Das klingt sehr hart, aber ich kann das nur unterstützen. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen ist dieser Weg oft der Einzige um sich wirklich selbst zu schützen.
Natürlich stellen sich alle unter der beschriebenen Situation etwas anderes vor, ich muss sagen, dass ich hier gar kein Bedürfnis verspüre, mich explizit durch Kontaktabbruch abzugrenzen. Wir kennen uns sehr, sehr lange, wir sind sehr vertraut miteinander und ich hab nicht das Gefühl, mich schützen zu müssen. Ich will lieber da sein, wenn die Hütte brennt. Sie ist offen mit dem Thema wenn man sie anspricht, macht es aber selten zum Gesprächsinhalt. Und sie ist halt schon sehr zurückgezogen, da sie es kaum noch schafft, das Haus zu verlassen. Da will ich zumindest in der Ferne da sein.
Sie ist halt krank. Nicht bösartig oder vereinnahmend. Vereinnahmende Menschen kann ich gar nicht ertragen. Aber so ist sie gar nicht.
Auch das mit dem Foto war hier falsch rübergekommen, das hatte sich so ergeben, ich hatte sie gefragt, was "das da" ist, als sie in ihrer Handyfotos rumblätterte.
ich glaube nicht, dass alle Süchtigen (ich kenn da auch diverse Menschen mit Zwangshandlungen und Essstörungen kommen mir da irgendwie sehr verwandt vor, viel mehr als Süchtige in anderen Bereichen) zwangsläufig schädlichen Einfluss auf ihre Lieben nehmen. Zumindest nicht aktiv. Und das ist für mich irgendwie ein relevanter Punkt, mich da nicht zurückzuziehen.
Ich wüsst halt nur gern, einfach um mich wappnen zu können, ob sie irgendwann tot vor der Toilette liegen wird. Natürlich kann mir das niemand vorher sagen. Es beschäftigt mich aber.