Bei meinem Onkel laufen die Hunde frei im Garten. Da ich dort während des Studiums sehr häufig war und wir häufig im Garten gegessen haben, hat Puck lernen müssen, dass Hühner Freunde, kein Futter sind. Hat er auch. Er kann sogar ohne Leine zwischen den Hühner rumlaufen und zeigt kein Jagdverhakten mehr.
Ich hatte diesbezüglich heute auch eine ähnliche Situation. Nur als Passant beim Gassi. Ich ca 300m vom Parkplatz entfernt, seh eine Mutter mit Kinderwagen und freilaufendem Kind (ca 3 Jahre, schätz ich) ca. 40m vom Parkplatz entfernt. Das Kind spielt in der großen Pfütze, Mama läuft weiter und ruft das Kind. Mehrfach. Keine wirkliche Reaktion. Doch, nach einigem Warten und Rufen bewegt sich das Kind 5m vorwärts. Von der Pfütze auf einen großen, abgebrochenen Ast und nutzt diesen als Wippe. Weitere, erfolglose Rufe der Mutter folgen. Als ich nur noch wenige Meter entfernt bin, seh ich, dass die Mutter genervt ist, aber scheinbar trotzdem möchte, dass das Kind von alleine kommt. Als ich auf ihrer Höhe bin, meine ich daher mit einen Fingerzeig auf die Hunde "Vorteil bei denen, man kann sie anleinen" - die Mutter lacht schallend und wirkt gleich lockerer.
Ich hab ne Weile gebraucht zum Hunde einladen und Kotbeutel noch zum Müll bringen. Bis ich wegfuhr hat sich das Kind kein Meter Richtung Mutter bewegt. Ob sie immernoch da stehen? Ich weiß es nicht
Heute waren die Wiesen endlich mal wieder trocken genug, damit die Hunde ordentlich flitzen wollten/konnten. Nur meine Fotografierkünste werden nicht besser
Interessant, wie schnell sich dann was geändert hat: vor ca 33 Jahren wurde bei meiner Mama die Zwillingsschwangerschaft erkannt und als Risikoschwangerschaft behandelt (auch weil sie "schon" über 30 war.).
Als Ottonormalhundehalterin von Begleithunden, habe ich den Anspruch an meinen Umgang mit den Hunden, dass sie es nicht nötig haben im Alltag mir gegenüber mit hoher Aggression (Schnappen, Beißen) zu reagieren.
Steif werden, brummeln, knurren etc. ist für mich ganz normale Kommunikation bei Sachen, die hund halt grad doof findet/nicht mag. Ob es bei der Pflege ist, wenn es mal ziept oder unangenehm ist, oder Flip ungeduldig wird, weil er unter die Decke möchte und es keiner bemerkt (ja, er brummelt oder knurrt dann) oder hund keine Lust aufs an- oder ausziehen fürs Gassi hat... In vielen Situationen, gerade Pflege oder wenn medizinische Behandlung nötig ist, reagieren meine Hunde aber meistens mit beschwichtigenden Verhaltensweisen. Ich behaupte, weil sie wissen, dass es einen Grund haben wird, dass ich das mache. Und eben auf ihre Kommunikation eingehe. Meistens ähnlich, wie von McChris beschrieben - Raum geben, Pause zum verarbeiten. Aber manchmal auch mit einem Abbruch, wenn hund einfach nur probiert sich zu entziehen. Oder "Gegenhalten" bei pubertären Anwandlungen.
Wenn es tatsächlich eine völlig freie Entscheidung ist, dann nicht. Ob es das ist, weiß ich nicht - so gut kenn ich die Menschen nicht...
LG Anna
Aber auch wenn es eine „naja - ist einfach wirtschaftlich sinnvoller“-Entscheidung ist, ist es halt so.
Ich kenne einige Familien, bei denen die Männer zu Hause sind, weil die Frau mehr verdient.
Ja - da bleiben dann die Männer zu Hause.
Das ist dann ja auch nicht zu 100% eine freiwillige Entscheidung - aber wenn man das Haus weiter abzahlen will, machen die 500 Euro mehr, die die Frau verdient, zum Beispiel einen erheblichen Unterschied aus.
In diesen Fällen heißt es aber eher „oh, wie toll - die Männer bleiben zu Hause“
Die werden doch dann auch nicht „bemitleidet“
Andersherum ist es aber schlimm, und es heißt, dass die Frau im Rollenbild gefangen ist.
Das ist einfach ein Punkt, der mich stört.
Weil „die Frau muss um jeden Preis aus dem Rollenbild ausbrechen“ ist für mich einfach genau so falsch wie „die Frau gehört heim zu Kind und Haushalt“
Nein - die Frau, die arbeiten möchte, sollte das tun können.
