Beiträge von Julia127

    Hmm spazieren gehen dreht ihn ehrlich gesagt immer ehr auf, hab ich schon versucht...

    Macht meine auch.
    Bei ihr hat geholfen nach dem langen Spaziergang mindestens 30 min zu warten und sie nicht anzusprechen. Dann wird sie erstmal ruhiger und legt sich meist zum schlafen hin.

    Unser Ablauf ist: lange raus (mind. 60min), Futter (wenn es morgens oder abends ist), mind. 30 min warten damit sie runterkommt und dann ohne ein Wort gehen.
    Das hat sich bei uns als bester Ablauf herauskristallisiert.
    Dann ist sie müde, hat die Blase geleert und was im Magen und meist dann gar keine sooo große Lust sich aufzuregen. :lol:

    Die Idee ist generell gut, aber manchmal muss man auch spontan weg...

    Ja, das Problem kenne ich...
    Zum Glück geht es bei uns auch "nur" ums WE. Da plane ich das vorher ein wann ich einkaufe u.s.w.
    Bei uns geht es spontan einfach nicht. Oder ich muss eben damit leben das sie sehr lange braucht um runterzukommen und länger Theater macht.

    Darf ich fragen wie du es geschafft hast ihr die Führung zu vermitteln? Ging es dabei hauptsächlich um Leinenführigkeit, oder glaubst du das du deinem Hund eher vermitteln musstest wer bestimmt was sicher und unsicher ist?

    Führung habe ich vermittelt indem ich ihr gezeigt habe was ich von ihr in diesen Situationen erwarte und gezeigt habe das ich die Situation im Griff habe und sie auch gegen anstürmende Hunde "beschütze".
    Also in meinem Fall wollte ich erstmal das sie mich bei Hundekontakt anschaut und den anderen Hund ignoriert.
    (Das führt dann auch dazu das die Spannung zwischen den beiden Hunden sich nicht aufbaut während man aufeinander zugeht und sich nicht beide fixieren. Der andere Hund fühlt sich logischerweise auch nicht mehr so bedroht.)

    Für sie war das im Grunde eine Erleichterung weil sie nicht mehr das Gefühl hatte das sie sich um den anderen Hund "kümmern muss".
    Das bellen und ausflippen war ja in ihrem Fall nur eine Defensivhandlung: "Komm mir nicht zu nahe."

    Der Augenkontakt von ihr kam von alleine als die Leckerlie im Spiel waren.
    Als wir "unfallfrei" nah an andere hunde rankamen, habe ich sie absitzen und die fremden Hunde passieren lassen währen sie mit einem Leckerlie abgelenkt wurde. Das war für sie einfacher. Ab einem bestimmten Punkt habe ich sie dann auch an fremden Hunden vorbeiführen können.

    Wichtig ist nur eben das man Anfangs nicht zu viel vom Hund erwartet. Am Anfang kann man vllt noch nicht auf 5 Meter vom fremden Hund entfernt belohnen sondern eher 30 Meter. Je nach Hund.
    Der Hund nimmt den anderen schon war, ist aber noch nicht im Stress und ansprechbar.

    Bei Kontakt mit anderen Hunden habe ich immer sehr darauf geschaut das sie nicht bedrängt wird und auch nicht JEDEN Hund zu ihr gelassen.
    Wir haben die meisten Hunde ohne Kontaktaufnahme passiert und ich habe immer ausgesucht welche Hunde zu uns dürfen. (Meist die eher ruhigen, zurückhaltenden)
    Das gehört dann eben auch dazu. Wenn der eigene Hund unsicher ist und klar defensiv reagiert, er das aber nicht mehr tun soll- dann ist es die Aufgabe von seinem Menschen das zu übernehmen und dafür zu sorgen das andere Hunde nicht in ihn reinrennen.
    Es ist einfach eine komische Vorstellung des Mengschen das jeder Hund jeden fremden Hund begrüssen muss. Meine Hündin mag das zumindest nur selten. ;)

    @U und M Tu genau das was du dir jetzt vornimmst. :gut:
    Ich weiss absolut wie du dich fühlst und weiss wie schwer das fällt. Dieses unterschwellige schlechte Gewissen habe ich auch obwohl ich weiss das sie sich einfach nur anstellt und rumzickt.

