Beiträge von ReallyRed

    rockychamp: Als Tierkäufer hat man aber immer die Pflicht, sich selbst zu erkundigen. Ich kenne das aus der Aquaristik. Wie oft heißt es da bei Katastrophenbesatz: "Aber der Verkäufer hat gesagt, das geht!"
    Tja, in jedem Buch oder jeder vernünftigen Internetseite steht es anders... Hätte halt etwas eigene Nachforschung bedeutet.

    Ich bin bei weitem nicht der Meinung, dass alles beim VDH heile Welt ist. Den gesunden Menschenverstand darf man nicht beim Züchter an der Haustür abgeben. Und wenn mir der derzeitige "Trend" in einer Rasse nicht passt, würde ich eben nach einem Züchter schauen, der sich da nicht völlig unterwirft.

    Und wenn es so einfach wäre, gesunde Hunde zu züchten, indem man einfach zwei (augenscheinlich) gesunde Elterntiere nimmt, hätten wir sicher viele Problematiken nicht.

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    Dieser Mann hielt seine Hunde fast den ganzen Tag in Kannel-Boxen und die Hündin war weder gesund noch vom Körperbau rssetypisch.

    Warum hat sie dort gekauft? Egal welcher Verein, da hätte ich auf dem Absatz kehrt gemacht und mich beim entsprechenenden Verein beschwert, evtl. noch Veterinäramt.

    Knautschgesicht: Klar gibt es Sensibelchen. Die werden in der Regel aber durch vernünftige ZTP aus der Zucht "aussortiert". Haben ein schönes Leben aber eben keine Nachkommen. UND ein Verein mit vernünftiger Zuchtüberwachung kann feststellen, aus welcher Linie so eine Unsicherheit stammen könnte, falls es einen ganzen Wurf betrifft.
    Ein nicht schussfester Hund hat in unserer Gegend kein schönes Leben: Silvester, Jäger, Idioten, die im Naherholungsgebiet 300 m entfernt nachts mit diversen Waffen um sich ballern...

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    Ich gönne jedem seine Welpen, so lange er sich nur ordentlich Gedanken macht was er da verpaart,

    Aber wie will man das machen, wenn einem relativ wenig bis gar keine Daten bzgl. der beiden Tiere und deren Zuchtlinien zur Verfügung stehen und man nicht alle sinnvollen Untersuchungen durchführt, weil man evtl. gar nicht weiß, wovon die Rasse stark betroffen ist?

    Ich habe gerade gestern mit einer zukünftigen Züchterin eines Dissidenzvereins gesprochen. Ihr Hund wurde vom Haustierarzt auf HD geröngt (ED auch? weiß ich nicht mehr) und das Ergebnis dort ausgewertet. Insgesamt war der Hund jetzt auf 2 Ausstellungen und hat dort jeweils ein V1 bekommen. Bei der zweiten Ausstellung wurde der Hund "nebenbei" auch zuchttauglich geschrieben.
    So sieht´s aus. Sie findet den Verein gut und die Zucht des VDH in Bezug auf Goldies Müll wegen enger Linienzucht und wenig Blutauffrischung. Dazu kann ich nichts sagen.

    Wenn ich aber an Berrys ZTP denke, vertraue ich mehr auf den VDH: Da wurde Schussfestigkeit geprüft, die Reaktion auf andere Hunde, fremde Geräusche, der Hund körperlich auf links gekrempelt... und das alles, obwohl es nur eine "Spiel- und Spaßrasse" ist.

    Ich verstehe die Logik dahinter nicht.
    Es soll ein Hund vom Züchter sein, dahinter steht eine gewisse Erwartungshaltung an den Hund bzgl. des Aussehens, Wesens und der Gesundheit. Um das alles gewährleisten zu können, ist aber auch die Mitarbeit der Halter notwendig. Wenn diese sich nicht beteiligen, wie soll denn dann die Erwartungshaltung vernünftig erfüllt werden? :???:

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    Trotzdem kaufe ich den nur Hund weil ich gerne einen bei mir haben möchte, ganz einfach, ganz egoistisch, so wie ich viele, viele andere Dinge konsumiere.

    Ich sehe also ehrlich gesagt nicht ein, warum es in diesem Fall "mein Problem" sein soll, wo die tollen Hunde herkommen?! Wenn ich die Nachfrage habe und es Liebhaber gibt, die diese abdecken wollen/können, warum soll ich mir dann Pflichten wie Ausstellungen auferlegen lassen?

