Ihr Lieben, ich antworte weiterhin stückchenweise, ich komme nicht so ganz hinterher, möchte aber auf jeden Fall auf jeden Post hier eingehen.
Ich glaube auch nicht, dass es Dein Versagen ist, Kathi.
Ich glaub es eigentlich auch nicht, dagegen sprechen einfach so viele Dinge, welche ich ja schon aufgeführt habe.
Verunsichert bin ich trotzdem. Viele Gedanken mach ich mir auch...
Ich glaube inzwischen: Das Problem ist ein Paket aus vielen Dingen, vielleicht ist dabei eine Art Depression beteiligt - das will ich nicht bestreiten.
Mein Gefühl für meinen Hund sagt mir aber: Da ist noch etwas unerkanntes, etwas körperliches.....
Wenn man mal überlegt, wie sensibel unsere Vierbeiner sich auf andere Menschen einstellen können, was sie alles an "Untertönen" mitbekommen und wahrnehmen, so wäre es durchaus denkbar, dass Cala eben zu schaffen macht, dass dir etwas so sehr zu schaffen macht. Wie gesagt, ich will nicht behaupten, dass das so ist, aber dass da eins zum anderen kommen kann und sich gegenseitig potenziert, wäre irgendwo schon fast wieder sinnig und keinesfalls ein Zeichen deines Versagens sondern höchstens ein Zeichen eurer unbedingten Verbundenheit, dass du so empfindest und Cala das so spürt.
Wie gesagt: Ich bestreite nicht, dass eine psychische Komponente eine Rolle spielen kann beim Grundproblem.
Ich schrieb es hier auch schonmal: Oft habe ich das Gefühl, unsere Verbundenheit ist viel zu innig.
Vielleicht haben Cala und ich eine Art von Charakteren, die sich irgendwie ungünstig beeinflussen. Ich beobachte und bewerte ständig, sie wird immer gehemmter durch diese Form der Kontrolle.
Ich glaube, unsere Hunde kennen uns noch viel besser, als wir jemals ahnen könnten.
Selbst wenn es so wäre, wäre m.M.n. ein zweiwöchiger Test nicht aussagekräftig, denn auch zu hause bei Kathi hat Cala ja länger andauernde "gute Phasen",
Wenn sie nun woanders die zwei Wochen besser drauf wäre, kann es aber genausogut sein, dass sie in genau diesen zwei Wochen auch zu hause gut drauf gewesen wäre...
Das ist einer der Punkte, die gegen eine Depression oä sprechen.
Sie hat ja wirklich gute Phasen und vor allem merkt man: Sie WILL, aber sie KANN einfach nicht.
Etwas bremst sie, irgendetwas richtig fieses....
Was ich mir aber vorstellen könnte wäre das Ihre Kondition einfach mittlerweile so im Keller ist das sie, selbst wenn sie wollte, nicht mehr länger laufen kann.
Da habe ich mir auch schon Gedanken drüber gemacht...inwieweit sie überhaupt noch Grundkondition hat.
Dazu folgendes:
Wir waren gestern bei Freunden zum Grillen eingeladen. 3 Stunden in einem großen Garten - zusammen mit einer Hündin, die Cala schon lange kennt.
Was sehr interessant war und was ich auch nochmal mit der Neurologin besprechen werde: Nach einer Viertelstunde rumlaufen und schnüffeln im Garten zeigte Cala ihre typischen Erschöpfungserscheinungen. Sie wurde ganz wackelig, es sah etwas so aus, als hätte sie Muskeln aus Gummi.
Aber: Ich hatte den Eindruck, dass sie anschließend wieder regenerierte!!! Klar, sie wirkte sehr kraftlos - aber sie zeigte großes Interesse am Hundepool, in dem sie immer wieder planschte. Sie versuchte auch hartnäckig, den Schlauch aus dem Pool zu ziehen, der passte ihr nicht.
Sie lief insgesamt etwa 2 Stunden, schätze ich. Langsam und angestrengt - aber es wurde NICHT schlimmer mit der Zeit. Es blieb auf einem Level.
Hinterher hatte ich wahnsinnige Sorge, sie komplett überfordert zu haben. Ich sah uns schon in der TK gestern nacht.
Aber sie wälzte sich genüßlich über den Rasen, planschte begeistert, kommunizierte toll mit der anderen Hündin - ich KONNTE sie nicht ausbremsen.
Sie wirkte so glücklich....allerdings war es halt trotzdem immer ein Kampf: Erschöpfung vs. Hund sein dürfen.
Ende vom Lied: Zuhause pennte Cala sofort ein, es zeigten sich aber keinerlei Anzeichen einer Überforderung. Heute morgen lief sie normal.
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Ach, nochmal zu dem Foto: Des Rätsels Lösung ist, dass das Foto einen Tag nach der Narkose entstand, deshalb die Matschäuglein. ![]()
Trotzdem stimmt es, dass man Calas Zustand generell gut an ihren Augen ablesen kann.