Beiträge von Phantomaus

    Ich habe gerade ein ähnliches Problem, ich bin allerdings die Halterin von dem Trampelhund, der eine arglose andere Hundehalterin versehentlich zu Fall gebracht hat. Die ist nun verletzt und kann eine Weile nicht arbeiten. Das ist ja schon Mist.

    Ich habe es meiner Versicherung gemeldet, habe von der anderen Seite allerdings noch nichts Offizielles gehört, sondern weiß nur, dass die gestürzte Frau eine Unfallmeldung gemacht hat und wohl auch einen Anwalt eingeschaltet hat. Ich schätze mal, bei sowas geht es ja nicht nur um die Behandlungskosten, sondern auch um eventuellen Lohnausgleich wegen Krankengeld und so.

    Ein bisschen nervös bin ich schon, wie das jetzt alles weiter geht... Ob das wirklich die Versicherungen unter sich ausmachen oder ob ich doch selbst zur Kasse gebeten werde, wenn meine Versicherung sich querstellt...

    Ich weiß, hier kann keiner vorhersehen, wie die Versicherungen oder womöglich noch das Gericht diese Situation werten. Aber es ist echt ein Scheißgefühl, wenn man sich zum einen irgendwie verantwortlich fühlt, dass jemand Schmerzen hat und womöglich Verdiensteinbußen haben wird – und zum anderen aber auch denkt, blödes Pech passiert halt mal, Umgeranntwerden ist doch Rudelgassi-Risiko, das trägt doch wohl jeder selbst...

    Es ist total schwierig, einem Hund die Lust auf gutes Futter abzutrainieren. Ich habe das bisher nicht geschafft - es hilft wirklich nur, auf Zack zu sein, rechtzeitig einzugreifen und über den Gehorsam zu arbeiten - und wenn es allzu schwer wird, eben mit Leine abzusichern. In Wohngebieten darf mein Hund deshalb nicht frei laufen - jeder Nachbar hat irgendwas Tolles in seinem Garten – und wenn es nur der Komposthaufen ist.

    Und auch draußen auf dem Feld muss ich meinen Hund an die verbotenen Zonen (Hühnerfutter, Pferdeäppel, private Höfe) an jedem einzelnen verdammten Tag wieder neu erinnern. Die verinnerlicht das nicht und es kommt ja auch ständig was Neues dazu - totgefahrene Karnickel, weggeworfene Schulbrote oder Fast-Food-Tüten und ja - neuerdings auch wieder Meisenknödel an überraschenden Stellen im Wald. Aufpassen, abrufen und am Besten mit was anderem Tollem ablenken - einem Spiel oder einer Aufgabe.

    Je nachdem, wie toll das Futter ist, kann es mir auch passieren, dass mein Hund später nochmal zurückrennt. Auch da muss man gewappnet sein. Meisenknödel im Wald kassiere ich inzwischen ein oder hänge sie wenigstens höher, damit der Hund beim Zurückrennen kein Erfolgserlebnis hat. Die Dinger haben immerhin den Vorteil, dass sie nicht eklig sind!

    ...wenn der Service-Mann von deiner Autowerkstatt aus Mitleid kostenlos bei der jährlichen Inspektion deinen Wagen wäscht - und zwei Monate später beim TÜV-Termin das Ganze noch mal wiederholt. :ops:

    Das hat die Werkstatt früher bei meinem Auto auch immer gemacht. Jetzt - mit der rollenden Hundehütte - kriege ich bei derselben Werkstatt diesen Service nicht mehr. Ich nehme an, die sehen mein Auto und denken: "Der Frau ist eh alles egal."

    Hat jemand Erfahrung mit einem Akkubesen? Ich bin es leid jeden Tag diesen dämlichen schweren Staubsauger durch das Haus zu schleppen um zwischendurch mal dem Haarchaos Herr zu werden. Bei normalen Besen, Besen mit Gummiborsten oder mit Schaumstofflippe hab ich das Gefühl, dass ich die Hälfte der Haare - besonders diese feine und fusselige Unterwolle - nicht wegbekommen, sondern einfach nur in der Gegend verteile.

