Beiträge von Phantomaus

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    Meint ihr gibt es Leute, die sich zu sehr vor Hundis Kaka ekeln, um es weg zu räumen? Also fast schon krankhaft? Was würdet ihr diesen Leuten raten? :???:


    Gibt's bestimmt, aber man sollte meinen, dass sich solche Leute dann keinen Hund anschaffen, oder? Im Ernstfall würde ich raten, die Tütenhand zusätzlich mit einem Gummihandschuh zu schützen, und - ganz wichtig: Beim Aufsammeln ausatmen :D.

    Außerdem müsste solchen Leuten ja auch ganz einfach klar zu machen sein, dass Kacke nicht wegräumen noch viel ekliger ist - denn in welche reinzutreten ist nun wirklich für jeden widerlich...

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    Für die meisten Leute grenzt es an einen Zaubertrick, dass Paula auf die Entfernung "Platz" macht...

    Wahnsinn! Meine macht zum Beispiel kein zuverlässiges "Platz". Nicht nah und nicht auf Entfernung. Und erst recht nicht unter Ablenkung...

    Das ist GENAU so eine Sache, wo ich immer dachte: Wieso kriegt jeder andere Hund das hin? Was mache ich falsch? Welche andere Methode kann ich noch ausprobieren? Zur Erklärung: Mein Hund macht ungefähr so "Platz", wie ich meine Steuererklärung mache: Widerwillig, freudlos und erst, wenn es nachdrücklich eingefordert wird. Und nur einmal im Jahr :lol:.

    Und das ist auch genau der Punkt, wo ich irgendwann dachte - was soll's? Wie wichtig ist dieser Trick für mein Leben mit dem Hund? Wenn ich sie mal artig aus dem Weg haben will, tut's auch ein "Sitz" - das kann sie. Guter Hund.

    Mal so aus Neugier und weil ich noch nie was von diesen Hütehundpfeifen gehört habe: Man muss das Pfeifen darauf also erst lernen und man kann dann Melodien flöten. Also kommt nicht immer der gleiche Ton raus, richtig? Es gibt ja auch Leute, die direkt auf den Fingern pfeifen können - das ist ja sicher auch immer etwas unterschiedlich im Klang. Wo ist da der Unterschied zur Hütehundpfeife?

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    Ich dachte auch schon: "Oh mann, das klappt alles nicht, die macht was sie will, kommt nicht immer etc." Und wenn ich Leute treffe, sagen die immer wie toll mein Hund doch sei!

    Genau. Und manchmal sieht man auch unverdient gut erzogen aus. Wir haben da zum Beispiel so einen Trick, wenn mein Hund gerade lustig rennt und uns kommen fremde Leute entgegen: Bei jüngeren oder cooleren Leuten rufe ich den Hund manchmal nicht zurück, sondern brülle stattdessen "außen rum!" und mein Hund macht einen Bogen um die Leute. Das habe ich ihr nicht beigebracht – sie weicht sowieso immer aus. Aber ich seh gut aus dabei und andere Labradorhalter sind neidisch auf den Trick :lachtot:.

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    Wollte mal wissen wie ihr drüber denkt, ein Rottweiler oder ein Pitbull als erst Hund zu holen (ohne erfahrung )

    Je nach Bundesland, in dem Du wohnst, gelten beide Rassen als Kampfhunde. Die kannst Du da auch nicht einfach "holen". Da stehst Du auf jeden Fall schon mal unter erhöhter Beobachtung und musst bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Der Hund muss seinerseits mit Dir zusammen einen Wesenstest absolvieren, um zum Beispiel von der Leinen- und Maulkorbpflicht befreit zu werden. Bei der Steuer langen die meisten Städte bei Listenhunden auch noch mal richtig heftig zu.

    Ich glaube nichtmal, dass ein Pitbull oder ein Rotti schwieriger zu erziehen sind als beispielsweise ein Jack Russel oder ein Schäferhund. Aber Du musst es auf Anhieb richtig hinkriegen, sonst machen Dir Deine Mitmenschen das Leben zur Hölle. Bei einem Kampfhund suchen alle möglichen Leute nach Fehlern, um Dir die Polizei, das Ordnungsamt und den Vermieter auf den Hals zu hetzen. Der darf nichtmal piep sagen. Und deshalb würde ich einem Anfänger von einem Listenhund abraten.

