Beiträge von Abessinierin

    Zitat

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    Es gibt allgemein sehr oft Fälle, bei denen der TA rät, das Tier bald einschläfern zu lassen um schnell eintretende Komplikationen zu vermeiden...wie zb. ersticken.
    ...was dann wenn es dem Tier noch gut geht aber man weiß, das es ruckzuck zuende sein kann?...dann ist guter Rat teuer.

    WAS WÜRDET IHR IN DIESEM FALL TUN? Abwarten oder lieber sofort einen Termin zum einschläfern machen?...ich finde es schwer zu entscheiden.

    Sina, ich würd dem Tier eine letzte schöne Zeit bereiten und wenn die ersten Anzeichen da sind zu TA fahren und das Tier einschläfern lassen.

    Birgit

    Auch ein Aspekt, der sinnvoll ist.

    Wobei mir eigentlich der wichtigste Aspekt zu seien scheint: Ist das Leben für das Tier durch den Aufwand, den ich mit Pflege und tierärztliche Versorung treibe wirklich noch lebenswert?

    Oder siecht es nur noch dahin, von mir und der Kunst der Ärzte hier auf Zwang gehalten?

    Birgit

    Mir war klar, dass ich hier ein sehr schwieriges und emotionsgeladenes Thema anrühre. Keiner spricht gern vom Tod oder der Euthanasie bei Mensch oder Tier.

    Nun habe ich schon Menschen und Tiere im wahrsten Sinne des wortes dahinsiechen sehen. Angehörige und Halter erlebt, die den geliebten Menschen oder das gekiebte Tier trotz aller Qualen nicht haben gehen lassen können.

    Schenk mir noch ein Tag, eine woche, einen Monat, Jahr.

    Für mich ist da Schluss, wo ein Mensch oder Tier nur noch mit harten Schmerzmitteln in hoher bis sehr hoher Dosis über einen langen Zeitraum verabreicht leben kann.

    Wenn nicht mehr gegessen werden kann, Mensch oder Tier über einen langen Zeitraum Nahrung verweigert.

    Wenn das Tier nicht mehr über längeren Zeitraum in der Lage ist, sein Lager zu verlassen und seinen geschäften nachzugehen.

    Wenn Mensch oder Tier nicht mehr in der Lage ist an dem Leben in seinem Umfeld teilzunehmen über längeren Zeitraum.

    Wenn alltägliche existenzielle Dinge nicht mehr möglich sind und es keine gute Aussicht auf merkliche Besserung gibt.

    Dann ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meinem Tier oder auch einem geliebten Menschen die Möglichkeit zu geben zu gehen.

    In Ruhe, Frieden und vorallem mit Würde.

    Birgit

    Wer einen Hund hat, ihn heranwachsen, erwachsen und altwerden sieht, der steht zwangsläufig irgendwann vor der Frage: Bis wann ist ein Hundeleben wirklich lebenswert und wann ist es ein Hundeleben um jeden Preis?

    Eine Frage, deren Beantwortung schwerfällt, denn: Die heutige Veterinärmedizin bietet Möglichkeiten und Therapien en mass und Tierärzte sehen in den kranken Hunde mehr als oft eine Art Versuchskaninchen an dem sie testen können, wie gut denn die heutige Veterinärmedizin ist.

    Da wird dieses Medikament noch ausprobiert und jene Therapie könnte auch noch helfen und welches noch nicht zugelassene Medikament kann ja auch noch getestet werden.


    Leidtragende ist hier der Hund, der sich verbal dazu weder äußern noch sich wehren kann. Abhängig von der Vernunft, Einsicht und Liebe seines Halters.

    Der Hund mit schwerer Herzinsuffizenz, mit schwerster HD, mit schweren Leber- und Nierenschäden etc.pp.

    Hunde, die ständige Schmerzen bei der kleinsten Bewegung haben, Hunde, die sich aus eigener Kraft nicht mehr bewegen können und über einen langen Zeitraum zum Lösen getragen werden müssen und aus eigener Kraft ihr Lager nicht mehr verlassen können, Hunde, die keine Nahrung über langen Zeitraum allein zu sich nehmen... Die Liste ist eigentlich endlos.

    Doch wo ist hier die Grenze zwischen medizinisch machbarem, also Maßnahmen, die ein Hundeleben zu welchem Preis auch immer verlängern und dem Moment, wo die Erlösung das letzte Geschenk ist, das wir als Halter unserem Hund machen können?

    Bevor hier Antorten eintrudeln bedenkt bitte: Der Hund ist ein Bewegungstier, zum Laufen und Jagen geboren und es lebt im hier und jetzt. Krisen, Schmerzen werden also als lebensbedrohlich und sich nicht ändernder Zusatnd empfunden.

    Nachdenklich,

    Birgit

    Zitat


    das Dominant bezog ich auf Dominanz gegen den Menschen ;)

    wobei, wenn man es genau nimmt, ist Dominanz ja keine Charaktereigenschaft
    es ist ein Zustand, der in einer speziellen Situation herrscht ;)

    :D Ach so! Nur... dann braucht`s als Gegenpart einen devoten Teil. Und ja, in speziellen Situationen kann ein derartiger Zustand unter Menschen herrschen, der von beiden Parteien als sehr angenehm empfunden wird.

    Sofern die Neigung dazu vorhanden ist.....

    und wech,

    Birgit

    Zitat

    hab ich auch nicht :hust:

    Ich schon... war eine Bordeaux-Dogge dieses Jahr auf St. Wauli. Und die werde ich nie vergessen. Ganz einfach weil sie sehr gelassen, sehr ausgeglichen und sehr souverän war. Im dem ganzen Gewusel wirkte sie wie ein Fels in der Brandung, was sich übrigens auch auf die Hunde in der Umgebung übertrug und zwar ohne das dieser Hund etwas tat.

    Unglaublich, sehr beeindruckend und wunderschön.

    Birgit

    Stimmt, Welpen haben eine kleine Persönlichkeit, wie Säuglinge übrigens auch. Und genauso wie Säuglinge haben sie das Recht, sich zu entwickeln ohne das man sie in Schablonen presst und alles, was denn übersteht, abschneidet.

    Schon gar nicht im Namen der sog. Dominanz, die in HH-Kreisen sowwas von fehlinterpretiert wird wie sonst nichts anderes.

    Und mit Verlaub, ich unterstelle Dir jetzt mal ganz pauschal und ganz bewußt, dass Du noch niemals einen wirklich dominanten Hund gegenüber gestanden und ihn bewußt als solchen wahrgenommen hast.

    Denn dann wären Deine Formulierungen dezent etwas anders geartet.

    Birgit

    Vergiss mal ganz schnell die Dominanz- und bei der Gelegenheit auch die Rudeltheorie. Auch sämtliche Tests, die sagen sollen, wie dein Hund ist und wie nicht.

    Du hast da einen Welpen, grad mal 8 Wochen alt, ein Baby, das neugierig seine Welt erkundet.

    Nicht mehr und nicht weniger. Kein Wesen, der als nächstes die Weltherrschaft an sich reißen möchte oder zur tyrannischen Bestie mutiert.

    Birgit