Beiträge von Phantomaus

    Sagt mal, fühlt sich der Hund wohl wohler, wenn er in einer größeren Gruppe Menschen alleine ist und sozusagen "Einzelprinzessin"/"Einzelprinz" - oder fände er es wohl schöner, wenn andere Hunde, die er kennt auch dabei sind?
    (Für ein paar Tage)

    Das liegt am Hund. Manche mögen es, bei den Menschen im Mittelpunkt zu stehen, andere schätzen die Interaktion mit Artgenossen mehr. Gibt auch welche, denen ist beides zu stressig und die halten sich dann lieber etwas abseits. Das kann etwas lästig sein, wenn man mit einer größeren Gruppe Menschen und Hunde im Wald unterwegs ist und der eigene Hund ständig versucht, sich in ruhigere Gefilde zu verkrümeln.

    Und wenn der Hund die anderen Hunde kennt, wird ja immer noch unterschieden zwischen "Spielkumpel" und "man kennt sich halt". Diese lockeren Bekanntschaften unter Hunden finde ich die entspannteste Version. Jeder macht seins, aber die stiften sich nicht gegenseitig zu Dummheiten an, überdrehen nicht und können das gewohnte Maß an Gehorsam leisten.

    Hey, immerhin hat sie DICH wiedererkannt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es gemerkt hätte, dass ich mich zweimal mit der selben Person, aber in unterschiedlicher Hundebegleitung unterhalte!

    Ist mir auch schon passiert, dass ich eine verzweifelt "Luuunaaa!" rufende Person gefragt habe, nach was für einem Hund sie denn sucht. Stellte sich raus, dass ich den Hund kannte. War schon ein paarmal ein Stück mit der Halterin zusammen gelaufen...

    Bei 16jährigen Jungs gehe ich davon aus, dass sie körperlich in der Lage sind, einen großen Hund zu führen. Ansonsten müsste man den kleinen Frauen unter von der Haltung von großen Hunden nämlich auch abraten.

    Wir kennen den Threadersteller hier nicht persönlich und können nicht einschätzen, ob er selbst verantwortungsbewusst genug ist und ob seine Familie in der Lage ist, ihn organisatorisch zu unterstützen. Das fängt ja schon bei der Fahrt zur Hundeschule an – und auch das Finanzielle ist für einen Schüler nicht allein zu machen. Wenn seine Mutter früher Hunde hatte, kann man da auf grundsätzlichen Hundeverstand hoffen, den sie bei Bedarf weiter ausbauen könnte. Es muss auf jeden Fall eine Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Erziehung da sein. Wenn das einer ganz alleine macht, wird der Hund allen anderen die Mittelkralle zeigen, wenn die mal was von ihm wollen – oder ihm was verbieten müssen.

    Das eigentlich Schwierige an den präferierten Rassen ist das Konflikpotential, dass auch durch Vorurteile entsteht. Bei einem Boxer hast Du nicht sofort eine Anzeige am Hals, wenn der mal querschießt und jemanden anbellt. Bei einem Schäferhund schon. Die Halter von bestimmten Rassen sind mehr Anfeindungen ausgesetzt als andere. Das auszuhalten, wenn man noch jung und kein totaler Assi ist, kann schwer sein.

    Das Theater mit dem Tierarzt-Hopping kenne ich damals von den Ratten. Die Viecher hatten ständig was und das konnte auch nicht jeder... Außerdem musste man häufiger mal zum Notdienst, da lernt man dann auch die verkehrungünstig gelegenen Praxen kennen.

    Einen Großteil der Tierärzte in dieser Stadt hat daher meinen Namen in Ihrer Kartei - immer wieder amüsant, wenn man bei irgendeiner Praxis vorbeikommt und denkt, ach, ich kauf mal grade Zeckengift und die einen fröhlich fragen "Für Loki?" Und man es sich dann spart, drauf hinzuweisen, dass Loki erstens eine Ratte war und zweitens vor etwa fünfzehn Jahren gestorben ist.

    Aber durch die Rattenerfahrungen konnte ich zumindest die fähigen Tierärzte identifizieren. Weil die, die vernünftiges Rattenwissen hatten, allgemein auch sonst auf Zack sind. Da gehe ich mit dem Hund hin und bin gut zufrieden. Bei OPs und komplizierteren Sachen würde ich wohl die Tierklinik ansteuern, aber das hatte ich bisher erst einmal, gottseidank.

    Heute am Kanal, der Labbi hatte sich in stinkendem Modder gewälzt und brauchte mal wieder ein Vollbad. Also werfe ich Stöcke ins Wasser und lasse sie mir apportieren.
    Ein Dackel kommt vorbei und geht ebenfalls ins Wasser. Ich höre mit dem Stöckchenschmeißen auf.

    Halter des Dackels:
    Sie können ruhig weitermachen, meiner holt die auch raus!
    Ich: Ach nee, nachher prügeln die sich noch drum, wer das Ding zuerst gesehen hat!
    Er: Meiner würde gewinnen!

    Ich finde Dackelhalter cool. Die haben nie das Gefühl, einen kleinen Hund zu haben. Und wahrscheinlich hatte er sogar recht mit seiner Gewinnprognose.

    Du merkst, dass ein Unternehmen, welches ansich weder was mit Hunden noch überhaupt mit Tieren zu tun hat, hundegeschädigt ist, wenn die Empfangsdame dem Hund einen großen Wassernapf mit Firmenlogo ins Besprechungszimmer bringt (ohne, dass du darum gebeten hast).

    lg

    Muss. Wassernapf. Mit. Firmenlogo. Haben.

    Habe einen Grünstreifen mit sehr populärem Pinkelbaum vorm Büro, es gehen haufenweise Hundehalter vorbei und das ist ja wohl eine spitzenmäßige Außenwerbung, wenn da ein Napf steht. Ich denke mir noch einen Slogan dazu aus und dann wird die Sache rund.

    Und ich weiß jetzt schon, dass der Laserbeschriftungsdienstleister sich vor den Kopp hauen wird und sich fragen wird, wieso er sowas eigentlich selber noch nicht hat.

    Gah! Diese Tests!

    Ich kam mir beim Ausfüllen wie der Super-Healthfreak vor: Ich esse viel Gemüse, kaum Fleisch, bin normalgewichtig, gehe täglich lange spazieren und so... Ich kann ehrlich haufenweise erstrebenswerte Antworten anklicken, lüge nur ein ganz klein wenig, was das Rauchen angeht und denke daher ganz beschwingt, dass ich so bei Mitte zwanzig rauskommen müsste... Und dann kommt das Ergebnis, dass der Test mich 6 Jahre älter macht als ich bin!

    Der andere Test hat mich dafür 6 Jahre jünger geschätzt, aber hey - das ist mir auch noch nicht jung genug für meinen Premium-Lebenswandel, von dem ich eigentlich gar nicht wusste, dass ich ihn führe!