Beiträge von terriers4me

    Hier ist auch ein ganz großer Fan bestialischer Parfums - die kriegt, falls ich schnell genug bin, ein gepfeffertes "Pfui!!!" um die Ohren gedonnert, sobald sie in die Knie geht, notfalls unterstützt von fliegender Leine, und läßt das Wälzen dann tatsächlich sein.

    War ich nicht schnell genug, geht's halt unter die Dusche, vielmehr: bei meinem jetzigen, so handlich kleinen Hund ins Waschbecken. Ohne Leckerli, ohne Gemecker, ohne Theater, einfach Hund geschnappt und die betreffende Stelle freundlich, aber bestimmt abgespült - es gibt nun mal Dinge, die diskutiere ich nicht lange, weil sie einfach sein müssen. Ich wasche möglichst nicht den ganzen Hund, sondern spüle nur die betreffende Stelle (bei uns regelmäßig die Halsseiten und die Schulter) mit reichlich klarem Wasser ab. Beim glatten, harten Terrierfell reicht dazu ein Abwaschschwamm, der anschließend entsorgt wird.

    Das genügt fast immer. Mit Shampoo habe ich so schlechte Erfahrungen gemacht, daß ich es nur noch in allerschwersten Stinkfällen benutze und danach sehr aufpasse. Für Hund riechen Menschenparfums offenbar ebenso widerlich wie für mich extrem tote Ratten, und folglich verstärken sie die Wälzneigung erheblich.

    Wirklich schön ist es dann anschließend, Wildschweingülle oder Schlimmeres aus den Lederhalsband-Steppnähten und -schnallen und dem Ring mit der Steuermarke zu kratzen....

    Wenn du meinen jungen Terrier fragen würdest, was sie als Zweithund möchte, würde sie sich garantiert was Windiges aussuchen - selbst mit ihresgleichen tobt sie nie so begeistert wie mit ihren Podenco- oder Greyhoundmix-Freunden. Das ist auch bestens ausgeglichen: die Windigen sind schneller, der Terrier ist ausdauernder, und so powern die tatsächlich Stunden begeistert durch.

    Wunder-, wunderschön anzusehen - und ich weiß seitdem, weshalb Terrier und Lurcher in Grobritannien so oft zur gemeinsamen Jagd gehalten werden: so einem Team dürfte über & unter der Erde kaum etwas entgehen. Und ich weiß sicher, daß ich einen Windigen NICHT als Zweithund würde haben wollen. Eine so geballe Doppel-Ladung an Lauflust plus Jagdtrieb würde ich, sobald das Adrenalin hoch genug kocht, schlicht nicht mehr aufhalten können. Einen Windhund als Zweiten könnte ich mir generell nur zu einem sehr ruhigen, sehr gelassenen Ersten mit möglichst wenig Jagdtrieb vorstellen - und selbst da hätte ich Bedenken, daß die Rudeldynamik Wunder wirkt und der schnelle Jäger den anderen mitnimmt.

    Insofern: Schön sind sie wirklich, aber haben wollen würde ich so einen nur, wenn ich mich komplett auf ihn konzentrieren könnte - und selbst dann nur mit sicherer, wildfreier Auslaufmöglichkeit in nächster Nähe.

    Tja - wenn ich mir das so überlege: Vielleicht sind diese Terrier-Vorlieben ja der Grund für den Trend zum Weiß? Daß man die Deko wenigstens sieht, bevor man reinfaßt?

    Meine vorhergehende Russellin war ja ein sehr bunter Tri, und die liebte nichts mehr, als ihren (dunklen) Kopf stolz in ihrer Jagdbeute zu reiben. Immer wieder schön, wenn man erst beim Kraulen merkte, daß ihr da, Ton in Ton getarnt, Spitzmaus-Teile von den Ohren baumelten....

    Tja, Birgit, das Foto hätte ich heute früh eigentlich machen können: Da ist die Dame eigentlich nur einmal ums Haus geflitzt, un-eigentlich hat sie sich aber auch noch blitzschnell die weißen Halsfransen dick mit grüner Taubenkacke eingeschmiert. Wälzen kann sie sich wirklich mit Lichtgeschwindigkeit, und das war noch harmlos - draußen ist es dann gern mal Wildschweingülle...

