Mein Hund kann auch kein richtiges Platz. Noch nie und nirgendwo. Die hampelt da genauso rum, wie Du es beschreibst: Rutscht Stück für Stück mit den Vorderpfoten nach vorn und hält Körperspannung, damit der Bauch nicht den Boden berührt. Wenn sie nicht mehr kann, steht sie auf. Die ersten anderthalb Jahre habe ich auch mit allen Mitteln versucht, ihr ein entspanntes Platz beizubringen. Tja. Hat nicht geklappt. Als sie mal für was anderes in Narkose lag, habe ich sie damals sogar HD- und ED-röntgen lassen, weil ich dachte, vielleicht klemmt ja da was. Nö. Hund ist gesund und schmerzfrei.
Wenn sie sich aus eigenem Antrieb hinlegt, knickt sie irgendwie mit einer kleinen Drehung von hinten nach vorne ein und kippt dabei seitlich um. Vorzugsweise im Körbchen, sie liegt nicht gern auf harten Boden. Kann man bei der Technik auch verstehen...
Ich habe Platz dann irgendwann abgehakt. Es ist dem Hund unangenehm, es ist nicht lebensnotwendig, warum soll ich sie also quälen?
In letzter Zeit hat sie plötzlich doch beschlossen, sich in der Mittagspause im Büro neben dem Tisch freiwillig hinzulegen. Da habe ich spaßeshalber angefangen, DAS zu bestätigen. Es muss ja gar kein Sphinx-Platz sein, es würde mir ja reichen, wenn der Hund irgendwie auch außerhalb des Körbchens mal ruhig rumliegen könnte. Vor allem, wenn ich esse. Tja. War doof, das zu belohnen: Jetzt hampelt und hampelt sie wieder rum, überlegt, sich hinzulegen, aber kriegt die Knochen nicht sortiert, weil es ja einen Keks geben könnte und sie nicht mehr genau weiß, welche Pfote vorne sein musste und wie das nochmal ging. Also tatzt sie sich wieder Stück für Stück in die Horizontale und muss dauernd wieder aufstehen, weil es ja so unbequem ist... Da war's mir lieber, wie sie vorher einfach ruhig unter dem Tisch rumgestanden hat.
Zu der BH-Prüfung, ganz pragmatisch: Wieviel Punktabzug gibt es eigentlich, wenn der Hund sitzt statt zu liegen? Kann man damit nicht trotzdem bestehen?