Aber wenn Erziehung, natürliche Dinge, Trennung etc nicht gehen, würde ich mich für die Variante entscheiden, die 100% Ruhe reinbringt. Also die Hündin kastrieren. Weil was macht ihr, wenn der Zwerg kastriert wird und das Problem bleibt 1:1 dasselbe?
Thorin reagiert schon auf Jin, bevor sie läufig ist - also wäre auch eine Kastration von Jin keine Garantie dafür, dass er entspannter wird (abgesehen davon, dass eine Kastration von Jin für mich nicht zur Debatte steht). Wir wohnen in getrennten Wohnungen, eine dauerhafte Trennung wäre also prinzipiell möglich - würde aber dazu führen, dass Jin auch kaum noch Kontakt zum restlichen Meute hätte. Der Geruch ist durch gemeinsamen Hausflur und gemeinsamen Garten trotzdem da.
Mit Beginn der Läufigkeit haben die Hunde im Haus keinen direkten Kontakt mehr zueinander, es gibt dann nur noch gemeinsame Spaziergänge und diese auch nur außerhalb der Stehtage.
Außer Thorin ist ja auch noch Flip unkastriert und Flip hat es nach ein paar Läufigkeiten mit relativ wenig Stress gelernt, mit Jins hormonellem Status umzugehen. Der reagiert nur noch währen der Stehtage stärker (was ja absolut normal ist). Thorin ist schon deutlich heftiger. Er ist auch außerhalb von Läufigkeitsphasen sehr viel daran interessiert, Jins hormonellen Status abzuchecken (und Belles auch, dass diese kastriert ist, weiß er ja nicht). Ich glaube tatsächlich, dass bei Thorin kein normales sexuelles Verhalten vorliegt.
Jins Züchterin (TA-Helferin) sagt, dass in ihrer Praxis gute Erfahrung bei hypersexuellen Kleinhunden damit gemacht wird, diese erst chemisch zu kastrieren und wenn die sich dann nach 3-6 Monaten "normal" benehmen, sie richtig kastrieren zu lassen.
Aber erstmal mit andren Medikamenten zu unterstützen, ist sicherlich auch nicht verkehrt. Und wär ja doch schön, wenn das dann wirklich ausreichend gut hilft.