Und die Frau, die zu Hause bleiben möchte, sollte das auch können, ohne „aber ob das freiwillig ist…?“-Überlegung von Außen
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Oh, ich kenn eher, dass die Männer bemitleidet werden, weil sie daheim bleiben müssen (außer es geht nur um 2-4 Monate, dann wird das eher als "Auszeit" für den Mann gesehen)... Ja, schon interessant, wie unterschiedlich unsere Meinung und Wahrnehmung ist allein durchs Umfeld.
Ich werde ja auch nach der Geburt wieder arbeiten gehen, während mein Mann daheim bleibt. Ich bekomm häufig zu hören "na, ob du das wirklich machen kannst/magst/,..." - ja, warum nicht? Es ist aus verschiedenen Gründen bei uns sinnvoll und war von uns beiden die gemeinsame Entscheidung. Ob es mir dann leicht fällt, wieder arbeiten zu gehen, steht auf einem anderen Blatt, aber das wäre auch nach einem Jahr daheim nicht anders.
... Und hier im Dorf ist es tatsächlich so, dass grob geschätzt 90% der landwirtschaftlichen Maschinen von Frauen bedient werden.
Die Erklärung ist aber auch schon wieder ernüchternd: die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe rentieren sich kaum noch. Also hat der Mann einen anderen Hauptberuf, während die Frauen eben daheim sind und sich um Kinder und Hof kümmern....
LG Anna
Aber ist das wirklich schlimm?
Ich hatte eine tollen Job mit überdurchschnittlichem Gehalt, habe „Karriere gemacht“, habe genau so viel verdient wie mein Mann - und habe mich mit über 30 Jahren dann ganz bewusst dazu entschieden, dass ich 3 Jahre lang bei meinem Sohn zuhause bleiben möchte und habe meine Stunden sehr reduziert.
Hätte das mein Mann machen können?
Ja, und wir hätten dabei nicht einmal einen finanziellen Verlust gehabt.
Hätte mein Mann das gemacht?
Ja, wir hatten das Thema vor der Familienplanung bzw. bereits vor der Hochzeit ausführlich besprochen - er wäre bereit gewesen , dass er zu Hause bleibt.
Trotzdem habe ich mich bewusst entschieden, dass ich zu Hause bleibe.
Es war meine eigene Entscheidung - warum soll das „schlimm“ sein?
Ich habe sehr gerne gearbeitet, aber jetzt im Moment genieße die Zeit mit meinem Sohn und denke überhaupt nicht an „oh nein, jetzt habe ich die Hausfrauen-Rolle“.
Ich könnte jederzeit in Vollzeit arbeiten - und ich werde meine Stunden auch wieder erhöhen, wenn mein Sohn in den Kindergarten geht.
Jetzt im Moment bin ich aber sehr glücklich darüber, dass ich so viel Zeit mit ihm verbringen kann. Egal, ob das jetzt klischeehaft ist oder nicht
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Wenn es tatsächlich eine völlig freie Entscheidung ist, dann nicht. Ob es das ist, weiß ich nicht - so gut kenn ich die Menschen nicht...
... Und hier im Dorf ist es tatsächlich so, dass grob geschätzt 90% der landwirtschaftlichen Maschinen von Frauen bedient werden.
Die Erklärung ist aber auch schon wieder ernüchternd: die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe rentieren sich kaum noch. Also hat der Mann einen anderen Hauptberuf, während die Frauen eben daheim sind und sich um Kinder und Hof kümmern....
Andere Frage: Mich würde mal so im Detail interessieren, wie sehr sich Hündin von Rüde unterscheidet. Mir hat man zum Beispiel gesagt, dass Rüden zB anhänglicher seien und Hündinnen selbstständiger. Ich hatte auch mein Leben lang nur Kontakt zu männlichen Hunden fällt mir gerade auf, daher würde ich sehr gerne mal wissen wie gross der Unterschied da ist und vor allem wo.
Kann ich von meiner Erfahrung nicht bestätigen. Hier ist es auch mehr Charakter- als Geschlechtssache...
Ich kenn auch einige Haushalte, mit reinen Mädelsgruppen, die sich auch nach "Prügelleien" weiter verstehen. Das ist meiner Meinung nach, bei den meisten Rassen, eher eine Führungssache.
Ich wusste nicht, dass Seitenschläferkissen so gefährlich sind! Bisher hab ich es beim alleine bleiben immer mit den Hunden zusammen gelassen. Aber wer weiß, ob meine sich wehren könnten? Die sind ja viel kleiner als deiner...