Beiträge von Phantomaus

    Hier hat sich in Bezug auf Freundschaften auch nicht viel geändert. Niemand hat ein Problem, wenn ich den Hund mitbringe. Ob ich sie dann tatsächlich mitbringe oder zuhause lasse, liegt halt dran, was man vorhat. Ich komme nur selten in die Verlegenheit, dass ich was absagen muss, weil ich Hundehalterverpflichtungen habe. Auf der anderen Seite klinke ich mich auch gern mal aus doofen Veranstaltungen raus, wenn ich keinen Bock mehr habe und behaupte, dass der Hund auf mich wartet.

    Eine Freundin ruft sogar oft am Wochenende an, um sich an eine Hunderunde dranzuhängen – die geht gern spazieren, aber nicht gern allein. Und ich gehe ja immer spazieren, da kann sie gerne mitlaufen. Und ich kenne schöne Strecken!

    Mein einziges organisatorisches "Problem" ist, dass ich mich nicht direkt nach der Arbeit verabreden will. Obwohl der Hund mit ins Büro kommt, nehme ich sie nicht gern direkt im Anschluss mit in die Eisdiele oder so. Die soll dann erstmal im Grünen ein bisschen rennen und schnuppern dürfen. Danach habe ich Zeit für andere Leute.

    Was sich verändert hat, ist mein Freizeitverhalten. Man hat halt nicht mehr soviel Zeit für andere Hobbies. Und im Urlaub steht inzwischen Wandern auf dem Programm und nur noch ganz am Rande kleine Stadtbesichtigungen. Früher war ich im Urlaub immer in Metropolen unterwegs und habe mich mit Kultur und Shopping amüsiert. Jetzt sehe ich mir bestenfalls noch ein Fischerdorf an, danach ist der Hund mit den Nerven runter und ich freue mich drauf, wieder in den Wald zu kommen.

    ...wenn Dir jemand für einen tierschutzbezogenen Gefallen "ein kleines Dankeschön" in Aussicht stellt und Du damit rechnest, dass das wohl Hundespielzeug, Leckerlies oder sowas in der Art sein wird. Was halt in einem Tierheim gerade so zur Hand ist und jedem Hundebesitzer als kleines Dankeschön völlig angemessen erscheinen würde.
    Und Du völlig von den Socken bist, wenn Dir dann eine schicke Präsentbox mit Wein und Edelfressalien für Dich überreicht wird.

    Nimm Dir die Ratschläge von Kieselchen zu Herzen, sie hat da absolut recht!

    Zum aktuellen Problem:
    Halt es aus. Du spielst, er bellt. Lass Dich nicht stören, lass Dich nicht unterbrechen, sei konzentriert und beachte den Hund nicht. Irgendwann wird's ihm zu blöd und er merkt, dass Du jetzt beschäftigt bist und er genausogut pennen könnte. Je nachdem, wie oft er bisher mit der Bellerei Erfolg hate, kann das ganz fix gehen oder ein paar Tage dauern.

    Ich würde auch nicht hinterher belohnen, wenn er ruhig war. Wenn's dumm läuft, hast Du sonst einen Hund, der nur angespannt darauf wartet, bis Du fertig bist.

    Da musst Du jetzt einmal durch. Sonst hast Du demnächst einen Hund der auch bellt, wenn Du telefonierst, wenn Du ein Buch liest oder Dir die Zähne putzt...

    Ich habe diese Situation hier übrigens geschrieben, um eine bemerkenswerte Bemerkung in einer seltsamen Situation zu teilen. Ich wollte keine Kleinhundhalter-gegen-Großhundhalter-Diskussion lostreten. Der kleine Hund war süß und gelassen, der große Hund war süß und gelassen. Alle beteiligten Menschen waren ebenfalls zivilisiert und freundlich und wir werden kein Problem miteinander haben, wenn wir uns nochmal begegnen sollten ;-)

    Wie verteilt sich eigentlich Anti-Zeckenzeug auf dem Hund?

    Grund meiner Frage: Ich habe es gestern gegen den Strich aufgetragen, weil es sich dann nicht so durchs Fell hochsaugt.
    Dabei habe ich den größeren Teil der Dosis versehentlich auf der Kruppe/auf dem mittleren Rücken verteilt. An der Stelle zwischen den Schulterblättern, wo es eigentlich am Besten aufgehoben sein sollte, war die Pipette leer. Mist.

