Hier hat sich in Bezug auf Freundschaften auch nicht viel geändert. Niemand hat ein Problem, wenn ich den Hund mitbringe. Ob ich sie dann tatsächlich mitbringe oder zuhause lasse, liegt halt dran, was man vorhat. Ich komme nur selten in die Verlegenheit, dass ich was absagen muss, weil ich Hundehalterverpflichtungen habe. Auf der anderen Seite klinke ich mich auch gern mal aus doofen Veranstaltungen raus, wenn ich keinen Bock mehr habe und behaupte, dass der Hund auf mich wartet.
Eine Freundin ruft sogar oft am Wochenende an, um sich an eine Hunderunde dranzuhängen – die geht gern spazieren, aber nicht gern allein. Und ich gehe ja immer spazieren, da kann sie gerne mitlaufen. Und ich kenne schöne Strecken!
Mein einziges organisatorisches "Problem" ist, dass ich mich nicht direkt nach der Arbeit verabreden will. Obwohl der Hund mit ins Büro kommt, nehme ich sie nicht gern direkt im Anschluss mit in die Eisdiele oder so. Die soll dann erstmal im Grünen ein bisschen rennen und schnuppern dürfen. Danach habe ich Zeit für andere Leute.
Was sich verändert hat, ist mein Freizeitverhalten. Man hat halt nicht mehr soviel Zeit für andere Hobbies. Und im Urlaub steht inzwischen Wandern auf dem Programm und nur noch ganz am Rande kleine Stadtbesichtigungen. Früher war ich im Urlaub immer in Metropolen unterwegs und habe mich mit Kultur und Shopping amüsiert. Jetzt sehe ich mir bestenfalls noch ein Fischerdorf an, danach ist der Hund mit den Nerven runter und ich freue mich drauf, wieder in den Wald zu kommen.