Beiträge von Phantomaus

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    Was mich wundert ist, dass Ihr hier zig negative Dinge aufzählt wie Dreck im Haus, Zeit, Geld etc., aber IHR habt euch doch auch vor all dem nicht zurückschrecken lassen, warum sollte es dann jemand anders tun?

    Davon muss sich auch niemand abschrecken lassen. Wenn jemand informiert und gern seine Wohnung mit Dreck und Haaren füllen will, seine Freizeit in ollen Klamotten in Feld und Wald verbringen und sein verfügbares Einkommen in den Hund stecken will, dann ist er herzlich willkommen und wahrlich reif für den besten Freund der Welt.

    Oh, und nochwas: So ein Hund kostet aufs Hundeleben gerechnet mindestens 8.000-10.000 Euro. Je nachdem was man mitzählt (Anschaffung, Zubehör, Futter, Tierarzt, Versicherung, Hundeschule, Hundefriseur, (Urlaubs-)betreuung, Steuern, zerstörte Sachen...). Und das sind die Kosten für einen Hund, der halbwegs gesund und halbwegs zivilisiert ist....

    Da kann man auch mit geschenktem Hund und billigem Futter nicht so ganz viel dran drehen. Und ein kleiner Hund frisst zwar weniger, wird dafür aber älter.

    Die meisten Hunde hier im Forum werden übrigens erheblich teurer im Unterhalt sein, weil die meisten hier besser füttern, irgendwas an kostenpflichtiger Beschäftigung machen und viel Schnickschnack kaufen ;-)

    "Mit zwei kleinen Kindern, einem Teenager und einem Hund bist Du wirklich nur noch Putze und Zoowärter. Du bist den ganzen Tag damit beschäftigt, Innen- und Außengehege sauberzumachen, die Affenbande halbwegs in Schach zu halten und hast überhaupt keine Zeit mehr, mit irgendwem zu kuscheln."

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    Wer achtlos mit seinem Hund umgeht, ihn vielleicht grausam behandelt oder ihn gar quälen will, der braucht dazu keinen Ferntrainer!

    Die Teletakt-Anwender, die ich kennengelernt habe, waren keinesfalls grausam. Sie waren teilweise naiv, teilweise bequem und teilweise verzweifelt. Die Verzweifelten waren in der Regel die, die ihren Hund ganz besonders lieb hatten und im Tele die letzte Chance auf artgerechten Freilauf gesehen haben. Das waren auch die, die sich meist sogar einen Trainer dazugeholt haben, um diese letzte Chance nicht falsch anzugehen. Die Leute kann ich sogar verstehen.

    In der zweiten Reihe stehen dann die naiven, die von der Sache und möglichen Erfolgen gehört haben und die völlig unreflektiert denken "Wär das nicht auch was für unseren?" und "Das muss man ja nicht so feste einstellen, dass kann auch nur ganz leicht prickeln. Dann ist es ja auch keine Tierquälerei!" Die ganz sanften Naiven überlegen sogar, sich lieber ein Sprühhalsband zuzulegen, weil es ihnen auch widerstrebt, den Hund zu foltern. Bei denen kann man manchmal ein bisschen Einsicht erwirken, wenn man das Ganze etwas differenzierter beleuchtet.

    Und dann gibt es die bequemen, die Teletakt für alles nehmen. Mir wurde allen Ernstes empfohlen, damit die Leinenführigkeit zu trainieren. Klappt scheinbar auch wunderbar. Das Argument war da "höchstens eine Stunde trainieren mit dem Ding und dann lässt der das Ziehen für immer sein - das ist doch nur eine Stunde lang unangenehm und dann ist alles wieder fein". Bei den Leuten fällt Dir gar nichts mehr ein. Aber auch diese Leute halten Teletakt für weniger grausam als beispielsweise ein Stachelhalsband. Weil es keine sichtbaren Verletzungen gibt.

    Und wenn ich einfach mal auf der Herstellerseite nachlese, steht da als erstes "Wollen Sie einen gehorsamen Hund? Wollen Sie Ihren Hund in kurzer Zeit ausbilden? Durch die Anwendung unserer Ausbildungshilfen haben Sie Ihren Hund in kürzester Zeit unter Kontrolle". Und das richtet sich ganz klar an die Bequemen. Da gibt es keine Information, da gibt es keine Warnungen, da gibt es nur schnelle Lösungen. Und das ist das, was man als erstes findet, wenn man sich informieren will. Kein Wort davon, dass es tierschutzrechtlich verboten ist. Wie sollen die Naiven es dann wissen...

