Nein, darüber regt sich niemand auf,
zumindest ich nicht.
Ich kann es nämlich ganz und gar nicht verdammungswürdig finden, wenn auch finanzielle Aspekte (und somit ein weiterer Teilbereich des Themas "Verantwortung") in diese Entscheidung einfließen.
Ich denke die wenigsten haben unbegrenzte Mittel zur Verfügung.
Und ich muss mit den vorhandenen Kapazitäten so wirtschaften,
dass ich das für mich auch wirtschaftlich vertreten kann.
Meine eine Hündin ist weit über 15, erfreut sich, von ihrer Taubheit abgesehen--gottlob noch recht guter Gesuindheit und Aktivität.
Dennoch würde ich mir schwerstens überlegen, stünden jetzt Op-oder andere Krankheits-Kosten im vierstelligen Bereich an,
ob diese hier sinnvoll investiert wären.
Zu welchem Schluss ich dabei komme, kann ich noch nicht mal mit Bestimmtheit sagen,
aber drüber nachdenken wird doch wohl gestattet sein!
Denn immerhin hab ich noch ein paar andere, wesentlich jüngere Tiere in meinem Bestand, u.a. auch ein Pferd,
und der "Notgroschen" für Behandlungen darf eben ein bestimmtes Budget nicht übersteigen,
wenn die Kasse erstmal leer ist, ist sie leer...
Und wenn dann ein anderes Tier was anderes hat, und mir einer Behandlung noch 10 oder 15 Jahre leben könnte,
die ich mir dann aber nicht mehr leisten kann, dann denke ich sollte es erlaubt sein, Kosten-Nutzen-Rechnungen aufzumachen.
Davon ab dass es hier bestimmt auch Leute mit Kindern gibt,
die ebenfalls gut Kosten verursachen, und ich möchte meinem Kind nicht sagen müssen dass dies Jahr Klassenfahrt, neue Klamotten und Weihnachtsgeschenke gestrichen sind, damit Methusalem-Miez statt 16, sechzehn und ein zwölftel alt werden durfte. 
Zum Thema Pferd möcht ich noch beitragen,
dass ich zB Gnadenhöfe ziemlich kritisch sehe.
Dort kommen Pferde hin, die nicht mehr reitbar, sprich belastbar sind,
sich also nur noch eingeschränkt bewegen können.
Je nach tagesform ist auch mal ein Aufgalopp drin, meist jedoch haben sie schon Schonhaltungen eingenommen, sind nicht mehr wendig etc.
Ein Pferd, dass sich nicht mehr uneingeschränkt bewegen kann steht allerdings unter einem derartigen Stress,
das ist den meisten wohlmeindenden "Altenpflegern" gar nicht bewusst.
Es ist ein Lauf- vor allem aber ein Fluchttier.
Alte oder gebrechliche Pferde werden in der Herde immer ausgegrenzt,
sie stehen außen.
Sie sind das KANONENFUTTER.
Das würd ich meinem Ross nicht antun....
Beim Räuber Hund sieht das mit dem Bewegungsbedürfnis vlt. etwas anders aus, möglicherweise genießt er auch den faulen Lebensabend auf der Couch, aber auch hier tendiere ich dazu zu sagen,
wenn sich das Tier nicht mehr schmerzfrei rühren kann, dann komm ich schwer ins nachdenken.
Den Strang hier find ich übrigens super! 