    Ist es eigentlich egal, wo der größte Batzen aufgetragen wird, weil es eh großflächig schützt? Oder habe ich jetzt einen Hund, dem die Zecken vom Hintern wegbleiben und sich stattdessen an der Brust festbeißen?

    Ich mache es fast immer so, dass ich zusätzlich zum Rückrufkommando noch winke. Der Bewegungsreiz kommt gut an bei meinem Hund ;-)

    Wenn ich pfeife (selten und hammerwichtig), reiße ich hundertprozentig noch zusätzlich die Arme hoch und winke wild. Macht den Hund schneller.

    Dadurch, dass der Rückruf (egal ob mit Pfeife oder ohne) ja bei uns beiden mit einer Erwartungshaltung verknüpft ist, merkt mein Hund es schon, wenn ich nicht mit ihr rechne und es demnach nichts zu holen gibt. Es ist mir auch schon passiert, dass der Hund andere Leute in der Nähe pfeifen gehört hat und mich irritiert angeguckt hat, aber erstmal keinen Kickstart hingelegt hat. Da gibt's dann nur ein Schulterzucken und weiter nix. Kapiert sie scheinbar.

    Es ist mir aber auch schon passiert, dass ich keine Pfeife dabei hatte, der Hund sich in Richtung Horizont verabschiedet hat und eine Bekannte netterweise auf den Fingern für mich gepfiffen hat. Da reichte das "komische" Geräusch, dass mein Hund sich umdrehte, sah, dass ich winkte wie eine Irre – und kehrtmachte. Im Ernstfall reicht also auch ein anderes schrilles Geräusch, damit sie sich umorientiert. Muss nicht UNBEDINGT die frequenznormierte Pfeife sein, auf die ich so großen Wert gelegt habe. Den entscheidenden Impuls gibst Du mit Deiner Körpersprache.

    Und der Hund weiß ja auch, wo er Dich ungefähr stehen gelassen hat. Ich glaube nicht, dass er quer durch den Wald rennen würde, weil am anderen Ende jemand pfeift.

    Heute klingelte ein Fahrrad hinter mir und eine Frau rief "Vorsicht, mein Hund bellt gleich!"

    Die hatte einen Jack Russell im Fahrradkörbchen, der dann auch kurz darauf erwartungsgemäß loslegte.

    Die Warnung fand ich prima - wenn man so verträumt mit Hund an der Leine die Straße langläuft und es plötzlich zwei Meter hinter einem bellt, erschrickt man ja schon. Das überträgt sich auf den eigenen Hund und kann blöd werden. So war alles locker und lustig!

    Bin heute einer Frau begegnet, die ihren Havaneser bei unserem Anblick hochgenommen hat. Habe ich eigentlich kein Problem mit, kann sie ja machen. Aber sie hat ihn mit gestreckten Armen über ihren Kopf gehoben - das sah schon ziemlich seltsam aus. Ich habe eine lockere Bemerkung gemacht, dass das vielleicht ein bisschen hoch ist und dass der Hund in niedrigerer Halteposition für andere Hunde vielleicht etwas unauffälliger wäre. (Mein Hund war gerade anderweitig beschäftigt und stand für Demonstrationen nicht zur Verfügung.)

    Am anderen Ende der Runde treffen wir sie wieder und wieder hebt sie den Hund zum Sonnengruß hoch. (Mein Hund hatte gerade abseits des Weges irgendwas weltwichtiges zu tun.) Diesmal bin ich stehengeblieben und habe etwas ernsthafter drauf hingewiesen, dass diese außergewöhnliche Körperhaltung bei besonders neugierigen oder übereifrigen Hunden zu Problemen führen könnte und sie meinte tatsächlich:
    "Ich bin schon von Bernhardinern angesprungen worden – man kann den Hund gar nicht hoch genug halten!"


    Schlangen, in sehr heißen Sommern dann schon eher... sie legen gern an den Kanten zum gemähten Rasen, so dass sie schnell flüchten können, wenn etwas kommt. Hunde werden hier regelmässig gebissen. Ich hab immer Medizin für die Erstverdorgung dabei.

    Ich fahre am Wochenende los nach Schweden. Bisher habe ich mir über Kreuzottern noch nie Sorgen gemacht - sollte ich das tun? Was für Notfallmedizin hast Du denn für den Hund dabei?