Beiträge von Phantomaus


    "Wie alt ist er denn?"
    "Der ist jetzt eins"
    "Oh, das muss aber hart sein den dann sieben Jahre immer durch so eine Hitze zu schleppen"


    Ich hoffe doch, dass mein Hund älter als das wird :lol:

    Quatsch, das ist doch ein einfaches Rechenbeispiel: Ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre. Aus Menschenjahressicht schleppt der einjährige Hund seinen viel zu dicken Pelz also bereits sieben Jahre lang durch die Gegend.

    Geschädigt ist man auch, wenn man glaubt, dass alle Leute, die einem ausweichen, was gegen den Hund haben:

    Heute Abend beim Gassi durch ein schmales Pättchen: Uns kommt ein Jogger entgegen, stoppt bei unserem Anblick abrupt ab und schiebt sich dann langsam und so eng wie nur möglich seitlich am Zaun entlang. Ich diagnostiziere eine Hundephobie und nehme Jil rücksichtsvollerweise an die Leine. (Aber denke mir noch etwas gehässig, dass die Wahrscheinlichkeit, dass er da am Rand in einen Kackhaufen tritt, ungefähr eine Million mal höher ist, als von meinem Hund belästigt zu werden.)

    Beim Näherkommen stellte sich raus, dass an der Stelle eine Riesenpfütze ist und er offenbar nur versucht hat, halbwegs trockenen Fußes daran vorbeizubalancieren...

    Boxer ist doch gar nicht verkehrt - das sind lustige Quatschköpfe, mit denen man gut was machen kann und die ein robustes, freundliches Wesen haben. Im Grunde ähnlich wie die Retriever, bloß mit anderer Ursprungsidee.

    Sportlich im Sinne von "lebhaft" und sind Boxer (und Retriever) durchaus, extrem sportlich aber nun auch wieder nicht. Nix, was man nicht mit normalen Spaziergängen und etwas intelligenter Beschäftigung abdecken könnte!

    Komisch seid ihr. Wenn ich seltsame Worte wie "Kuchentransportbox" lese, überlege ich immer als erstes, was das gewesen sein mag, bevor die Autokorrektur zugeschlagen hat: Kükentransportbox wahrscheinlich. Und schon machts wieder Sinn.

    Je nachdem, wo ich solche Worte lese, halte ich es auch für einen Übersetzungsfehler. "Kitchen drawer rail" (Küchenschubladenschiene) hätte es mal sein können oder "pie chart box" (Kreisdiagramm mit Linienrahmen drum).

    Ich frage mich, ob ihr im Moment nicht besser damit fahrt, wenn ihr die ganze Pöbel-Sache erstmal ignoriert. Das scheint Euch beiden ja gerade nicht gutzutun und es wird schlimmer statt besser.

    Mein Vorschlag: Geh mit dem Hund raus und es ist Dir egal, ob er sich anstellt. Soll sich der Hund halt bei Hundesichtung aufführen, wie er will und bellen, wie er lustig ist. Ihr gefährdet ja keinen.

    Macht was lustiges zusammen und konzentriert Euch erstmal nur darauf, zusammen Spaß zu haben. Der Rest kommt dann irgendwann später.

    Mal gesetzt den Fall, jemand versteht meinen freundlichen Einwand nicht: Ich würde niemals in so einer Situation handgreiflich werden, das ist unangemessen und unwürdig.

    Es geht auch viel dezenter: Menschen weichen automatisch aus, wenn man ihnen ETWAS zu nahe kommt. Da geht man einen halben Schritt auf die Leute zu, sieht ihnen ins Gesicht und sagt nochmal freundlich, dass jetzt bitte nicht gestreichelt wird. Da werden sofort Beschwichtigungsgesten gemacht und das unerwünschte Verhalten eingestellt. Da kann sich mancher Hund was von abschauen.

    Warte mit dem Hundebaden, bis Dein Mann nach Hause kommt. Nasse Hunde sind flutschig. Und wenn der Hund nicht so kooperativ ist, braucht man definitiv vier Hände.

    Meinem Hund traue ich auf Balkons auch nicht. Liegt wahrscheinlich auch dran, was für ein Balkon - bei einem Balkongitter sehen die Hunde ja, dass dahinter nur dünne Luft ist. Bei einer Betonbrüstung jedoch würde mein Hund womöglich versuchen, auf die Brüstung zu hopsen.

    Hundetrainer wirken meiner Erfahrung nach oft ein bisschen ruppig auf Menschen - die sind es in ihrem Job halt gewohnt, klare Ansagen zu machen und nicht jedes Wort in Watte zu wickeln. Die meisten sagen direkt: "Das war jetzt Mist." statt: "Du machst das total toll, und wenn Du an dieser oder jener Stelle das Alternativverhalten, über das wir gesprochen hatten, noch vertiefen möchtest, glaube ich, dass es unter den aktuellen Umständen sogar noch einen Tick besser laufen könnte!")

    Ja, ein paar Sachen an dem Trainer sind etwas merkwürdig und ich hätte auch gestutzt. Aber unterm Strich war der schon okay, denke ich.

    Denn:
    Bei einem Erstgespräch will man natürlich das Problem in seinem Ausmaß vernünftig einschätzen können. Dafür muss man es dann auch provozieren und wenn in Eurem Fall Hundebegegnungen schwierig sind, braucht man halt Testhunde.

    Ich persönlich habe es nicht so gerne, wenn der Trainer die Leine in die Hand nimmt. Aber wenn er den Hund nicht mit fiesen MItteln dazu bringt, erwünschtes Verhalten zu zeigen, ist das mal okay. Wenn man damit motivieren will und einfach nur zeigen will, dass der Hund es grundsätzlich kann. Das sollte aber eine Ausnahme bleiben, sonst lernt ja keiner von Euch was.

    Ärgere Dich nicht darüber, dass der Hund es beim Trainer kann und bei Dir nicht. Das ist fast immer so. Wenn ich Dir meinen Hund an die Leine geben würde, würde die auch erstmal aus lauter Irritation bei Dir bei Fuß laufen und sich nicht trauen, ihr wahres Ich zu zeigen.

    Das mit dem Futter ist so eine Sache, da spielt viel Religion und persönliche Vorlieben rein. Die Sache mit dem hohen Proteingehalt und dem Zappeln habe ich auch mal von einer Trainerin gehört, es erst als Blödsinn abgetan und dann doch mit gutem Erfolg für meinen Hund entdeckt. Glaube ich zumindest, ich will nicht ausschließen, dass es Einbildung ist. Aber ich füttere halt seitdem Trockenfutter mit niedrigen Proteinwerten - weil ich aus ähnlichen Gründen wie Du nicht so scharf auf reine Rohfütterung bin. Man kann aber ansonsten auch Rohfütterung und Trockenfutter-Leckerli verbinden.

    Dass der Trainer noch nebenbei einen Futterladen hat: Es ist wahrscheinlich schwer, vom Hundetraining alleine leben zu können. Und dass man da versucht, ein bisschen Cross-Marketing zu betreiben, ist verständlich. Es darf halt nur nicht verpflichtend oder penetrant werden.

    Bei den Hundebegegnungen ist "Halter vorher fragen" sicher nett, aber im Grunde ist es für die allermeisten Hunde Mist, wenn man sie angeleint untereinander Kontakt aufnehmen lässt. Dieses Vorgehen würde ich mal kritisch hinterfragen. Kann ja sein, dass er das nur bei der ersten Stunde zum Testen gemacht hat. Im Alltag begegnen einem aber auch ständig "an-der-Leine-hallo-sag-Hunde", insofern muss man ohnehin lernen, damit umzugehen.