Beiträge von terriers4me

    Fipsy, nicht, daß ich deinen Kummer kleinreden möchte, aber: Dein Welpe ist zu einem sehr moderaten Preis behandelt worden.

    Ich weiß leider, wovon ich rede: mein einjähriger Siebenkilo-Hund ist hier letzte Woche beinahe von jetzt auf gleich mit blutigem Durchfall zusammengeklappt und war daraufhin auch drei Tage stationär in einer Klinik.

    Wir waren allein für diesen stationären, Tag & Nacht tierärztlich überwachten Aufenthalt mit fast 200 Euro pro Tag dabei. Dazu kamen mehrfach Röntgen (Verdacht auf Darmverschluß/verletzung), mehrfach Ultraschall, Infusionen, Medikamente, Labor.... und so weiter.

    War dann zwar "nur" ein schwerer MD-Infekt, aber die Rechnung ruckzuck knapp unter vierstellig. Sowas tut RICHTIG weh, aber genau das ist nun mal das Risiko, das du mit einem Tier zu dir nimmst. Genau sowas unterscheidet einen Hund zum Einzug eben vom zu so einer Gelegenheit geschenkten Toaster - und man kann euch wirklich nur sehr wünschen, daß ihr das versteht, sobald der erste Kummer überstanden ist. Dann wäre das arme Hündchen, das wahrscheinlich nie eine Chance hatte, vielleicht nicht ganz so sinnlos gestorben.

    Und ein Gespräch suchen ist da doch ein super Anfang - alles Gute dabei!

    Yep, das kenn ich auch noch - damit haben wir vor 35 Jahren unsere (in dieser Hinsicht) bedauernswerten ersten Hunde ernährt. Die Viecher waren immerhin wild drauf und vertrugen es deutlich besser als Chappi oder Pal - viel mehr Auswahl gab's ja nicht. Es stammte, soweit ich weiß, damals übrigens auch schon von Effem.

    Loyal hatte auch damals schon einen ziemlich schlechten Ruf, und mir hat an einer TiHo mal jemand erzählt, deshalb seinen die Vertreter gehalten, den Drogisten (sowas gab's noch!) auf Wunsch jederzeit ein paar Löffel vorzuessen, um sie von der Qualität zu überzeugen. Hatte er von einem Ex-Mitstudenten, den's zu der Firma verschlagen hatte und über den wir das Zeug kistenweise günstig beziehen konnten.

    Keine Ahnung, ob das stimmte oder Urban Legend war - mein Vater hat's jedenfalls mal mit eingekochter Wurst verwechselt, als wir's statt in der Dose im Weckglas im Kühlschrank aufbewahrten. Fand er zwar irgendwie fade, hat ihm aber nicht weiter geschadet - waren ja auch hauptsächlich Graupen...

    Ein langes, ausfühliches Kapitel, in dem sie die körperlichen Voraussetzungen des Hundes (Gebiß, Magen-Darmtrakt, Körperchemie - alles auf regelmäßigen Konsum von Frischfleisch eingestellt und eben auch angewiesen, wenn's optimal funktionieren soll) ebenso ausführlich behandelt wie Verhaltensprobleme durch anhaltende Mangelerscheinungen - und nicht zuletzt die Herstellung von vegetarischem "Alleinfutter" für Hunde.

    Mir war vorher auch nicht klar, wie viel Chemie da zwangsweise involviert ist, weil's nicht anders geht, und zu wie vielen Problemen allein das führen kann - und meist auch führt. Lohnt sich wirklich, diese 20 Seiten selbst zu lesen - und das Foto einer vegetarisch aufgezogenen zweijährigen Dogge (!!) spricht auch für sich.

    Für mich sehr seriös und glaubwürdig, da hier wirklich langjährige wissenschaftliche UND praktische Erfahrungen ausgewertet worden sind.

    Es tut mir sowas von leid für auch diesen Welpen - aber die Ärzte haben ebenfalls mein volles Mitgefühl.

    Ständig dieses vermeidbare Elend mit meist nur zu gewissem Ausgang behandeln müssen, immer wieder sehen, wie passiert, was mit ein wenig Nachdenken beim Welpenkauf leicht vermeidbar wäre, all das sinnlose Elend ohne Ende - und dann auch noch verklagt werden, wenn schließlich passiert, was passieren mußte.........?

