Einmal lobe ich ihn fürs Vorstehen und lass ihn auch beobachten. Anfangs hauptsächlich an der Leine. Teilweise hab ich mich auch neben ihn gekniet und ihn an der Brust gehalten, so dass er nicht im Halsband hing. Manchmal ihn dabei auch ins 'Sitz' geschickt, wenn das möglich war, weil das bei Puck die Anspannung etwas raus nimmt.
Er soll beim Vorstehen möglichst keine Spannung in der Leine haben.
Also sieht er ein Vogel vor mir und springt in die Leine, bleibt er dadurch stehen, ich lob, und geb die Leine nach. Bleibt er stehen erneutes Lob. Klappt das auch nach spätestens 2 weiteren Malen nicht, dann hinknieen und Hand an die Brust und warten, bis er zuende beobachtet hat.
Dann gibts mein Abbruchkommando (ähäh), das hab ich gar nicht wirklich aufgebaut
, wendet er sich nach diesem mir zu, oder bleibt stehen wird er dafür gelobt. Das wende ich an, wenn er gespannt aufs Wild zuläuft oder Ansätze zum durchstarten zeigt.
Wenn er schon durchgestartet ist, reagiert er meistens nicht mehr drauf. Wobei das, glaub ich, auch schon besser geworden ist...
Gelobt wird mit fliegenden Leckerchen (so ne Art Ersatzjagt bild ich mir ein XD) und rumgequietsche oder ruhiges, aber stimmliche hohes Lob. Je nach Situationen.
Ist er stark angespannt und wendet sich durchs Lob oder Abbruchkommando mir nicht zu, und wenn das Wildtier relativ wuselig ist, dann kann aufputschendes Loben dazu führen, dass er durchstartet. Also Lob ich da ruhig aber mit hoher Stimme. Party gibts dann, wenn er sich mir zuwendet.
Das wichtigste: Hund und Umgebung immer im Auge haben, so dass man möglichst das Wild vor dem Hund sieht oder sieht, wenn der Hund etwas entdeckt hat und dann frühzeitig eingreifen kann.
Durchstarten sollte immer verhindert werden (hat bei uns nicht immer geklappt, aber führt eben zu Rückschritten). Also lieber einmal zu früh anleinen, als zu spät. Aber ein bisschen Mut zum Risiko braucht man auch...
Ich hab hier das Glück, dass die Flächen recht übersichtlich sind und auch teilweise (grad im Winter) ohne Verkehr (die Bahnschienen sind nur an dem Stück). So seh ich das Wild meistens vor ihm. Durch die Krähen gab es jeden großen Gassigang auch 2-3 Situationen und fast jede Pippirunde eine.
Wenn ich mal keinen wirklichen Nerv zum Trainieren hab und unaufmerksam bin, bleibt die Leine dran. Und er wird dann auch weitergeschickt, wenn er was fixiert und die Spannung nicht aus der Leine nehmen lässt...
Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen :)
Lg Anna
Edit:
Zitat
finde ihr seid auf einem super weg! das wird schon klappen!
ich finde das antäuschen überhaupt nicht schlimm. meine wird belohnt wenn sie etwas durch anschauen anzeigt und schon allein dadurch ist das hinterherrennen garnicht mehr so interessant (erst anschauen (border halt) und dann keks abholen)
ich auch nicht, ich schmunzle immer darüber :^^: . Ich geb dann das Abbruchsignal, aber ein sehr ruhiges mit wenig Energie dahinter, und manchmal auch noch ein stimmliches Lob, aber keine Leckerchen mehr...