Ich arbeite im Nachtdienst mit psychisch Erkrankten jungen Erwachsenen. Mein Chef hat selbst zwei Hunde. Samson darf mit, liegt dann aber in seiner relativ großen Box und pennt. Am Anfang war das eher unentspannt, weil Samson es nicht so witzig fand, dass ständig wer am Büro klopfte und irgendwas wollte. Wir mussten das wirklich ganz intensiv üben, mittlerweile klappt die Nummer mit der Box optimal. Eigentlich dürfte Samson mich, wenn ich im Haus umherwandere und meine Aufgaben erledige, auch begleiten - da Samson es aber mit fremden Menschen nicht hat und ich das auch nicht ausprobieren will, lasse ich es. Ist mir lieber. Die Hunde meines Chefs dürfen sich aber frei bewegen und in der Arbeit mit unseren Leuten ist das auch das eine oder andere mal hilfreich.
Neben dem Nachtdienst in der Psychiatrie arbeite ich noch im Radio. Der Moderator hat einen Hund und den nimmt er auch regalmäßig mit. Allerdings ist der fast blind und fast taub und deswegen stört das auch keinen. Eine Reporterin hat auch einen Hund, auch der ist immer mit dabei. Ich glaube, ich könnte Samson da auch mitnehmen, wenn ich fragen würde. Da aber wie gesagt die Problematik mit den Fremden besteht, geht das - im Gegensatz zu Psychiatrie - leider gar nicht. Auch vor dem Hintergrund, dass ich da kein eigenes Büro habe und auch ständig innerhalb vom Radio unterwegs bin. Da würde es wahrscheinlich mega anstrengend sein ständig auf Samson zu achten.
Manchmal wünschte ich, Samson wäre Fremden gegenüber nicht so extrem unsicher. Er dürfte ja reserviert sein - das würde mir sogar sehr entgegen kommen - aber diese Unsicherheit ist einfach scheiße. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass ich meinen Hund auf beiden Arbeitsstellen problemlos mitnehmen dürfte.