    Dreamy,

    ich kann auch dir wirklich nur das Buch "Futterprobleme bei Hunden" sehr, sehr empfehlen (nein, ich krieg nix dafür und hab nix davon, daß ich das in diesem Thread grade zum dritten Mal tue!)

    Die Verfasserin, Dr. Vera Biber, IST auf Ernährungswissenschaft spezialisierte Tierärztin mit langer Hundezucht- Erfahrung und hat dem Sinn (oder besser Unsinn!) rein vegetarischer Hundeernährung da ein langes, informatives Kapitel gewidmet - übrigens inklusive wissenschaftlicher Fakten und Fotos!

    Falls das jetzt nicht ein besonders makabrer Witz ist, erklärt es vielleicht, wozu diese bekannte "Trainerin" diese vielen Hunde in diesem total versifften Haus zusammenpferchte? "Nahtoderfahrung" als kollektive Problemhunde-Trainingshilfe?! *ironie off*

    Sachen gibt's......aber ernsthaft: Falls ich sowas von jemandem sicher wüßte, wär die Anzeige ebenso gewiß wie der Anruf bei der Lokalzeitung!

    Banane

    Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber wenn du sorgfältig für deinen Hund einkaufst, vergiß die Jäger nicht!

    Terrier & ich hatten letztes Jahr das Glück, uns bei einem Jäger, von dem ich genau weiß, wie gut er schießt, über die ganze Jagdsaison immer wieder günstig mit Hundefutter eindecken zu können, hauptsächlich Verschnitt von Reh- und Hirschgulasch zum Rohfüttern oder Wildschwein, das natürlich gekocht werden muß. Sowas geht leider nicht rund ums Jahr - aber das war wirklich das Futterfleisch, bei dem ich am wenigsten schlechtes Gewissen hatte!

    Wo ist denn da der Ausweg aus der Tierindustrie-Misere, wenn zusätzlich auch noch andere Tiere nicht artgerecht gehalten werden??

    Hundehalter, denen es um Nutztier-Schutz geht (was ich sehr gut verstehen kann!) haben inzwischen die Möglichkeit, sorgfältig auf die Bezugsquellen für ihr frisches Hundefutter zu achten. Was sicherlich auf lange Sicht mehr bringt als vegetarisches Hundefutter, das übrigens noch nicht einmal besonders "umweltfreundlich" ist, weil überlebenswichtige Inhaltsstoffe aufwendig chemisch nachgebaut werden müssen. Ich kann das "Futterprobleme bei Hunden"-Buch da nur nochmal sehr empfehlen!

    Wer aus ethtischen Gründen Nutztierhaltung und Jagd völlig ablehnt, muß auch konsequent genug sein, dann keinen Hund zu halten. Ihn stattdessen als "Geisel" der eigenen Moral zu nehmen, zeugt nicht gerade von Sensibilität fürs Mitgeschöpf!

    Kühe werden nun mal aus kommerziellen Motiven gehalten - Hundehaltung ist zum allergrößten Teil reiner, egoistischer Luxus. Meine ebenso wie die von jemandem, dem es Befriedigung bedeutet, sich für einen TS-Hund aufzuopfern. Dagegen ist ja auch absolut nichts zu sagen, solange die Grundbedürfnisse des Hundes berücksichtigt werden.

    Aber ein Tier, das man aus keinem einzigen zwingenden Grund halten MUSS, zu sich zu nehmen und ihm dann gegen seine Natur die eigene Moral, Weltanschauung oder was auch immer aufzuzwingen, finde ich schon mehr als fragwürdig - und eben noch ein großes Stück egoistischer, als es die Haustierhaltung ohnehin schon ist.

    Zitat:
    "aber glaubt ihr wirklich, dass der Beweggrund dieser Menschen Egoismus ist? Was bringt es IHNEN denn, dass sie ihren Hund vegetarisch ernähren?"

    Gant einfach: Es bringt IHNEN die Macht, einem anderen Lebewesen rücksichtslos IHRE moralischen Maßstäbe aufzuzwingen und sich dabei auch noch gut zu fühlen - egoistischer geht's nimmer!

    Wer sich übrigens wirklich für das Thema interessiert, dem würde ich das Buch "Futterprobleme bei Hunden" von Vera Biber dringend empfehlen.
    Darin ist ein langes, sehr detailliertes und interessantes Kapitel über vegetarische Fütterung von Fleischfressern.