    OK, dann leg ich die Kamera mal bereit und knips sie im Wiederholungsfall ,bevor sie den nächsten Trip ins Badezimmer gewinnt...*börk*

    Nun ja, mein Jungterrier ist ja eher zufällig ziemlich weiß (leider, weil Megaferkel!), und die ganze Familie ist über mehrere Generationen Augen-, Ohren- und PL getestet und clear. Das kann man durchaus kriegen, wenn man's als Käufer denn möchte.

    Und wenn's einem wurscht ist, weil man ja keinen Wert auf diese Rassezüchterei legt, es aber trotzdem unbedingt ein weißer Hund sein soll? Selber schuld!

    @greenleaf
    Ich glaube nicht, daß ich als Käufer unbedingt auf große Hundeschauen gehen muß, um eine Qualzüchtung als solche zu erkennen. Eigentlich sollte doch schon ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand und genereller Basis-Information über das Lebewesen Hund ausreichen, um unschwer zu erkennen, daß es für ein Bewegungstier nicht besonders erfreulich oder gesund sein kann, zum Beispiel Atemschwierigkeiten zu haben, beim Laufen auf die Ohren zu treten oder seinen überschweren Körper auf seltsam gewinkelten Beinen kaum noch schleppen zu können? Und dann seine Wahl unabhängig davon zu treffen, was gewisse Züchter und/oder Zuchtrichter auch erzählen mögen - schließlich gibt es ja genug Hunde-Auswahl?

    Hallo Bates,

    sieh nochmal genau nach: In der Dose müßte ein klitzekleiner, durchsichtiger Meßlöffel liegen - den hab ich auch erst später gefunden, weil er ziemlich tief nach unten gerutscht war!

    Viel mehr als eine Messerspitze brauchst du da für acht Kilo tatsächlich nicht - ich kaufe diese Dosen inzwischen nicht mehr, weil die bei den Zwergen einfach nie alle werden. (Obwohl sich die Gartenpflanzen über die Reste sehr freuen!)

    Einschlägige Gesetze gibt es längst, aber gegen Käufer-Dummheit helfen die leider nicht - und diese Krüppel werden so lange produziert werden, wie die Nachfrage nach ihnen das Geschäft für die "Züchter" lohnend macht.

    Und was das "Überreden" bedauernswerter Naiver angeht: Auch Hundekäufer sind mündige Bürger, denen heute RECHTZEITIG mehr Information zur Verfügung steht als je zuvor, bevor sie eine solche Verantwortung eingehen - und ich habe wirklich noch nie gehört, daß jemand mit der Waffe am Kopf dazu gezwungen wurde, aufs Recherchieren zu verzichten und einen Qualzucht-Hund zu kaufen/nach Katalog zu bestellen.

    Im Gegenteil: Die meisten der angeschlagenen Hunde, die uns hier begegnen, sind sogar ganz gezielt ausgesucht worden: danach nämlich, daß sie ausgefallen aussehen, besonders "süß", besonders bequem oder besonders billig sein sollten...

    Hallo Jenny,
    wie alt ist Maxi?

    Ich habe, als ich meine achtjährige JRT-Hündin wg. Leber- und Stoffwechselproblemen für den Rest ihres Lebens auf eine ziemlich abwechslungsarme Diät setzen mußte, sehr gute Erfahrungen mit dem von unserer Tierärztin empfohlenen Canicocept Senior als Zugabe gemacht. Der Hund, der überwiegend von Hirseflocken, magerem Rindermuskel- und Hühnerfleisch und Karotten leben mußte, hatte mit dieser Zugabe jederzeit ein tadelloses Blutbild, keinerlei Mängel, sah blank aus und war so fit, wie es unter den gegebenen Umständen nur möglich war.

    Ich weiß nicht, ob es von Caniconcept auch Ergänzungspräparate gibt, die nicht speziell auf Senioren zugeschnitten sind, aber vielleicht magst du ja mal Google oder denTierarzt fragen? Auf jeden Fall viel Glück für Maxi!