Na ja, Nein. Die Natur hat sich ja auch nichts bei unserem Blinddarm "gedacht", so funktioniert Evolution nicht. Damit Merkmale erhalten bleiben, reicht es wenn sie sich nicht negativ auswirken. D.h. rein evolutionsbiologisch könnten die Vibrissen der Hunde auch einfach Überbleibel ohne Funktion sein.
Man weiß mittlerweile, dass der Blinddarm einen wichtigen Teil des Immunsystems darstellt. Nur weil wir etwas (noch) nicht wissen oder nicht verstehen, ist es nicht zwangsläufig funktionslos.
Nimm die Körperbehaarung des Menschen…
Ich weiß von einer recht aktuellen Untersuchung zwecks Nutzung der Vibrissen beim Hund. Allerdings wurden dazu nur 2 Hunde trainiert und getestet. Einer reagierte auf Reize an den Vibrissen, aber nicht sehr empfindlich. Beim anderen war das Ergebnis nicht auswertbar - laut Interpretation der Untersucher. Ob das nicht aber auch bedeuten könnte, dass der Hund eben nicht empfindlicher an den Tasthaaren ist, war aus der Zusammenfassung nicht ersichtlich. Leider hab ich das Heft nicht mehr und kann daher die Studie nicht raussuchen. Scheinbar ist aber geplant daran weiter zu forschen.
Es gab ja diese Untersuchung bei der Uni Rostock, wo mehrere Rassen untersucht wurden: https://www.gkf-bonn.de/tl_files/gkf_d…np-antennen.pdf
Das Ergebnis der Studie ist aber nicht öffentlich zugänglich sondern kann man nur einsehen, wenn die man Mitglied der GFK ist (bzw. angeblich hat der VDH auch die Ergebnisse). Ich weiß nur, dass als Fazit rauskam, das Tasthaare als sensibles Sinnesorgan einzustufen sind. Allerdings wurden meines Wissens nach keine Rassen untersucht, die starken Fellwuchs im Gesicht haben, wie Pudel.
Ach schade. Würde mich schon interessieren. Vor allem welche Rassen untersucht wurden. Gibt durchaus einige Rassen, wo ich durchaus denke, dass ihre Tasthaare mehr Funktion haben, als bei anderen. Dackel zb als Hunde, welche in Bauten jagen sollen…
LG Anna