Beiträge von Phantomaus


    Wertung jetzt deshalb, weil Du den erstbetrag befremdlich findest, daß eienm Hunde unsympathsich udn falsch erscheinen, Menschen dürfen das aber locker.

    Ah, darüber bin ich aber auch beim Startbeitrag gestolpert. Ich glaube nicht, dass Hunde "falsch" sein können - im Sinne von hinterlistig, hintenrum, verlogen und so weiter, wie man das von einzelnen Menschen kennt.

    Die Eigenschaften von Hunden, die in die Richtung gehen, gehören nun mal zum Wesen Hund dazu. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Raubtiere können halt Schwächere ausgrenzen, Schwächen ausnutzen, sich mit körperlicher Gewalt wehren und sogar aus dem Hinterhalt angreifen. Aber Hunde sind nicht verlogen. In aller Regel weiß man, woran man bei ihnen ist. Und wenn nicht, dann hat das andere Gründe.

    Von 100 Hunden mag ich mindestens 99. Ich kenne sogar ein paar Kandidaten, die allgemein und zu Recht als fieser Hund gelten und die ich trotzdem super finde. Die haben halt Charakter!

    Ich habe aber auch tatsächlich schon Hunde kennengelernt, die ich doof fand - ohne, dass sie mir oder meinem Hund irgendwas getan hätten.

    Meine beste Freundin früher hatte so einen - da hatte ich noch nicht mal selber einen Hund. Und dann gab's da einen Bürohund in einer Firma, in der ich mal gearbeitet habe. Den Job damals habe ich sogar hauptsächlich deshalb bekommen, weil ich keine Angst vor Riesenhunden habe. Ich hatte auch keine Angst, der Hund hat im Grunde auch alle Mitarbeiter ignoriert und hat echt kein Problem dargestellt, aber wenn ich nur gehört habe, wie der da durch den Flur schlurfte, habe ich schon heimlich Pickel gekriegt...

    Ist halt manchmal so, geht mir mit einzelnen Menschen auch so. Man muss solche Antipathien ja nicht raushängen lassen und dann kann es einem auch egal sein.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist das Problem, dass er die Schnute nach dem ersten Leckerchen wieder zurückzieht.

    Da würde ich das erste Leckerchen schonmal VOR den Maulkorb halten, dass er es erst erwischt, wenn die Schnute ganz drin ist. Währenddessen flugs den Gurt über die Ohren ziehen und dann das nächste Leckerchen durch die Stäbe reichen. Und noch eins. Und dann mal gucken, ob er das mit den Pfoten tatsächlich unbedingt machen muss, wenn Du ihn mit gelegentlichen Leckerchen etwas ablenkst.

    Mal eine Frage zur Nutzung von ausgebürsteten Hundehaaren:

    Beim Gärtnern streut man ja oft Hornspäne in die Erde als Dünger für die neuen Pflanzen. Sind Hundehaare eigentlich chemisch was anderes als Hornspäne?

    Ich könnte natürlich testweise immer eine Handvoll Hundehaare mit verbuddeln, wenn ich was Neues einpflanze. Aber man möchte ja wissen, ob es Sinn macht, bevor man die Flusen säckeweise bunkert – oder ob man womöglich das Gedeihen der neuen Pflanzen damit gefährdet.

    Gestern ein Reiter und Whippet-Halter, nachdem mein Hund verlorenes Reitsportzubehör aus dem Fluss gerettet hat:

    Er: "Wow. Danke! Für sowas hat mein Hund einfach nicht die Konstitution!"

    Ich: "Naja, schwimmen und apportieren können Retriever halt. Whippets haben eben andere Stärken!"

    Er: "Es ist ja gar nicht die Kraft. Das kriegt er mit seinem Erbsenhirn nicht hin!"

    Mein Hund kann auch kein richtiges Platz. Noch nie und nirgendwo. Die hampelt da genauso rum, wie Du es beschreibst: Rutscht Stück für Stück mit den Vorderpfoten nach vorn und hält Körperspannung, damit der Bauch nicht den Boden berührt. Wenn sie nicht mehr kann, steht sie auf. Die ersten anderthalb Jahre habe ich auch mit allen Mitteln versucht, ihr ein entspanntes Platz beizubringen. Tja. Hat nicht geklappt. Als sie mal für was anderes in Narkose lag, habe ich sie damals sogar HD- und ED-röntgen lassen, weil ich dachte, vielleicht klemmt ja da was. Nö. Hund ist gesund und schmerzfrei.

    Wenn sie sich aus eigenem Antrieb hinlegt, knickt sie irgendwie mit einer kleinen Drehung von hinten nach vorne ein und kippt dabei seitlich um. Vorzugsweise im Körbchen, sie liegt nicht gern auf harten Boden. Kann man bei der Technik auch verstehen...

    Ich habe Platz dann irgendwann abgehakt. Es ist dem Hund unangenehm, es ist nicht lebensnotwendig, warum soll ich sie also quälen?

    In letzter Zeit hat sie plötzlich doch beschlossen, sich in der Mittagspause im Büro neben dem Tisch freiwillig hinzulegen. Da habe ich spaßeshalber angefangen, DAS zu bestätigen. Es muss ja gar kein Sphinx-Platz sein, es würde mir ja reichen, wenn der Hund irgendwie auch außerhalb des Körbchens mal ruhig rumliegen könnte. Vor allem, wenn ich esse. Tja. War doof, das zu belohnen: Jetzt hampelt und hampelt sie wieder rum, überlegt, sich hinzulegen, aber kriegt die Knochen nicht sortiert, weil es ja einen Keks geben könnte und sie nicht mehr genau weiß, welche Pfote vorne sein musste und wie das nochmal ging. Also tatzt sie sich wieder Stück für Stück in die Horizontale und muss dauernd wieder aufstehen, weil es ja so unbequem ist... Da war's mir lieber, wie sie vorher einfach ruhig unter dem Tisch rumgestanden hat.

    Zu der BH-Prüfung, ganz pragmatisch: Wieviel Punktabzug gibt es eigentlich, wenn der Hund sitzt statt zu liegen? Kann man damit nicht trotzdem bestehen?

    Ich finds klasse, von wildfremden Menschen gegrüßt zu werden. Aber das passiert nur, wenn beide einen Hund dabei haben. :smile:

    Nee. Das passiert auch, wenn Du an mir vorbei läufst und ich zufällig keinen Hund dabei habe - die Macht der Gewohnheit halt.

    Bei wildfremden Leuten, die mich unterwegs unerwartet grüßen, gehe ich auch immer davon aus, dass sie ihren eigenen Hund nur gerade nicht dabei haben.

    Und wenn ich alleine unterwegs bin und hundelose, mir unbekannte Leute mich grüßen, denk ich mir immer, dass ich die Leute sicher von irgendeiner Hundeaktivität kenne.

    Das hat bei mir schon mehrmals zu peinlichen Situationen z.B. im Supermarkt geführt, wenn man bei jemandem, der einem vage bekannt vorkommt, erstmal herzhaft in die Hunde-Smalltalk-Kiste greift. Und einem erst gegen Ende eines etwas krampfigen Gesprächs klar wird, dass man gerade der - offenbar hundelosen - Mitarbeiterin eines Geschäftspartners einen Haufen beknacktes Zeug erzählt hat.