das wars auch in 2 Jahren. Man kann da natürlich Pech haben - dafür empfielt sich aber in jedem Fall ne OP Versicherung (17 Euronen im Monat) und allgemein natürlich ne Haftpflicht (Glaub 6 Euronen...).

    Ich hab mal ausgerechnet, dass der Hund mich durchschnittlich wohl an die 70 Euronen im Monat kostet...und das empfinde ich absolut nicht zuviel!

    Die Erstaustattung muss auch wirklich nicht so teuer sein. Ordentliches Halsband (eventuell Leuchthalsband noch zusätzlich) + Leine (eventuell erstmal Geschirr), zwei Näpfe, ein gutes Körbchen, ne ordentliche Bürste, tolle Spieles - Futter und Leckerlies, Zeckenzange.

    Ich hab da wirklich viel Geld gelassen, zugegebenermaßen aber nur, weil ich nur das allertollste haben wolle :lol: Aber das muss echt nicht sein. Und wenn mans nicht so übertreibt wie ich, dann hält sich das echt in Grenzen.

    Mir macht es gar nichts aus, wenn Leute nicht wissen, was ich für einen Hund habe, ich rate ja selbst oft und liege total daneben :D Ich find das gar nicht schlimm und sauer werde ich auch nicht =)

    Samson wird eigentlich Aussietypisch oftmals für einen Border gehalten. Husky hörte ich auch mal. Eigentlich ist er aber fast immer ein Mischling. Oder ich höre sowas wie: "Da haben aber viele mitgemischt oder?".Gaaanz viele wundern sich auch über die vielen Flecken, ob das normal sei? :D

    Ich nutz nur den Furmi und noch ne pupsnormale Bürste, die ich im Internet erstanden habe. Also von uns keine besonderen Tipps. Ich find den Furmi einfach überaus gut, deswegen gibt es keine anderen Götter (mal abgesehen von der Bürste fürs oberflächliche...) neben ihm :D

    Ich hol bei Samson auch jedesmal Berge raus - aber nun ja, ich bürste auch fast nie. Mein Hund ist irgendwie selbstreinigend :D

    Zunächst finde ich es gut, dass Du bereit bist, Dich einzulesen und zu informieren. Ich denke, viele Leute im Aussie Thread und darüber hinaus sind durchweg kompetent, Dir weiterzuhelfen, sofern Du Dir helfen lässt und Ratschläge wirklich ernst nimmst.

    Glaub mir, die meisten wissen wovon sie reden. Das merkt man eigentlich schon daran, dass Leute mit Vermehrer Hunden in der Regel NIE WIEDER (mich eingeschlossen) so einen Kauf tätigen würden.

    Es ist wirklich sehr enttäuschend, dass Du auf die wirklich nett formulierten Ratschläge nicht reagiert hast und trotzdem einen Hund aus vermutlich eher fragwürdiger Quelle (und das behaupte ich jetzt einfach mal) gekauft hast.

    Versteh das nicht falsch - jeder gönnt Dir Dein Glück wirklich, aber zum Hundekauf gehört viel mehr. All das, was Du geschrieben hast, was Du für Fragen hattest (nicht alle, aber viele...) sind Dinge, die man wissen sollte, bevor man einen Hund (und es muss kein Aussie sein) anschafft.

    Zudem kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen, ein unüberlegter Kauf beim Vermehrer kann einen wirklich Nerven, Geld, Nerven, Geld und vor allem NERVEN (!) kosten.

    Ich erzähle Dir, wies bei uns war, damit Du verstehst, dass nicht alles, was glänzt auch wirklich Gold ist!

    Wir haben unseren Hund (natürlich auch völlig blind vor Liebe aus einer Internetanzeige, meines Erachtens sowieso die blödeste Methode zum Hund zu kommen...). Wir sind hin, haben mit den zuckersüßen Hunden geschmust und waren hin und weg. Hunde konnten raus und rein, hatten einen Welpenspielplatz, viiiiiel Auslauf, andere Tiere im Garten (auch Pferde), geimpft waren sie auch, sahen gut aus und die "Züchterin" war sehr nett.

    Was dieser insgesamt "sehr nette" Eindruck bedeutete, merkten wir aber erst später. Der Hund hatte nämlich, wie man später herausfand eine erbliche Augenerkrankung, die auch zur Blindheit führen kann (wurde uns verschwiegen...aber hey, der Hund sah ja nicht krank aus und so...). Zur Gesundheit gehört noch sooooo viel mehr als bloßes gutes, fittes Aussehen. Der Hund hatte zwar viel Auslauf und viel Spielsachen, aber kam sonst vermutlich nie über die Grundstücksgrenze. Vermutlich das erste Mal bei der Augenuntersuchung, aber da wie wir befürchten, mit einem schlechten Erlebnis, denn Auto fahren war erstmal ne Kathastrophe. Der Hund, der sich so absolut lebenslustig verhielt, war letztlich schlecht, bis gar nicht sozialisiert. Er kannte zwar Enten, Hühner und Pferde...aber hey, es gibt noch Straßen, Ubahnen, Fahrradfahrer, Jogger und andere Hunde...Joar, trifft man eben so selten auf einem Bauernhof - zumindest wo wir waren. Bedeutete für uns - eine lange nachgeholte Sozialisierungsphase, mit der wir vermutlich heute immernoch nicht ganz durch sind und vermutlich auch immer Baustellen haben werden.

    Zum züchten gehört soviel mehr...und Du ahnst nicht was alles. Ich war auch völlig baff, als ich stückchenweise erfahren hab, was fürne Scheiße ich da unterstützt hab.

    Und um es nochmal zu verdeutlichen. Ich kenne Leute, die suchen monatelang, jahrelang (auch das gibts) nach der richtigen Zucht und dem richtigen Hund (Anpaarung). Bis dahin hatte man dann auch Zeit, zu diversen Züchtern hinzufahren, mit anderen Aussiehaltern spazieren zu gehen (denn nicht alle sind gleich...und das wirst Du schnell merken...), sich über ordentliches Futter, eine gute Versicherung, eine guten Hundeschule, einem Tierarzt seiner Wahl auseinanderzusetzen. Ich bezweifele, dass das bei Euch passiert ist! Jedenfalls verwirrt mich die Frage, ob auch alle drei Stunden Gassi gehen reicht...wenn Du Pech hast, darfst Du nachts alle 30 minuten raus - und zwar im Schlafanzug, bei Frosttemperaturen. Und wenn Du Dich hingelegt hast, geht der Spaß wieder von vorne los...