Beiträge von Phantomaus

    Diese Kreativitätsübungen ("Mach irgendwas mit dem Ding, das ich hier hingestellt habe") sind auch gut, weil Du Dich selbst damit erstmal von der Idee verabschiedest, dass der Hund es "richtig" machen soll. Wenn Du einfach nur ein Ding hinstellt und alles beclickst, was der Hund damit anstellt (angucken gilt anfangs auch schon!), bringt Euch das von ganz allein auf weitere Ideen.

    Deine Hunde sind noch ziemlich jung und beides Jack Russel-Mischlinge, richtig? Und ihr seid da gerade erst hingezogen. Da ist natürlich alles aufregend - und wenn sie sich noch zu zweit anstacheln, erst recht.

    Als ziemlich bellfreudig gilt der Jacky ja sowieso, mit ein bisschen Gekläffe wirst Du wohl leben müssen. Aber Du kannst es einschränken, und ein Sichtschutz leistet da auf jeden Fall gute Dienste. Sehe ich hier: Wenn im Frühjahr die Buchenhecke löchrig wird, findet meine auch alle paar Minuten was zu bellen. Hecke dicht - Hund ist größtenteils ruhig.

    Meine Nachbarn im Haus finden das Gebell übrigens auch gut - sind fast alles ältere Herrschaften, die fühlen sich beschützt von dem großen bösen blonden Labbi... und geben vor ihren Besuchern sogar stolz damit an, dass der Hund JEDEN Fremden im und am Haus anzeigt.

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    Das mit dem Drehen habe ich noch nie verstanden. Dann dreht man doch der Zecke erst recht den Kopf ab

    Ich verstehe das mit dem Drehen auch nicht. Und trotzdem habe ich, seit ich mich darüber hinweggesetzt habe und einfach mal das Drehen ausprobiert habe, bessere Ergebnisse. Komisches Vieh, so eine Zecke...

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    Mir ist viel wohler, wenn der Kopf draußen ist. Also, wenn er mal abreißt, dann hole ich Zeckenzange Nr. 2, 3, 4 und 5 und mit einer schaffe ich es.

    So viel Geschütz fahre ich nicht auf - ich finde es auch schädlicher, an der Stelle weiter rumzuprorkeln als den Kopf drinzulassen. Der fällt demnächst schon raus. Wenn mir eine Zecke entzwei geht, finde ich das doof und ärgere mich kurz über meine Ungeschicklichkeit, aber ich denke da nicht weiter drüber nach. Es ist ja nicht so, dass die Beißwerkzeuge weiterleben und eigenmächtig Krankheitserreger absondern :roll:

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    Ich habe sonst Angst Hund und Hündin beim Deckackt nicht mehr trennen zu können.


    Ich bin kein Züchter, aber antworte trotzdem mal: Du machst es richtig, wenn Du Deine Hündin während der Läufigkeit an der Leine behälst. Dann kannst Du bei Rüdenbegegnungen eingreifen, bevor es zum Deckakt kommt - denn auseinanderrupfen darf man die zusammenhängenden Hunde während des Aktes nicht, das führt zu bösen innerlichen Verletzungen!

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    Nachdem meine Hündin (Labrador-Schäferhund-Mix, 2 Jahre) ihre ganze Unterwolle abgeworfen hat, habe ich nun das Gefühl sie verliert die "dicken" Deckhaare (also die festeren, längeren Haare, die "über" der Unterwolle wachsen).
    Ist das normal, dass diese Haare auch gefellwechselt werden oder nicht?

    Bei dem hier rumfliegenden Deckhaar weiß ich gar nicht, ob das überhaupt zum Fellwechsel gehört oder einfach nur täglicher Schwund ist. Bei meinem Labrador fällt das ganze Jahr über recht viel Deckhaar raus - lose Unterwolle haben wir tatsächlich nur zu Fellwechselzeiten.

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    Mich z.B neben den Futternapf stellen und "Zu mir" sagen und er verknüpft "Zu mir"=super toll?

    Na klar, das kannst Du. Damit das " zu mir" aber nicht nur in Deiner Küche funktioniert, würde ich allerdings den Futternapf zu Hause leer lassen und das Futter einfach für unterwegs mitnehmen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, bei der Belohnung nicht zu kleckern, sondern zu klotzen. Du rufst, er kommt, Du machst 'ne Tupperdose auf und dann darf reingehauen werden.

    Der Trick ist auch, sich nicht neben den vollen Napf zu stellen, sondern die Belohnung erst rauszuholen, wenn das Verhalten gezeigt wurde. Sonst klappt's später nicht, wenn kein Napf vor Dir steht ;-)

    Was ich noch wichtig finde: Nicht so oft rufen!

    Wenns nicht um Leben und Tod geht, es aber besser wäre, wenn der Hund bei mir wäre (Fahrradfahrer) gebe ich nur ein lockeres Aufmerksamkeitssignal ("Hey Jil!") und lasse sie kurz absitzen oder gebe ihr eine lustige kleine Aufgabe und eine lustige kleine Belohnung. Das Aufmerksamkeitssignal wird hier zu ca. 75% ignoriert, zum Beispiel, wenn sie in einem Mauseloch festhängt. Aber dann kommt sie auch keinem in die Quere und niemand regt sich auf.

    Mein "Hier" rufe ich nur, wenn es wichtig ist (Auto). Das wird hoch belohnt und hat eine Trefferquote von ca. 95%. Dabei achte ich drauf, dass sie möglichst oft hinterher wieder machen darf, was sie will. Damit das nicht zum Schluss-mit-lustig-Signal wird.

    Dazu habe ich vor ein paar Wochen noch eine Pfeife eingeführt, die wirklich nur ganzganz selten benutzt wird, bestens belohnt wird und die bis jetzt noch 100% Trefferquote hat. Ich habe es aber auch erst einmal riskiert, sie damit von einem flüchtenden Hasen abzupfeifen.

    Für weniger wichtige Dinge wie "aus dem Spiel abrufen" wäre mir die Pfeife z.B. viel zu kostbar. Da rufe ich Hey und rudere mit den Armen oder mach mich sonstwie zum Horst. Dann kommt sie schon nachsehen...

    Aber ich kann nicht erwarten, dass der Hund 30mal beim Spaziergang freudig angerannt kommt, weil ich ständig mein Rückrufsignal jodele. Da hat sie draußen besseres zu tun.