    Manchmal überkommt es mich immer noch aber wir müssen da einfach auch an UNS arbeiten und unsere Hunde etwas zurückstellen. Mit der Gewöhnung das sich die Welt nicht mehr um sie dreht, ist es vllt auch für unsere Hunde einfacher sich ans alleine bleiben zu gewöhnen. Du machst genau das richtige. :smile:

    habt ihr tips?
    über's handy korrigieren funktioniert nicht, das hat zu mehr motzen und motzen und lauschen (kommt jetzt was als "antwort"?) geführt.
    wenn ich reingehe, müsste ich ruhig bleiben, was mir schwerfällt. das wär sonst ne option, reingehen, ruhig das "fehlverhalten" korrigieren und wieder los.

    ich finds eben schwierig. sie fährt sich ja auch selbst wieder runter.

    irgendwer tips?

    Meine Hündin ist da ganz genau so.
    Sie beruhigt sich auch von selbst, schläft sogar zwischendurch nur um dann pltzlich wieder rumzumotzen.
    Eben auch ein Kontrolletti. Sie jault aber nur leise und motzt was es einfacher macht es zu ignorieren.
    Trotzdem liegt bei uns das maximum bei ca. 2 Stunden. Alles darüber hält sie nicht aus und dann steigert sie sich richtig rein.

    Ich glaube unsere Hunde sind wirklich einfach Kontrollettis und zusätzlich noch relativ Stimmungssensibel.

    Vllt. bringt es ja was wenn du sie obwohl du zuhasue bist, in einem anderen Raum lässt wo sie dann auch bleiben muss. Also sie weiss das du da bist, kann dich aber nicht kontrollieren... Sozusagen als eine softere Gewöhnung an das "richtige" Alleine bleiben.

    Ich selbst verabschiede mich nicht wenn ich gehe und schau sie auch nicht an wenn ich wiederkomme. Das ist bei uns das beste gewesen. Also alles ohne Ansprache.
    Jede Ansprache hat bei ihr zu Aufregung geführt.
    Ich habe auch schon probiert an ihrer Frustrationstoleranz zu arbeiten und habe da erst gemerkt was für einen riesen Dickkopf sie hat.
    So war sie aber schon immer: Jeden Tag sitzt sie vor meinem Bett und jammert weil sie rein will. Jeden Tag lasse ich sie nicht bis sie sich entspannt in ihren eigenen Korb gelegt hat. Dann hole ich sie zu mir ins Bett.
    Das mache ich schon seit Jahren so. Und trotzdem kann ich die Uhr danach stellen wann sie motzend neben meinem Bett sitzt. :muede:

    Ich hab mich inzwischen damit abgefunden das sie in der Hinsicht nie ein normaler Hund sein wird.
    Mein Ziel ist es jetzt noch 3-4 Stunden zu schaffen. Dann kann ich auch mal ins Kino ohne direkt einen Sitter engagieren zu müssen...

    Ich glaube du kannst das Verhalten von ihr nur ignorieren. Jede Kontaktaufnahme während den Sessions wird sie als Erfolg für sich verbuchen. Auch wenn es schwer fällt. Wir müssen hart bleiben. Unseren Hunden geht es ja nicht schlecht. Sie sind nicht ängstlich. Sie stellen sich einfach an wie verzogene Kinder und wollen ihren Dickschädel durchsetzen. :tropf:

    Zu unserem aktuellen Vorrat: Es geschehen noch Zeichen und Wunder. :lol:
    Den bestehenden Vorrat Nassfutter gibt es jetzt nur noch am Wochenende (also vermutlich die nächsten 10 Jahre :lol: ) und unter der Woche stelle ich komplett auf Futalis um. (Morgens Trofu, Abends Nafu).
    Trotz Futtermilbenallergie wird das Trofu super vertragen. Also endlich kein müffelndes Nassfutter mehr im Büro. Ich freu mich.
    Und die Lieferung bekomme ich automatisch einmal im Monat. Also leider keine Schnäppchenjagd mehr für mich. Aber die Freude das mein Hund endlich ein Futter super verträgt, ohne das ich Kohlenhydrate und Gemüse zumischen muss, überwiegt. :p

    Die nächsten Updates gibt es trotzdem hier, dann aber mit schrumpfenden Nassfuttervorrat. :D

    @Lionn Würde ich an deiner Stelle für Felix auch machen. :streichel:

    Wenn ich als stehen habe frisches Fleisch 20 %, bedeutet dass wenn ich 100% Endprodukt habe (egal in welcher Form), davon 20% dann aus frischem Fleisch bestehen....