    Ich habe so ein Teil (Ergorapido von AEG) und finde es für zwischendurch sehr praktisch. Ich nutze ihn hauptsächlich, wenn ich mit meinen Gassischuhen nochmal eine Erdbrocken-Spur durch die Wohnung getrampelt habe, bei sonstigen kleinen Missgeschicken oder mal um den Kamin rum.

    Er packt auch Hundehaare, gar kein Problem. Durch die Scheinwerfer vorn ist es außerdem ein besonderes Erlebnis, beispielsweise im dunklen Flur die ganzen Flusen anzuleuchten und dann einzufangen.

    Bei allen möglichen Problemen Schilddrüse in Verdacht zu haben scheint in Foren besonders populär zu sein. Mein Tierarzt hat gelacht, als ich vor ein paar Jahren nach einem Schilddrüsenprofil gefragt habe, sagte, das hätte mein Hund nicht und meinte auch, die Diagnose wäre aber im Internet wohl sehr modern. Ich habe dann drauf bestanden, und habe mir sogar den Laborbericht faxen lassen, damit ich mich selber schlau lesen kann, aber es war bei uns tatsächlich ohne Befund. Zweimal. Bei zwei verschiedenen Tierärzten ;-)

    ...wenn Du von einem Dienstleister, mit dem Du beruflich vielleicht viermal im Jahr zu tun hast, eine E-Mail bekommst, in der er Dich drauf hinweist, dass bei Amazon Cyber-Woche ist und die das Ruffwear-Geschirr, dass Du neulich an seiner Hündin bewundert hast, in ein paar Minuten im Angebot haben. DAS ist Kundenbindung, die nur Hundeleute können!

    Ich habe bisher nur einmal Schiss gehabt in einer vergleichsweise einsamen Gegend - aber das war auch eine bemerkenswerte Situation:

    Letztes Jahr ein paar Tage nach Silvester habe ich eine kleine Gruppe Jugendlicher spät abends zu Fuß im Feld getroffen. Schon von weitem wirkten die verdächtig. Und als ich näher rankam, sah ich auch noch ein Feuerzeug aufflackern...

    Ich habe also schon aus Distanz rübergebrüllt: "Ihr fangt da jetzt bitte nicht an zu böllern, okay? Das wäre echt scheiße für den Hund!" Die Kids huddeln sich zusammen, kichern und einer ruft zurück: "Nee, wir böllern nicht". Ich habe denen nicht getraut und bin mit einem total mulmigen Gefühl weitergelaufen, weil ich auch schlecht woanders hergehen konnte. Die Kids haben sich dann auch noch so halb ins Gestrüpp geduckt und immer wieder wurde so schofel gekichert. Ich war mir sicher, dass die irgendeinen Scheiß vorhatten. Naja, als ich auf deren Höhe war, habe ich dann gerochen, was Sache war: Die kleinen Jungs haben heimlich gekifft! Ich habe den ganzen restlichen Weg nach Hause gegrinst...

    Führt das hier nicht ein bisschen vom Thema weg?

    Menschen haben unterschiedlich gute Nervenkostüme, Hunde auch. Manche werden eben schneller sauer und einige sind eben langmütiger. Manche schaffen die Hundeschule nur mit Ach und Krach und andere machen Abi. Aber statt nach der Anzahl der ausgebildeten Hunde könnte man genausogut danach fragen, wer hier mit Kundenkontakt arbeitet und wenn ja, mit welchem Bildungshintergrund. Aber das gehört nicht hierhin.