    Das sind genau die Menschen, die sich überall über den doofen Friseur, den nicht richtig funktionierenden Fernseher, etc. aufregen. Nur genau dem, den es betrifft, dem teilen sie die Probleme nicht mit. Wie sollen sie denn dann abgestellt/verbessert werden? Ohne Feedback funktioniert sowas eben nicht. Woher soll der Züchter oder Verein denn wissen, ob das eine sinnvolle Verpaarung war oder voll in die Hose gegangen ist?

    Verpflichtet war in unserem Verein keiner, nur wurde dringlichst darum gebeten. War für mich nachvollziehbar, habe ich gemacht. Wo ist denn bitte das Problem? Hier wird soviel Affentanz um den Hund betrieben, aber einmal eine popelige Ausstellung oder ZTP besuchen ist dann zuviel verlangt?

    Ich glaube nicht, dass die TE hier Hunde wie Klamotten "anprobiert" und bei Nichtgefallen wieder umtauscht.
    Der Wunsch nach einem Hund ist da, es wird eben weiter geschaut. Wenn wir hier schon die Möglichkeit haben, jemanden bei der Auswahl zu unterstützen, sollte das auch konstruktiv passieren, indem man eben erklärt, WARUM gerade dieser Hund nicht passt.
    Wir sind alle nicht als Hundeflüsterer geboren worden und es bringt niemanden etwas, die TE aus dem Forum zu nörgeln. Dann weiß erst recht niemand mehr, was passiert.

    Bei unserem Verein gab es einen "Röntgenpfand" im Kaufpreis, den man bei Einreichen der Röntgenbilder (nach bestimmten Vorgaben) bzgl. HD zurückerhalten hat.
    Weiterhin wurde jeder Besitzer gebeten, eine Ausstellung zu besuchen sowie zumindest die Zuchttauglichkeitsprüfung.
    Heute wird weiterhin zusätzlich um Untersuchung der SD gebeten, die Kosten werden anteilig übernommen.

    Mal ganz ernsthaft, wenn ich das tue, breche ich mir da einen Zacken aus der Krone? Untersuchungen auf HD und SD würde ich sowieso durchführen. Mal in netter Atmosphäre eine kleine Ausstellung und die ZTP besuchen, mit anderen Haltern quatschen und sehen, wie sich die anderen entwickelt haben, ist doch auch mal nett und ich erfahre mehr über meinen Hund.

    Woher soll denn der Verein die ach so gesunden, wesensfesten Welpen nehmen, wenn man nicht bereit ist, zwei Wochenenden dafür zu opfern?

    Ich würde nicht jedem Anfänger einen "semieinfachen" Mischling aus dem Tierheim empfehlen.
    Genauso würde ich aber nicht jedem Anfänger die gewünschte Super-Trend-Arbeitsrasse vom VDH empfehlen.
    Mensch und Hund müssen zusammenpassen.

    Wir haben hier einen Hund aus 3. Hand. Über die Vorgeschichte ist einiges bekannt, aber vieles nur spekulativ, da er eben so oft weitergereicht wurde und die letzten Besitzer einfach Blödsinn erzählt haben (Er hätte einen Tumor, hätte die Frau gebissen). Da er ganze 2 Wochen im Tierheim war, konnten sie nicht so wahnsinnig viel zu ihm sagen. Aber es hat gepasst. Es hat sich zwar herausgestellt, dass er recht krank ist, aber das laste ich dem Tierheim definitiv nicht an, da es sich bei uns auch erst nach einigen Monaten herausgestellt hat.

    Dass der VDH natürlich lieber seine Welpen anpreist, kann ich verstehen. Viele TS wettern doch auch gegen die Zucht an sich, weil es auch ohne geplante Verpaarungen genug Hunde für alle Menschen auf der Welt gibt.
    Burger King preist auch nicht den BicMäc an ;)

    Schade, dass das so blöd bei Dir gelaufen ist... wir mussten auch schon einmal zwei Kater wieder zurückbringen, weil es mit unserem alten Hund und hauptsächlich meiner Mutter nicht geklappt hat. Dabei waren das zwei Traumkatzen, ich hätte Rotz und Wasser heulen können.
    Das Tierheim hat ganz freundlich reagiert, schliesslich ist dafür die Probezeit ja da. Sie haben sich sogar darüber gefreut, dass ich extra genau aufgeschrieben habe, welche Besonderheiten es pro Kater gab. Das hielten die alten Besitzer bei der Abgabe nämlich nicht nötig.

    Was sich das Tierheim bei Dir geleistet hat, finde ich unter aller Sau. Mandy war anscheinend nicht so unglücklich in deren Büro, warum wird da nicht "nur" ein Pate gesucht?

    Ich hoffe, Du beziehst Deine Erfahrungen nicht auf alle TS-Organisationen und findest irgendwann "Deinen" Hund. Lass Dich von sowas nicht entmutigen.