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    Seit ich hier angemeldet bin ist mir kaum ein Hund begegnet auf den so sehr geachtet wird wie es hier im Forum verlangt wird.


    Ich gebe zu, man sieht etwas albern aus, wenn man einen "verhaltensauffälligen" Hund hat, mit dem man regelmäßig trainiert, während andere einfach einmal am Tag die Strecke ablaufen und einen entspannten Hund dabei haben.
    Und wenn Dein "schwieriger" Hund dann auch noch spezielles Futter kriegt, das man nur im Internet bestellen kann und ihr nie ohne Dummy/Schleppleine/Clicker/whatever aus dem Haus geht und ihr außerdem Schutzdienst/Mantrailing/Treibball/whatever macht, um den Hund artgerecht auszulasten, und der Hund trotzdem 'ne Knalltüte ist - ich gebe zu, wenn ICH nicht diejenige mit dem "besonderen" Hund wäre, würde ich auch spöttisch lächeln.


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    Ich denke es liegt einfach daran,dass diese Leute den Hund einfach Hund sein lassen duckundwech


    Die Alternative wäre halt, ein Geschirr draufzumachen und angeleint am Fahrrad die Runde zu drehen. So machen es die meisten anderen Leute in meiner Gegend, die einen agilen, jagdlich interessierten Hund haben, der nicht in gemäßigtem Tempo an lockerer Leine laufen kann. Das finde ich persönlich nicht optimal, aber das macht die anderen Leute jetzt auch nicht zu schlechten oder gleichgültigen Hundehaltern.

    Ich mag hier nicht die Methoden anderer Halter bewerten oder Klischees hervorkramen. Meine Meinung ist: Hunde sind einfach unterschiedliche Charaktere, die im Alltag unterschiedlich stark herausfordern. Als Beispiel hier mal ein paar gängige "Probleme":

    Das Leinelaufen:
    Der eine kapiert von alleine, dass es angenehmer ist, an lockerer Leine mitzuschlören, der andere lebt lieber damit, permanent Zug am Hals zu haben und dafür schneller vorwärts zu kommen. Den einen kann man da flugs auf Feinheiten trainieren, am anderen arbeitet man monatelang, ihm das erwünschte Verhalten nahezubringen. Oder man resigniert und hat einen ziehenden Hund.

    Das Alleinebleiben:
    Der eine Hund bleibt gelassen alleine und der andere hat permanent ein Auge offen, ob seine Mannschaft endlich wiederkommt.
    Auch hier kann man es ganz leicht haben - unabhängig davon, ob man es vorsichtig und behutsam aufbaut oder einfach abhaut und wegbleibt. Oder man kann monatelang mühsam trainieren. Oder man lebt einfach damit, dass der Hund nicht gern alleine bleibt.

    Das Jagen:
    Ist ja klar - manche Hunde sind da interessierter als andere. Hast Du ein Schaf, dann hast Du kein Problem. Hast Du einen Jäger, musst Du permanent auf der Hut sein. Kann man ewig lange dran rumarbeiten, kann man offenbar drastisch verleiden - oder man kann seinen Hund eben einfach nicht von der Leine lassen.


    Als Halter weißt Du vorher nicht so genau, was Du kriegst. Und dann ist entweder Training oder Management angesagt. Das ist dann eine Typfrage für die Halter.

    Es gibt nun mal Rassen, die sich deutlich besser zum Pöbeln eignen als ein Neufundländer. Wahrscheinlich müsstest Du da auf Vollkontakt-Pöbeln gehen, das ist aber nicht jedermanns Sache, da es ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich bringt.

    Wer Vollkontakt-Pöbeln noch nicht kennt: Die Hunde werden einander angeleint vorgestellt, knurren kurz zu Begrüßung und dann wird wie üblich mit Leinenrucks und Kommandos gearbeitet. Die Halter stehen sich dabei auf kurzer Distanz gegenüber, die Leinenlängen sind so eingestellt, dass die Hunde sich in einem 1,5m Radius um die Menschen bewegen können. Wenn ein Halter die Leine fallenlässt, um nicht eingewickelt umgerissen zu werden, wird er disqualifiziert. Derjenige, dessen Hund als erstes versucht, den Kreis zu verlassen, verliert.