    Ich verstehe absolut, dass es unangenehm sein kann, wenn man einen Hund hat, der sich in bestimmten Situationen aufführt wie die Axt im Wald. Als sozial angepasster Mensch spürt man da den Druck der Umwelt, seinen Hund "vernünftig zu erziehen" und wird auch mal nervös. Wie wir alle wissen, ist das eine dumme Kombination. Aber wenn man solche Situationen oft genug durchgemacht hat, lernt man halt, damit umzugehen oder sie zu vermeiden. Und je nach Temperament ist man dann im Zweifel eben sauer auf die Leute, die einem blöd kommen. Dazu gibt es hier ganz viele Threads ;-)

    Ich bin echt nie sauer auf meinen Hund. Sie ist, wie sie ist und das stört mich nicht genug, als dass ich mich aufregen würde. Wenn sie einen Befehl nicht ausführt, ist sie mit den Gedanken woanders. Die hört mich dann wirklich nicht. Mir haben auch schon Schlauberger geraten, sie in solchen Fällen doch mal anzustupsen. Kann ich machen. Auch auf zwanzig mal Dauerpicken an den Oberschenkel reagiert sie dann nicht. Da müsste dann schon ein größerer Schreckreiz kommen. Wie zum Beispiel, mich vor sie zu stellen (oder drohend auf sie zu zu laufen) und laut zu werden. Das ist eine Verhaltensweise, die ich mir mühsam antrainieren musste und die ich daher sehr bewusst mache und nur in Fällen einsetze, wenn es wirklich wichtig ist.

    Wenn der Hund ab und an mal einen besonders unaufmerksamen Tag hat, habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder, ich versuche sie mit allen Mitteln für meine Anwesenheit zu begeistern. Oder ich habe keinen Bock auf pädagogisch wertvollen Ringelpiez und ich latsche einfach nur die Runde mit ihr ab und jeder macht seins. Dann vergeude ich auch kein schönes Kommando an einen Hund, der es vielleicht gar nicht mitkriegt und stehe nicht vor dem Problem, ob ich es durchsetzen muss oder ob es eh keinen Zweck hat.

    Ich habe aber auch einen Hund, der nicht testet und nicht diskutiert - wenn sie motiviert und bei der Sache ist, ist sie inzwischen sehr kooperativ. Aber sie hat halt ihre mentalen Aussetzer und die kann ich nicht durch Strafen verhindern.

    Sogar, wenn ich mich manchmal verarscht fühle, weiß ich doch, dass das von ihr nicht arschig gemeint war.
    Beispiel: Totes Karnickel am Straßenrand. Ich sage pfui, sie lässt es schweren Herzens liegen. Sie kriegt eine Belohnung. 100 Meter weiter dreht sie um in Richtung Karnickel. Ich rufe sie zurück, sie kommt, sie kriegt eine Belohnung. Nach 500 Metern fällt ihr plötzlich das Karnickel wieder ein und sie rennt hastig los. Dann habe ich verloren. Ich komme eh zu spät beim Karnickel an, um ihr Erfolgserlebnis zu verhindern. Ich bin zu blöd, um ihr zielgenau was in den Weg zu werfen. Ich bin selber schuld, dass ich sie nicht an die Leine genommen oder ihr ein adäquates Spaßprogramm geboten habe, damit sie mit den Gedanken bei mir bleibt.

    Aber ich finde mein Fehlverhalten auch nicht schlimm genug, um mich darüber aufzuregen. Im Großen und Ganzen hört sie gut, für Gefahrensituationen habe ich eine Pfeife, die tatsächlich bis in ihr Hirn vordringt. Und ansonsten hat der Hund dieses Mal halt mal gewonnen, beim nächsten Mal ist es dann wieder andersrum...

    Wieso fängst du nicht einfach mal mit einer kleinen Menge Fett an und erhöhst die dann einfach? Wenn dein Hund abnimmt bzw. zu dünn bleibt, gibst du mehr und wenn er zunimmt, gibsts du weniger...?

    Genau so würde ich es auch machen. Der eine Hund braucht mehr, der andere weniger Energie. Und genau das ist Fett.

    Daher finde ich es auch nicht verkehrt, Fertig-Futter individuell zu strecken. Der Hersteller kann nunmal nicht die passende Menge von allem für alle Hunde in seinem Futter drinhaben. Und bei einem Vielfresser-Hund füttert man sonst schnell von allem zu viel - wenn er eigentlich nur mehr Energie braucht.