Beiträge von Phantomaus

    Mir hat's gestern bei dem Sturm einen Baum umgeweht (Kirschlorbeer auf Hochstamm). Hat irgendjemand eine Ahnung, ob es da noch die Spur einer Chance gibt, dass man ihn retten kann? Ich bin nicht sehr optimistisch, weil da irgendwie kein Wurzelballen aus der Erde gerissen wurde, aber würde es versuchen, wenn ich ein paar Zugpferde auftreiben kann, die mir das Ding wieder aufrichten. Was meint ihr? Hat das überhaupt einen Sinn?

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    Kein Witz: Als ich meinen Sitterhund heute morgen abgeholt habe, lag da auch extra ein Geschirr für sie und der Rest des Silvestermedikamentes, "falls sie heute bei dem Sturm Angst bekommt."

    Draußen weht's ganz ordentlich, aber der kleine Hund liegt ja warm und trocken in meinem Büro. Die Windgeräusche stören sie nicht und das Medikament braucht sie heute bestimmt nicht...

    Mineralwasser ist nicht das gleiche wie Sprudelwasser. Es gibt auch Mineralwasser ohne Kohlensäure.

    Es gibt eine Verordnung, wie Wasser benannt werden darf. Quellwasser, Mineralwasser, Tafelwasser, Heilwasser, Leitungswasser - ist alles Trinkwasser, aber es hat einen unterschiedlichen Ursprung, einen unterschiedlichen Gehalt an Mineralstoffen und schmeckt auch unterschiedlich.

    Meine Schwester: "Iiieh, was ist denn das?"
    Ich: "Ein getrockneter Hühnerfuß."
    Sie: "Bah. Du sammelst echt die abartigsten Sachen."
    Ich: "Der ist nicht für mich. Snack für den Hund."
    Sie: "Wie eklig. Wieso kaufst Du sowas? Da ist doch nichtmal Fleisch dran!"
    Ich: "Den habe ich nicht gekauft, der war als Zugabe bei 'ner Lieferung dabei!"
    Sie: "Wo bestellst Du denn? Beim Voodoo-Versand?"

    Ich kann Eure Bemerkungen zum "Event-Gassi" nachvollziehen. Natürlich sollte man auch einfach mal die Runde ablatschen können ohne einen hopsenden Hund neben sich haben, der gestresst ist, weil er auf Action wartet.

    Und doch sind ein paar Überraschungsangebote ab und an eine gute Methode, um dem Hund zu vermitteln, dass man GEMEINSAM unterwegs ist. Es gibt so Freigeister, die nicht glauben, dass sie ohne ihren Halter nicht überleben können. Die können sich da draußen auch ganz entspannt alleine vertrödeln. Die schnuppern mal hier und mal dort oder staunen ein Mauseloch an und es ist ihnen total egal, ob ihr Halter jetzt links oder rechts abbiegt. Die finden sich schon zurecht, vielen Dank. Und da ist es nett, wenn man nicht nur über Kommandos, Begrenzung und Sicherung arbeitet, sondern dem Hund vermitteln kann "da, wo mein Mensch lang geht, ist es wahrscheinlich auch cool".

    Mein Hund war früher auch so extrem – und ganz weg trainieren können habe ich es in 8 Jahren nicht. Aber es ist besser geworden. Viel besser. Und es ist inzwischen für mich nicht mehr der blanke Horror, mit dem Hund ein längeres Stück an der Leine zu laufen.

    1. Das Gezerre und die Erwartungshaltung:

    Das Problem ist wirklich, dass man selber nach einer halben Stunde "wir üben das jetzt, es sind ja nur 400 Meter, da reißen wir uns beide mal zusammen und es ist mir egal, wie Du Dich anstellst, es dauert so lange, wie es dauert"- Krampf einfach nur die Leine abzumachen will, um dem armen Hund jetzt endlich rennen zu lassen.

    Ich habe daher "Erst strapazieren wir uns mit Leinelaufen üben und dann darfst Du rennen" voneinander abgekoppelt.

    Ich bin also mehrmals am Tag nur mal kurz mit ihr zum Leinelaufen üben nach draußen gegangen - mal eine Runde ums Haus, eben zum Briefkasten oder auch nur bis zur Mülltonne. Aber ganz bestimmt nicht zur Freilaufstrecke. Damit sie trotzdem ihre Bewegung bekommen hat, bin ich zusätzlich mit dem Auto irgendwohin gefahren, wo sie dann sofort und ohne Tamtam freilaufen durfte.

    Und weil ich das Problem der Erwartungshaltung ja schon kannte, bin ich auch ab und zu auch mit dem Auto irgendwo hingefahren, wo wir nur an der Leine eine Runde um den Parkplatz gegangen sind und mehr nicht.


    2. Die Aufmerksamkeit unterwegs:

    Ich laufe nicht nur dem Hund hinterher, sondern entdecke selber immer mal wieder spannende Sachen. Ich knibble an Bäumen rum, drehe Steine um, verstecke Dummies oder finde einen Würstchenbaum. Der Hund weiß nie, ob ich mir die Schnürsenkel neu binde oder ob ich die ultimative Schnupperstelle gefunden habe, aber sie sieht schon zu, dass sie auf keinen Fall verpasst, was ich so mache.

    Anfangs kam es natürlich vor, dass es ihr egal war, ob ich jetzt zum Pinkeln in den Wald gehe oder ob ich eine Verabredung mit der Würstchenfee habe. Dann hat sie's halt nicht mitgekriegt. War ja egal, gab ja kein Kommando. Aber nach kurzer Zeit hatte sie spitz, dass es sich eigentlich immer lohnt, nach mir zu sehen: Falls ich was Lustiges vorhabe. Inzwischen gibt's kein Käferfoto mehr ohne Hundenase drauf ;-)

    Sie läuft natürlich trotzdem oft weit vor, sie ist ja ein viel beschäftigter Hund und es gibt immer alles Mögliche für sie zu entdecken. Aber sie hält den Kontakt zu mir – und das war früher nicht so.

    Bevor ich einen Hund hatte, habe ich ja Ratten gehalten. Und im Rattenforum war damals jede Form von Diskussion über das Verfüttern von Tieren untersagt. Weil Ratten nunmal auch oft Futtertiere sind und die Rattenhalter da empfindlich reagieren.

    Als ich mich anfangs hier im Hundeforum schlaugelesen habe, habe ich die ersten Wochen echt dauernd gedacht "Ach du Scheiße, wenn das ein Mod sieht, ist dieser Thread sofort zu..."