    Ich weiss wie du das meinst.
    Aber das ändert ja nichts daran das 20% Frischfleisch in getrockneter Form im Endprodukt nur noch 5% getrocknetes Fleisch sind..
    Deshalb hantieren die Hersteller ja so gerne in ihrer Deklaration mit Frischfleisch, Fleischmehl u.s.w.

    Klar ist ja das in dem Endprodukt kein Frischfleisch sein kann weil Trofu mehrere Verarbeitungsstufen durchläuft.
    Also es sind in 100g Trockenfutter bestimmt 20% Frischfleisch drin. Das sind aber verarbeitet nur noch 5% in den 100g Trockenfutter.

    Das ist ja immer das "unfaire" an der Deklaration einiger Hersteller. In dieser durcheinandergewürfelten Form muss der Kunde erstmal in seine Trockenforum umrechnen um wirklich eine Vorstellung zu bekommen wieviel Fleisch drin ist.

    Ich finde es echt schwierig zu formulieren was ich meine... Hoffe es ist verständlich. :tropf:

    Was sind normale Lernzeiträume? Mir ist klar das 2 1/2 Wochen wenig Zeit sind, doch wäre es interessant von jemandem mit (mehr) Erfahrung zu hören wie schnell ein Hund verinnerlicht.

    Sowas hängt ja nicht von der Intelligenz eines Hundes ab.
    Wenn es darum geht ein unerwünschtes Verhalten abzustellen, hängt das von zu vielen Faktoren ab (bisherige Erfahrungen den Hundes, Erziehungsstand, Charakter, u.s.w.)
    Ich würde da an deiner Stelle gar keinen Zeitrahmen setzen, damit du euch nicht unbewusst unter Druck setzt. Arbeite weiter daran. (Mache aber nicht zuviel auf einmal. Der Hund ist doch noch sehr frisch bei dir.)
    Und freu dich über die kleinen Erfolge.

    Meine Hündin war Leinenpöblerin und in diesen Situationen absolut kopflos. Es hat weit über ein Jahr gedauert um das gut in den Griff zu bekommen.
    Immer noch nicht 100%ig zuverlässig aber schon ganz gut im Griff...
    Da war sie aber schon erwachsen und wir hatten sonst keine Baustellen.
    (Ich habe zu spät gemerkt das meine Hündin aus Unsicherheit heraus pöbelt. Sie brauchte in den Situationen meine Führung.)

    Dein Hund ist noch sehr jung (so große Hunde sind erst mit ca. 3 Jahren erwachsen). Er hat vermutlich nie gelernt wie er mit bestimmten Reizen umgehen soll und ist zusätzlich vllt. mit der Situation überfordert.

    Bei uns hat übrigens genau das funktioniert was viele hier empfehlen. Bereits auf größere Entfernung die Aufmerksamkeit mit Leckerlie oder Spieli (oder was auch immer bei deinem Hund funktioniert) auf sich lenken und positiv bestätigen. Nicht hektisch oder nervös. Sondern ganz ruhig und entspannt.
    Jede Begegnung, auch auf Entfernung, die dein Hund schafft ohne auszuflippen ist ein Erfolg und wird belohnt.

    Wenn dein Hund bereits ausgetickt ist, warst du schon zu nah am fremden Hund/Auto/was auch immer. Dann ist es eh zu spät, Hund ist nicht mehr ansprechbar und es hilft nur noch Schadensbegrenzung und ausweichen.

    Mit der Zeit wirst du merken wo die Grenze bei deinem Hund liegt. Da kannst du dann ansetzen und versuchen seine Toleranz immer weiter zu erhöhen.