Ich habe genau gegenteilige Erfahrungen, ABER! Der Ersthund hat/hatte massive Probleme mit dem Alleinbleiben, der Zweithund allerdings auch, als er ziemlich spontan bei uns einzog.
Shira hatte da schon als Welpe nen massiven Tierheim-Zwinger-Knacks weg und wir haben jahrelang mit mehreren Trainern dran gearbeitet, ohne große Erfolge. Maximal 20-30 Minuten, dann gab's hysterische Anfälle.
Frodo zog als "nehmt ihn oder bringt ihn ins Tierheim"-Spontan-Notfall bei uns ein und zeigte direkt von Anfang an, dass er ebenfalls massive Probleme mit dem Alleinsein hatte.
Also hatten wir dann 2 Hunde mit den gleichen tiefsitzenden Problem.
Nach ca einem halben Jahr konnten sie ZUSAMMEN ca. 1 Stunde allein bleiben, ohne, dass einer am Herzinfarkt stirbt. Jetzt nach gut 2 1/2 Jahren sind bis zu 5 Stunden stabil kein Problem mehr (länger war noch nie nötig).
Also zumindest in diesem Fall war der Zweithund sogar gut, da es beiden Hunden rein um das "ganz alleine sein" ging, was sie dann nicht mehr waren. Die Anwesenheit des Anderen im selben Raum hat schon gereicht. Ansonsten haben die Beiden wenig miteinander am Hut, also sie spielen oder kuscheln nicht miteinander. Sie sind einfach nur anwesend.
Ich denke also, es kommt sehr auf die Situation und auf die Charaktere an. Bei einem erwachsenen Hund, der da total unproblematisch ist, und einem Welpen ohne Vorschädigung, hätte ich persönlich da kein schlechtes Gefühl.