Beiträge von ReallyRed

    Wir waren gestern auf dem Sommerfest der Grundschule, die das Wuslonkind ab August besucht und...uff. 4 x Klassen SuS plus Eltern und 5 x zukünftige erste Klassen plus Eltern. Es war unglaublich voll und chaotisch.

    Aber: Man hat, wie schon beim Einführungselternabend, gemerkt, dass hier nicht nur Schulstoff abarbeiten angesagt ist. Wir hatten einen schönen Nachmittag und ich bin froh, dass die Kinder die Möglichkeit haben, das Schulgelände schon kennenzulernen (wir waren jetzt schon ein paar Mal da, weil es außerhalb der Unterrichtszeit offen als Spielplatz zur Verfügung steht.

    Bücher usw. sind schon bestellt, der Ranzen ist gekauft... wow, geht das gerade alles schnell. Ein neues Fahrrad war auch fällig, das andere war spontan zu klein.

    Kazua Ich frage mich immer, was andere Leute dazu zu sagen haben, wenn ich nicht gerade mein Kind (physisch oder verbal) vermöble.

    Was ich mitbekommen habe: Als der Große etwa ein Jahr alt war und beim/nach dem Mittagessen im Restaurant knatschig wurde, weil er müde war und mein Mann ihn im Buggy die Straße hoch und runter gefahren hat (damit ich fertig essen konnte), sagte die ältere Dame am Nachbartisch zu ihrer Begleitung: „ Also wir haben unsere dann immer einfach ins Auto gesetzt, dann haben die ganz schnell geschlafen.“ Joah, hätte bei uns auch funktioniert, aber das Auto stand über zwei Kilometer entfernt. :ka:

    Und jetzt vor ein paar Tagen als ich mit der Kleinen da saß, sie brüllte und ich abgewartet habe, dass sie mein Angebot sie zu trösten annehmen kann irgendwas in Richtung von: „Das gehört denen abgewöhnt!“ von nem älteren Herrn, der vorbeiging. :rotekarte: Ich frage mich ja was abgewöhnt gehört: müde zu sein? Überfordert zu sein? Seine Bedürfnisse zu äußern? Natürlich muss man dazu nicht die ganze Stadt zusammenbrüllen, aber dafür müssen die Kapazitäten beim Kind noch da sein und das waren sie eben wegen blödem Timing nicht. Und ihre Bedürfnisse sollen meine Kinder bitte äußern, ich bin ja froh, dass sie es endlich (meistens oder oft) können und ich nicht raten muss.

    Kann natürlich auch sein, dass er die Situation ganz anders eingeschätzt hat, wer weiß. Dann ist so ein Kommentar aber noch unnützer. :ka: Wir werden es nicht erfahren, selbst wenn ich ihm in den nächsten Tagen nochmal begegnen sollte, würde ich ihn nicht wiedererkennen.

    "Früher gab´s das nicht!" - Das tut mir leid, sage ich dann immer.

    "Dafür gab es früher eine Schelle/einen Klaps!" - Tut mir leid, dass sie als Kind Gewalt erfahren haben.

    "Das hat uns früher auch nicht geschadet!" Sind sie sich da sicher? Es wirkt anders.

    Wir haben das ja direkt in der Familie (Babys schreien lassen, Gefühle nicht ernst nehmen und bloß nicht drüber reden....). Ich bin da inzwischen kompromisslos. Nicht aggressiv oder pampig (es sei denn, ich bin auch gerade nervlich am Ende), aber ganz direkt. Mit meinem Kind nicht.

    ier ist gerade wieder ein ziemliches Auf und Ab. Der Mama-Tochter-Kurzurlaub im Harz war für mich echt anstrengend

    Ich hab auch schon ein wenig Angst. Ich bin in den Sommerferien eine Woche mit meiner Tochter allein weg. Das kann ein absoluter Traum werden oder ein Ritt auf dem Vulkan :schweig:

    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr bald wieder ne gute Phase habt!

    Ich Dir auch! Es ist echt schwierig, wenn man die Gründe nachvollziehen kann und die Gefühle auch raus sollen, aber man einfach kein 24/7 Punchingball sein will. Oder auch, wenn man gar nicht weiß, was gerade los ist.

    Im August habe ich nochmal zwei Wochenenden mit viel Mama-Kind-Zeit. Ohne Hund wäre das nicht so kompliziert.

    Hier ist gerade wieder ein ziemliches Auf und Ab. Der Mama-Tochter-Kurzurlaub im Harz war für mich echt anstrengend, weil ich nicht jeden Tag zweimal drei Stunden ins Schwimmbad wollte und auch mal das Hotel verlassen. Und auch mal ohne Kind auf dem Schoß atmen. Der letzte lief echt besser.

    Aber aktuell ist auch viel los: Viele Vorschulkind-Termine in der Kita, dazu die ersten Termine in der Schule... lang war nicht klar, wer mit wem in eine Klasse kommt und ihre Krippenfreundin sollte eigentlich in den Harz ziehen. Da ist natürlich viel Gefühlschaos.

    Die Zeit von 0-4 möchte ich auch nicht nochmal durchleben, zumindest in dieser Intensität.

    Kazua Ich frage mich immer, was andere Leute dazu zu sagen haben, wenn ich nicht gerade mein Kind (physisch oder verbal) vermöble.

    Fellknäul99 Wir haben hier auch ein sehr gefühlsstarkes und emotionsflexibles Kind... da hilft nur durchatmen, Situation annehmen, begleiten und manchmal hinterher ein Schnaps (für die Erwachsenen). Bei vielen Kindern bringt es etwas, wenn sie ein paar Dinge entscheiden können (rotes oder blaues Shirt, gelber oder grüner Becher). Es gibt einfach Dinge, die wir Erwachsenen entscheiden und das ist ab der Autonomiephase einfach ungerecht, blöd und voll gemein. Das darf das Kind so empfinden. Wichtig ist, das nicht herunterzuspielen oder abzuwerten.

    Mir hat die Homepage zu "das gewünschteste Wunschkind", Kathy Weber und Nora Imlau ganz gut geholfen.

    Ich mache auch drei Kreuze, dass wir diese Phase hinter uns haben.