    Mehr Information wäre gut und schön, aber dazu müssten die Hersteller erstmal gezwungen sein, ihre Werbung umstellen. Und sie sollten ihre Produkte nur in nachgewiesen sachkundige Hände und nicht mehr an den Endverbraucher abgeben dürfen. Die günstigen Mieten-statt-kaufen-Angebote drangeben. Wer's unbedingt haben will, würde natürlich auch weiterhin einen Weg finden. Aber es wären weniger...

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    Was genau ist der Sinn von diesen sogenannten "Trollthreats"?
    Ich versteh nich ganz, was es Leuten bringt, ein Fake-Thema zu erstellen????

    Es gibt einfach Leute, denen macht das Spaß zu sehen, wie sich Leute aufregen. Die finden sich super, wenn sie sehen, dass sie 100 Antworten und 1000 Aufrufe auf ihr Posting bekommen. Und deshalb erkennt man Trollthreads meist ganz gut daran, dass es gerne sehrsehr ungeschickte Anfragen sind ("Hund ist noch nicht stubenrein. Welche Windeln taugen was?" oder dass sehr kontroverse Themen besonders provokant dargestellt werden ("Chemische Kastration durch Futterzusatz von Unkrautvernichter").

    Die beste Art damit umzugehen, ist es zu ignorieren. Deshalb heißt es auch "Don't feed the Troll".

    Ab und an ist ein Troll da etwas erfindungsreicher und geschickter in seinen Fragen und Reaktionen, so dass der Fake nicht sofort auffliegt. Das ist dann schade für die Leute, die sich die Mühe gemacht haben, konstruktiv zu antworten. Aber die guten Antworten sind ja nicht weg - sie können immer noch dem nächsten nützen, der ernsthaft nach so einem Thema googelt.

    Es gab ja vor ein paar Seiten ja die Frage, warum Katzenscheiße für Hunde so appetitlich ist. Diese Antwort ist mir irgendwie nicht aus dem Kopf gegangen:

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    Ich glaube, in Katzenfutter sind wirklich mehr Aromastoffe. Und die...., kommen dann ja auch wieder raus! :smile:


    Und jetzt kommt die Frage: Ist das womöglich auch der Grund, weshalb Menschenscheiße für Hunde NOCH leckerer ist? *örgs*

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    Jetzt werde ich mich nochmal über Futter schlau machen, haben ihm schon die teuersten sachen vor die Nase gestellt nun muss noch was besseres her! :rollsmile:

    Vorsicht, wenn der Hund solche Faxen macht! Dann gilt wirklich: Was anständiges hinstellen und das kann er fressen oder es lassen. Nicht immer wieder die Napffüllung nachbessern und aufwerten - das geht nach hinten los und er frisst irgendwann gar nichts mehr zweimal hintereinander!

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    Vielen Dank für die Antworten, da unser Lude nur ca. 5 kilo wiegt braucht er nicht so viel, da er ziemlich schnell satt ist ich denke so an 50 Euro monatlich oder ist das zu wenig? Lg

    Bei so einem kleinen Hund und diesem Budget kannst Du das Feinste vom Feinen füttern: Mit 50 Euro krieg ich meine 25kg-Fressmaschine gut satt. Lies Dich in Ruhe ein, bestell Dir Futterproben und bilde Dir selber eine Meinung.
    DAS perfekte Futter für alle gibt's nicht, und viele Kriterien eines guten Futters sind auch Ansichtssache - ob man zum Beispiel nass, trocken oder roh füttern will, das Fleisch aus Deutschland stammen oder bio sein soll, ob es getreidefrei sein soll, maisfrei, proteinarm oder was auch immer. Und dann hängt es noch vom Hund ab, was er gut verträgt und wovon er zum Beispiel viel pupst ;-)

    Im Großen und Ganzen ist es aber gar nicht so kompliziert. Man kauft ein anständiges Futter, dass für einen Fleischfresser gemacht wurde, der Hund frisst es einfach und gut is.

    Tu so, als ob da gar keine Kiste steht und als ob Du den vollen Napf da drin vergessen hättest. Wenn der Hund schon misstrauisch ist, wird das immer schlimmer, je mehr Tamtam Du um das Ding machst. Wenn Du neues Futter reinwerfen willst, mach es im Vorübergehen und ohne den Hund zu locken. Das ist für ein paar Tage/Stunden einfach die olle Kiste, in der Du Deine Käsewürfel entsorgst.

    Ich lasse auch Licht "für den Hund" an - jedenfalls, wenn ich dran denke. Hauptsächlich deshalb, weil ich mir gemein vorkäme, mit "Licht-aus-Tür-zu-ich-bin-dann-mal-weg" das Haus zu verlassen, während der arme Hund im Flur steht und dumm ins Dunkel guckt.

    Es kommt aber durchaus vor, dass ich beim Nachhausekommen feststelle, dass der Hund im dunklen Schlafzimmer und nicht im stimmungsvoll beleuchteten Wohnzimmer gepennt hat. Egal.